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KreislaufwirtschaftKreislaufwirtschaft

Fachkraft für Wa­sse­rwirtschaft

Als Fachkraft für Wasserwirtschaft konzipierst du neue Wasserver- und -entsorgungsanlagen, überprüfst Gewässer, misst (Ab-)Wasserpegel und sicherst die Einhaltung rechtlicher Auflagen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Anforderung

Arbeitsumgebung

Skills

Analytisches DenkenGewissenhafte ArbeitsweiseLösungsorientiertOrganisationstalentProblemlösungskompetenzQualitätsbewusstseinSelbstständiges ArbeitenSorgfaltStrukturierte ArbeitsweiseTechnisches Verständnis

Gehalt

Ø 45.328 €/Jahr, 3.777 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 09/2025)
Teller

Klimakrise bedeutet nicht nur heiße Sommer, schmelzende Eisberge und Waldbrände. Einer der vielen Nebeneffekte betrifft das Wasser in unseren Städten und Dörfern. An der einen Stelle sinken die Pegel bis auf den Grund, an der anderen folgt eine Überschwemmung auf die Nächste. Auch die Qualität des Wassers nimmt ab. Um dem Ausbruch neuer Katastrophen entgegenzuwirken, sind daher Maßnahmen und Lösungen gefragt, die die Bedürfnisse von uns Menschen, den Tieren und der Umwelt in Einklang bringen.  

Arbeitest du als Fachkraft für Wasserwirtschaft, ist genau das deine Berufung! Dein Ziel ist es, für eine optimale Wasserver- und Entsorgung zu sorgen und dabei den Schutz der Natur zu bewahren. In Zusammenarbeit mit Ingenieur:innen erstellst du den perfekten Plan, zeichnest ihn vor und hast immer ein Auge darauf, dass die umweltrechtlichen Auflagen eingehalten werden. Die vielen Facetten des Berufs sorgen dafür, dass du nicht nur an deinen Computer gebunden bist, sondern dich ebenso durch die Gewässer der Stadt testen kannst! So bist du für die Zukunft der Wasserwirtschaft ein echter Gamechanger. 

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Ole
Hey, du arbeitest doch im Wasserbereich, oder?
Yes, ich bin Fachkraft für Wasserwirtschaft in nem Ingenieurbüro.
Ole
Was heißt das genau? Klingt erstmal ein bisschen trocken 😅
Haha, eigentlich mega spannend! Ich plane, wie Stadtgebiete mit Wasser versorgt werden, und checke, ob Systeme angepasst werden müssen.
Ole
Klingt gut. Bestimmt vielseitig, oder?
Total, ich sitze mal am PC, mal im Team-Meeting oder draußen bei Messungen. Und am Ende haben safe alle Menschen sauberes Wasser 😎

Voraussetzungen

Der Beruf der Fachkraft für Wasserwirtschaft verlangt gesetzlich keine bestimmte Vorbildung. In jedem Fall bietet dir die mittlere Reife den Eintritt zur Ausbildung. Abgesehen von deiner schulischen Leistung benötigst du außerdem eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung, falls du noch nicht 18 Jahre alt bist.  

Gute Vorkenntnisse in den Kernfächern Mathematik, Informatik und Physik sind für die Ausbildung von großem Vorteil. Zahlen und Formeln zaubern dir also im besten Fall ein Lächeln in dein Gesicht. Idealerweise hast du Freude daran, Messungen und Berechnungen präzise durchzuführen sowie Daten zu erheben und komplexe CAD-Programme anzuwenden. Außerdem solltest du technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und ein zeichnerisches Talent mitbringen. Mit diesen Fähigkeiten bist du optimal dafür geeignet, unter anderem Pläne und Schaubilder für neue Wasserver- und Entsorgungsanlagen zu konzipieren.  


