Landtechnik Nürnberger GmbH
Schellenberg, Sachsen


Fachkraft Agrarservice ist wahrlich ein Beruf für echte Landeier – und für Leute, die lieber Trecker fahren als am Schreibtisch zu sitzen. Wenn für dich nur ein Job unter freiem Himmel in die “Berufs-Tüte” kommt, ist der Beruf Fachkraft Agrarservice genau dein Ding. Fachkräfte für Agrarservice oder wie man früher sagte, Landarbeiter:in oder Bauer/Bäuerin, kümmern sich nicht nur im Groben um Tiere, (Nutz-)Pflanzen und Landmaschinen, sondern sind rund um die Erzeugung pflanzlicher Produkte, wie Bodenvorbereitung, säen, pflanzen, düngen, pflegen, ernten, lagern, transportieren, vermarkten oder Geräte führen, warten, pflegen und reparieren zuständig. Wer weiß, dass Kühe nicht lila sind, Kartoffeln nicht auf Bäumen wachsen und Schaufeln von Sensen unterscheiden kann, der hat das Zeug zum Agrarprofi.

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, empfehlenswert ist jedoch ein Haupt- oder Realschulabschluss. Falls du keinen Schulabschluss hast, ist ein Vorbereitungsjahr, zum Beispiel ein FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) eine gute Option, um dich optimal auf den Berufsstart vorzubereiten, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und erste Kontakte zu knüpfen.
Unter 18-jährige müssen eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung vorlegen. Eine allgemeine Belastbarkeit, robuste Gesundheit und Bock auf “draußen arbeiten” ist außerdem nice to have.
Die Möglichkeiten nach der Ausbildung sind schier unendlich. Hast du Bock, Verantwortung zu übernehmen? Dann ist der Ausbilderschein zu empfehlen. Damit wirst du zum Mentor für den Nachwuchs und gibst dein Fachwissen direkt im Betrieb weiter.
Wer richtig hoch hinaus will, setzt den Agrarservicemeister oder Landwirtschaftsmeister obendrauf. Mit einer Meisterausbildung wirst du über drei Jahre fit für die Führungsebene gemacht. Oder liebst du es eher theoretisch, vielleicht mehr Planung und Betriebswirtschaft? Dann ist die Weiterbildung zum Agrarbetriebswirt oder Techniker genau dein Ding. Mit diesen Weiterbildungen lernst du, wie man Betriebe effizient leitet und Prozesse optimiert.
Und für alle, die Uni-Luft schnuppern wollen, ist ein Studium in Agrarmanagement oder Landschaftsökologie der Türöffner in Forschung, Industrie oder Management. Egal für welchen Weg du dich entscheidest, mit Weiterbildungen bleibst du am Puls der Zeit!
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
Der Job als Fachkraft Agrarservice ist Nachhaltigkeit in Action – und zwar auf drei Ebenen: technisch, ökologisch und ökonomisch.
Du bist kein „Gießkannen-Bauer“. Durch den Einsatz von GPS-gesteuerten Maschinen und Sensoren bringst du Dünger und Pflanzenschutzmittel zentimetergenau aus. Das bedeutet, “nur so viel wie nötig, so wenig wie möglich”. Das schützt das Grundwasser und schont den Geldbeutel des Betriebes.
Wer denkt, dass der Job auf dem Acker nur einfache Eintönigkeit zu bieten hat, der hat sich getäuscht. Auch in der Agrarwirtschaft sind KI und Digitalisierung nicht aufzuhalten. Mit Agrarrobotern kann man z. B. gezielt Saatgut, Pflanzenschutzmittel oder Dünger ausbringen.
Weiterhin hat die Drohnentechnik die Arbeit auf dem Feld revolutioniert. Sie kann zum Beispiel den Nährstoff- und Feuchtigkeitsgehalt von Feldfrüchten überwachen, Krankheiten und Schädlingsbefall besser erkennen und vor allem Tiere, wie Rehkitze während Mahd Arbeiten schützen.
Ganze Farm-Management-Systeme sind in der Lage z.B. Daten zu Wetter, Temperatur, Feuchtigkeit und Windrichtung auf Feldern digital zu erfassen und auszuwerten. Mithilfe vernetzter Systeme ist es somit möglich, landwirtschaftliche Aktivitäten wie Bodenbearbeitung, Pflanzung, Pflanzenschutz, Düngung, Bewässerung und Ernte zu überwachen.
Schon mal was von Smart Spraying in der Landwirtschaft gehört? Nein, es werden keine Felder mit Graffiti versehen. Smart Spraying ist eine moderne Technik, um etwa Pflanzenschutzmittel in der erforderlichen Menge und Mischung zielgerichtet auszubringen. Während früher noch mit echter Muskelkraft gehakt wurde, geht Unkrautvernichtung dank Smart Spraying heute deutlich leichter, schneller und insgesamt effektiver.
Auf jeden Fall! Fachkräfte Agrarservice sind die gefragten High-Tech-Profis der grünen Branche und haben quasi eine Jobgarantie. Aber das Beste – es ist ein Beruf, den man aus Überzeugung macht. Wer die Freiheit auf dem Feld liebt und stolz darauf ist, die Basis für unser aller Essen zu schaffen, findet hier nicht nur einen sicheren Job, sondern eine echte Erfüllung.
Wie in jedem Beruf hängt der Verdienst von einigen Faktoren sowie dem eigenen Verhandlungsgeschick ab. In großen Agrarunternehmen ist davon auszugehen, dass der Lohn höher ist, als in kleinen landwirtschaftlichen Betrieben. Kommt man an einen Job in einer Forschungseinrichtung könnte der Verdienst noch lukrativer sein.