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Archit­ekt:in

Als Architekt:in entwirfst, planst und begleitest du Gebäude von der ersten Idee bis zur Umsetzung und sorgst dafür, dass sie funktional, ästhetisch und nachhaltig sind.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre (+ ggf. 2 Jahre Master)

Anforderung

Skills

BelastbarkeitKommunikationsstärkeKreativitätKundenorientiertLösungsorientiertSorgfaltStrukturierte ArbeitsweiseTeamfähigkeitTechnisches VerständnisVerantwortungsbewusst

Gehalt

Ø 47.303 €/Jahr, 3.942 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 01/2026)
Teller

Wo andere nur eine leere Fläche sehen, siehst du bereits ein fertiges Gebäude. Genau mit dieser Vision beginnt dein Alltag als Architekt:in. Aus ersten Skizzen und Dialogen erschaffst du Lebensräume, in denen Menschen wohnen, arbeiten und zusammenkommen. Du bist die Schnittstelle zwischen kreativer Ästhetik und technischer Präzision – immer im Einklang mit Funktion, Budget und Natur. Da kein Grundstück dem anderen gleicht, ist jedes Projekt ein Unikat. Mit deinen Entwürfen prägst du Stadtbilder und das Klima für Jahrzehnte. Als Architekt:in formst du die Räume, in denen Zukunft passiert.

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Emily
Du hast vorhin was von Baustelle und Umbau erzählt. Machst du was mit Bauen?
Ja, ich bin Architektin.
Emily
Cool! Wie bist du da gelandet?
Nach dem Abi hab ich Architektur studiert und später dann noch den Master gemacht. Jetzt arbeite ich in einem Architekturbüro.
Emily
Und was machst du da genau die ganze Zeit?
Ich plane Wohn- und Bürogebäude. Gerade bauen wir zum Beispiel ein altes Wohnhaus um, statt es abzureißen. Dabei sparen wir Materialien und Energie 💚
Emily
Nice, klingt richtig spannend! 😌

Voraussetzungen

Um als Architekt:in durchzustarten, ist ein abgeschlossenes Studium der Architektur an einer Hochschule oder Universität die Grundvoraussetzung. Im Studium lernst du, Gebäude zu entwerfen, zu planen und technisch umzusetzen. In Mitteldeutschland kannst du Architektur zum Beispiel an der HTWK Leipzig, der Kunsthochschule in Halle, der TU Dresden, der Bauhaus-Universität Weimar oder an der FH Erfurt studieren. Wichtig dafür sind kreatives Denken, räumliches Vorstellungsvermögen und Interesse an Gestaltung und nachhaltigem Bauen.

Planst du den Sprung in die Selbstständigkeit, ist die Eintragung in die offizielle Architektenliste der zuständigen Architektenkammer gesetzlich verpflichtend. Erst damit bist du offiziell bauvorlageberechtigt und darfst die Berufsbezeichnung Architekt:in führen. Dafür sind meist ein Masterstudium und erste praktische Berufserfahrung erforderlich. 
Da du viel mit Bauherr:innen, Fachplaner:innen und Behörden arbeitest, sind Kommunikation und Organisation key. Außerdem solltest du gut mit Planungssoftwares umgehen können und Lust haben, dich ständig weiterzuentwickeln, vor allem im Bereich nachhaltiges Bauen.


Was man im Job macht

Entwicklung von Gebäudeentwürfen und Raumkonzepten nach den Wünschen der Bauherr:innen

Planung von Grundrissen, Fassaden und Nutzungskonzepten

Erstellung von Bauzeichnungen, 3D-Modellen und Präsentationen

Auswahl geeigneter Materialien und Baustoffe

Abstimmung mit Behörden und anderen Fachplaner:innen

Koordination der Zusammenarbeit mit Ingenieur:innen, Handwerksbetrieben und Baufirmen