Was man im Job macht

Messung und Bewertung wasserwirtschaftlicher Daten 

Ausschreibungsunterlagen vorbereiten 

Baumaßnahmen überwachen 

Planung von Wasserschutzgebieten, Hochwasser- oder Küstenschutz- und Gewässerrenaturierungsmaßnahmen  

Probenentnahme von Seen, Trinkwasserspeichern oder industriellen Abwässern 

Einhaltung wasserrechtlicher Vorschriften und Auflagen kontrollieren 

Mitwirken an der Durchführung wasserrechtlicher Verfahren und Abläufe 


Ein typischer Arbeitstag

07:30 Uhr
Du verschaffst dir als erstes einen Überblick über deine E-Mails und die To-Do’s des Tages.
08:00 Uhr
Ein Außentermin steht an: du fährst zum Fluss und nimmst dort Wasser- und Bodenproben, führst Messungen durch und stellst sicher, dass die Umweltauflagen eingehalten werden.
10:00 Uhr
Back im Büro bzw. Labor. Die Proben müssen untersucht und die Messdaten ausgewertet werden. Die Ergebnisse dokumentierst du sorgfältig.
12:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Teammeeting über die aktuellen Projekte. 
15:00 Uhr
Mithilfe deines CAD-Programms bearbeitest du eine Zeichnung zu einem deiner Projekte. 
16:00 Uhr
Ein weiterer Außentermin steht auf dem Plan. Auf einer Baustelle überprüfst du, ob alles den Vorgaben entsprechend verläuft. Bei Fragen zur Wasserversorgung stehst du als Ansprechpartner parat. 
17:00 Uhr
Von der Baustelle aus begibst du dich direkt in den Feierabend.

Perspektiven & Weiterbildung

Nachdem du deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hast, kann’s im Prinzip mit dem Job losgehen. In der Praxis wendest du dein erlerntes Wissen an und setzt dich für eine effiziente Wasserwirtschaft ein. 

Während du in einem Unternehmen angestellt bist, lohnt es sich, immer mal an Anpassungsweiterbildungen teilzunehmen, um auf dem neuesten Stand der Dinge zu bleiben. Interessant können Themen wie WasserbauBauprojektmanagementVermessungstechnikTechnisches Zeichnen oder Umweltrecht sein.  

Strebst du eine höhere Position an, könntest du eine Weiterbildung anschließen, z. B. als Techniker:in der Fachrichtung UmweltschutztechnikTechniker:in im Schwerpunkt Tiefbau oder als Technische:r Fachwirt:in. 

Solltest du die Schule mit dem (Fach-)Abitur abgeschlossen haben, kannst du auch ein Studium in Betracht ziehen und deine Aufstiegschancen entsprechend aufpäppeln. Diese Studiengänge würden zu deiner Ausbildung passen:  

Bauingenieurwesen

Wasser- und Bodenmanagement, Wassertechnologie

Infrastrukturmanagement

Vermessungstechnik

Geoinformatik

Wirtschaftsingenieurwesen



Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Ohne Wasser wären wir alle nichts. Das Leben auf der Erde wäre gar nicht möglich. Um die Lebensqualität jeglicher Lebewesen auf der Welt zu sichern, ist ein sorgsamer Umgang mit Wasser Priorität Nummer 1. Als Fachkraft für Wasserwirtschaft dreht sich alles darum, den richtigen Umgang mit unseren Wasserressourcen zu finden und Konzepte für den Schutz von Gewässern und der Natur zu entwickeln. Kurz gesagt: Wasserwirtschaft ist Umweltschutz.

Bei deiner Arbeit als Fachkraft für Wasserwirtschaft kommt dir eine Vielzahl von neuen Technologien zugute, die dir ordentlich unter die Arme greifen. Digitale topografische Karten zeigen Standorte für Wasser- und Kanalnetzwerke, Tauchroboter inspizieren Trinkwasserleitungen und Gewässer, Sensoren ermöglichen die genaue Messung der Wasserstände.

Die Relevanz der richtigen Wasserwirtschaft wird, bedingt durch den Klimawandel, weiter zunehmen. Gleichzeitig besteht – wie fast überall – auch in dieser Branche ein Fachkräftemangel. Dabei hast du die Wahl, in welchem Kontext du dich in die Wasserwirtschaft einbringen möchtest – in der öffentlichen Verwaltung, im Unternehmen der Wasserver- und Entsorgung und Abwasseraufbereitung, im Ingenieurbüro oder in einem Unternehmen des Wasser- und Rohrleitungsbaus.

Eins ist klar: durch deine Hilfe wird die Wasserversorgung vorangetrieben!

Nachhaltigkeit

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