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BioökonomieBioökonomie

Biologiemodellmacher:in

Biologiemodellmacher:innen stellen maßstabsgetreue Abbildungen von menschlichen Skeletten und Organen oder medizinische Übungsphantome für den Unterricht, das Studium oder die Ausbildung her.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Anforderung

Arbeitsumgebung

Skills

BeobachtungsgabeDurchhaltevermögenGewissenhafte ArbeitsweiseKreativitätOrganisationstalentPräsentationsstärkeQualitätsbewusstseinSelbstständiges ArbeitenSorgfaltTechnisches Verständnis

Gehalt

Ø 31.332 €/Jahr, 2.611 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 06/2025)
Teller

Erinnerst du dich noch an die unvollständige menschliche Puppe aus dem Bio-Unterricht, bei der alle Organe einfach herausgenommen werden konnten? Sie erfüllte eine wichtige Funktion: An ihr ließen sich einfach und anschaulich die Positionen der Organe im Körper erklären. Dabei waren die Organe detailgetreu und realitätsnah gestaltet – ein wahres Kunstwerk! Und genau das ist es auch: Hinter dieser Handwerkskunst steckt die Arbeit von Biologiemodellmacher:innen. 

Mithilfe von Maschinen fertigen Biologiemodellmacher:innen diverse Modelle für den Schulgebrauch oder Medizinstudium an. So können sich Schüler:innen und Student:innen stets ein anschauliches Bild vom Aufbau des menschlichen, tierischen oder pflanzlichen Körpers machen. Dabei fließt viel Liebe zum Detail in jedes Modell. 

Wenn du also in deinem zukünftigen Job sowohl handwerklich als auch künstlerisch tätig sein möchtest, ist diese Ausbildung genau das Richtige für dich. 

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Luna
Hab neulich so ne Reanimationspuppe gesehen. Schon verrückt, wie echt die aussieht 😅
Haha, kann sein, dass die von mir ist! Ich mach so Modelle für Medizin und Biologie.
Luna
Echt jetzt? Du baust die Dinger?
Jep! Für Unterricht oder Uni. Ich zeichne, bastle und forme alles – vom Herz bis zum Frosch.
Luna
Das klingt ja voll cool!
Ist es auch! Kunst und Wissenschaft einfach kombiniert, hehe.

Voraussetzungen

Um die Ausbildung als Biologiemodellmacher:in beginnen zu können, ist gesetzlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Du könntest dich also theoretisch auch mit einem Hauptschulabschluss bewerben. 

Außerdem solltest du gute Grundkenntnisse in Biologie, Mathe und Kunst mitbringen. Da du praktisch arbeiten und mit technischen Geräten werkeln wirst, solltest du darin ziemlich geschickt sein. Für stabile und funktionierende Ergebnisse sind eine sorgfältige Arbeitsweise und präzise Beobachtung unerlässlich. 


Was man im Job macht

Herstellen von Modellen für den Biologieunterricht, das Medizinstudium, die Krankenpflegeausbildung, für Arztpraxen 

Vorlagen und Zeichnungen anfertigen 

Bedienen von Kunststoffbe- und verarbeitungsmaschinen 

Gießformen herstellen 

Modelle bearbeiten – entgraten (Splitter entfernen), glätten, retuschieren, bemalen 

Einzelteile montieren 

Qualität überprüfen 


Ein typischer Arbeitstag

08:00 Uhr
In der Werkstatt angekommen, besprichst du kurz mit deinen Kolleg:innen, was heute ansteht. Dann verschaffst du dir einen Überblick über die neuen Aufträge.
08:30 Uhr
Da du gestern noch ein Modell fertiggestellt hast, kannst du heute mit einem neuen Auftrag beginnen. Dafür recherchierst du erstmal ausgiebig, um zu wissen, wie das Modell aufgebaut ist. Danach setzt du dich an die Skizze und erstellst ggf. sogar 3D – Vorlagen am Computer. 
10:00 Uhr
Bevor es an die Detailarbeit gehen kann, gießt oder formst du erstmal die Modellbasis. Dafür nutzt du je nach Modell Ton, Wachs oder Schaumstoff.
12:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Es ist Zeit für die Feinarbeit: du glättest die Form, dann bemalst du die einzelnen Elemente realitätsgetreu. Besteht das Modell aus mehreren Teilen oder müssen z.B. Gelenke eingebaut werden, schnappst du dir das notwendige Werkzeug und baust die verschiedenen Teile zusammen.
17:00 Uhr
Feierabend

Perspektiven & Weiterbildung

Um deine Karrierechancen weiter zu verbessern, kannst du eine weitere Ausbildung dranhängen. Dabei gibt es entweder die Möglichkeit, dich als technische Assistent:in ausbilden zu lassen oder, falls du das (Fach-)Abi hast, für ein Studium an die Uni gehen. Dort gibt es mehrere Studiengänge, in denen du mit dem Wissen aus deiner Ausbildung gute Voraussetzungen mitbringst. Also – wie wär’s mit Produkt – & IndustriedesignOrthopädie – & Rehatechnik, Medizinische Technik oder Biomechanik?  


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

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Nachhaltigkeit & Zukunft

Modelle von Menschen, Tieren und Pflanzen sind viel mehr als nur Deko. Sie helfen in der Ausbildung oder im Studium, ein klares Bild der Anatomie der Menschen und Tiere und des Aufbaus der Pflanzen zu bekommen. Die Modelle sind handgemacht, halten ewig und verbrauchen in ihrer Anwendung null Strom oder Ressourcen.

In der Produktion macht der 3D – Druck vieles schneller, präziser und ressourcenschonender. Daneben bleibt die Manufaktur allerdings dein way to go.

Das Berufsfeld ist zwar klein, dafür aber konstant gefragt. Außerdem kann man sich durch Weiterbildung die Berufsaussichten nochmal aufbessern oder sich mit einer eigenen Werkstatt sogar selbstständig machen.

Nachhaltigkeit

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