Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Radebeul, Sachsen
Klimakrise bedeutet nicht nur heiße Sommer, schmelzende Eisberge und Waldbrände. Einer der vielen Nebeneffekte betrifft das Wasser in unseren Städten und Dörfern. An der einen Stelle sinken die Pegel bis auf den Grund, an der anderen folgt eine Überschwemmung auf die Nächste. Auch die Qualität des Wassers nimmt ab. Um dem Ausbruch neuer Katastrophen entgegenzuwirken, sind daher Maßnahmen und Lösungen gefragt, die die Bedürfnisse von uns Menschen, den Tieren und der Umwelt in Einklang bringen.
Arbeitest du als Fachkraft für Wasserwirtschaft, ist genau das deine Berufung! Dein Ziel ist es, für eine optimale Wasserver- und Entsorgung zu sorgen und dabei den Schutz der Natur zu bewahren. In Zusammenarbeit mit Ingenieur:innen erstellst du den perfekten Plan, zeichnest ihn vor und hast immer ein Auge darauf, dass die umweltrechtlichen Auflagen eingehalten werden. Die vielen Facetten des Berufs sorgen dafür, dass du nicht nur an deinen Computer gebunden bist, sondern dich ebenso durch die Gewässer der Stadt testen kannst! So bist du für die Zukunft der Wasserwirtschaft ein echter Gamechanger.
Der Beruf der Fachkraft für Wasserwirtschaft verlangt gesetzlich keine bestimmte Vorbildung. In jedem Fall bietet dir die mittlere Reife den Eintritt zur Ausbildung. Abgesehen von deiner schulischen Leistung benötigst du außerdem eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung, falls du noch nicht 18 Jahre alt bist.
Gute Vorkenntnisse in den Kernfächern Mathematik, Informatik und Physik sind für die Ausbildung von großem Vorteil. Zahlen und Formeln zaubern dir also im besten Fall ein Lächeln in dein Gesicht. Idealerweise hast du Freude daran, Messungen und Berechnungen präzise durchzuführen sowie Daten zu erheben und komplexe CAD-Programme anzuwenden. Außerdem solltest du technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und ein zeichnerisches Talent mitbringen. Mit diesen Fähigkeiten bist du optimal dafür geeignet, unter anderem Pläne und Schaubilder für neue Wasserver- und Entsorgungsanlagen zu konzipieren.
Nachdem du deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hast, kann’s im Prinzip mit dem Job losgehen. In der Praxis wendest du dein erlerntes Wissen an und setzt dich für eine effiziente Wasserwirtschaft ein.
Während du in einem Unternehmen angestellt bist, lohnt es sich, immer mal an Anpassungsweiterbildungen teilzunehmen, um auf dem neuesten Stand der Dinge zu bleiben. Interessant können Themen wie Wasserbau, Bauprojektmanagement, Vermessungstechnik, Technisches Zeichnen oder Umweltrecht sein.
Strebst du eine höhere Position an, könntest du eine Weiterbildung anschließen, z. B. als Techniker:in der Fachrichtung Umweltschutztechnik, Techniker:in im Schwerpunkt Tiefbau oder als Technische:r Fachwirt:in.
Solltest du die Schule mit dem (Fach-)Abitur abgeschlossen haben, kannst du auch ein Studium in Betracht ziehen und deine Aufstiegschancen entsprechend aufpäppeln. Diese Studiengänge würden zu deiner Ausbildung passen:
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
Ohne Wasser wären wir alle nichts. Das Leben auf der Erde wäre gar nicht möglich. Um die Lebensqualität jeglicher Lebewesen auf der Welt zu sichern, ist ein sorgsamer Umgang mit Wasser Priorität Nummer 1. Als Fachkraft für Wasserwirtschaft dreht sich alles darum, den richtigen Umgang mit unseren Wasserressourcen zu finden und Konzepte für den Schutz von Gewässern und der Natur zu entwickeln. Kurz gesagt: Wasserwirtschaft ist Umweltschutz.
Bei deiner Arbeit als Fachkraft für Wasserwirtschaft kommt dir eine Vielzahl von neuen Technologien zugute, die dir ordentlich unter die Arme greifen. Digitale topografische Karten zeigen Standorte für Wasser- und Kanalnetzwerke, Tauchroboter inspizieren Trinkwasserleitungen und Gewässer, Sensoren ermöglichen die genaue Messung der Wasserstände.
Die Relevanz der richtigen Wasserwirtschaft wird, bedingt durch den Klimawandel, weiter zunehmen. Gleichzeitig besteht – wie fast überall – auch in dieser Branche ein Fachkräftemangel. Dabei hast du die Wahl, in welchem Kontext du dich in die Wasserwirtschaft einbringen möchtest – in der öffentlichen Verwaltung, im Unternehmen der Wasserver- und Entsorgung und Abwasseraufbereitung, im Ingenieurbüro oder in einem Unternehmen des Wasser- und Rohrleitungsbaus.
Eins ist klar: durch deine Hilfe wird die Wasserversorgung vorangetrieben!