Kosten- und Terminplanung für Bauprojekte

Begleitung und Überwachung der Bauphase auf der Baustelle

Einhaltung von Bauvorschriften, Normen und Genehmigungen

Integration von energieeffizienten und nachhaltigen Lösungen in die Planung


Ein typischer Arbeitstag

08:00 Uhr
Mit einem ersten Kaffee checkst du E-Mails, beantwortest Rückfragen von Bauherr:innen und schaust dir den aktuellen Stand deines Projekts an. Heute geht es um ein nachhaltiges Mehrfamilienhaus.
08:30 Uhr
Du arbeitest an Grundrissen und passt Räume an, damit sie besser genutzt werden können. Dabei achtest du auch auf Tageslicht, Materialien und Energieeffizienz.
10:30 Uhr
Danach führst du einige Telefonate mit Statiker:innen und Haustechniker:innen. Ihr besprecht technische Details und klärt offene Fragen zur Bauweise.
12:00 Uhr
Dann machst du eine Mittagspause und genießt die frische Luft.
12:45 Uhr
Nach der Baustelle erstellst du Bauzeichnungen und aktualisierst 3D-Modelle für eine Präsentation beim Bauherrn.
14:00 Uhr
Du hast einen Termin auf der Baustelle. Du fährst raus, überprüfst den Baufortschritt und klärst Fragen direkt vor Ort mit den beteiligten Firmen.
15:00 Uhr
Zurück im Büro dokumentierst du den Baustellenbesuch, passt Pläne an und bereitest Aufgaben für den nächsten Tag vor.
16:00 Uhr
Dann geht’s für dich in den Feierabend!

Perspektiven & Weiterbildung

Als Architekt:in kannst du dich ständig weiterentwickeln. Stillstand gibt’s hier eher nicht. Mit Anpassungsweiterbildungen bleibst du fachlich up to date, zum Beispiel in Bauprojektmanagement, CAD, Bauphysik oder Baurecht. Gerade nachhaltiges und klimaneutrales Bauen, neue Designansätze und digitale Tools werden immer wichtiger. Auch Themen wie modulares BauenUrban Mining oder die Planung von Smart Cities bieten viele Möglichkeiten, dich zu spezialisieren.

Je nach Interesse kannst du dich auch in verwandten Berufsfeldern weiterentwickeln, etwa als Landschaftsarchitekt:inStadtoder Regionalplaner:in, Gebäudeenergieberater:in oder Baubiolog:in. Für mehr Verantwortung oder Selbstständigkeit ist nach dem Bachelor meist ein Masterstudium nötig, zum Beispiel in Architektur, Stadtplanung oder Baumanagement. Wer in Forschung oder Lehre gehen möchte, braucht in der Regel eine Promotion, für eine Professur zusätzlich eine Habilitation. Unterm Strich hast du viele Wege offen. Von Gestaltung über Nachhaltigkeit bis hin zur Stadt der Zukunft.


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Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Als Architekt:in trägst du direkt dazu bei, Ressourcen zu schonen und den CO₂-Ausstoß zu senken. Du planst energieeffiziente Gebäude, arbeitest mit nachhaltigen Materialien und beschäftigst dich mit dem gesamten Lebenszyklus von Gebäuden. Konzepte wie Urban Mining, also die Wiederverwendung von Baustoffen aus bestehenden Gebäuden, werden immer wichtiger. Auch Sanierungen und die klimafreundliche Umgestaltung bestehender Gebäude spielen eine große Rolle.

Der Job wird deutlich digitaler und vernetzter. Tools wie 3D-Simulationen, KI-gestütztes Design sowie VR und AR verändern Planung, Kommunikation und Entwurf. Gleichzeitig gewinnen Trends wie serielles und modulares BauenSmart Cities an Bedeutung. Du arbeitest also nicht nur kreativ, sondern auch immer stärker daten- und technologiegestützt.

Ja! Die Zahl der Beschäftigten in Architektur und Bauplanung wird bis 2040 steigen, während viele erfahrene Fachkräfte in Rente gehen. Das bedeutet für dich: gute Jobchancen, langfristige Sicherheit und viele Möglichkeiten, dich zu spezialisieren oder weiterzuentwickeln.

Nachhaltigkeit

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