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BioökonomieBioökonomie

Agrarwissenschaft­ler:in

Als Agrarwissenschaftler:in optimierst du die landwirtschaftliche Produktion hinsichtlich Produktivität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsdauer

3 Jahre (2 Jahre Master)

Anforderung

Skills

Analytisches DenkenDienstleistungsorientiertKundenorientiertOrganisationstalentUnternehmerisches DenkenVerantwortungsbewusst

Gehalt

Ø 61.000 €/Jahr, 5.083 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 04/2025)
Teller

Bis aus den winzigen Samen knackige Paprika, saftige Zucchini oder süße Erdbeeren werden, braucht es ein wenig Hilfe von kundigen Personen. Welchen Boden, welchen Dünger und wie viel Wasser vertragen sie, um prächtig zu wachsen? Wie wird überhaupt richtig angebaut, so dass keine Insekten oder die Umwelt geschädigt werden? Ob unmittelbar in der Produktion oder mittelbar durch deine Expertise – als Agrarwissenschaftler:in wirkst du maßgeblich auf erfolgreiche und nachhaltige Ernten hin. Du unterstützt Kund:innen beim Aufbau ihres Betriebes oder entwickelst neue Methoden. Die Berufsaussichten sind top und die Branche freut sich über jede helfende Hand und kluge Köpfchen!

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Mira
Hab deine Story mit den Erdbeeren gesehen – das sah ja voll schön aus😍
Haha, ja! Ich arbeite auf nem Biohof. 🌱
Mira
Echt? Was machst du da genau? Außer Erdbeer-Storys 🍓😅
Ich kümmere mich um den Anbau von Obst und Gemüse 💚 alles ökologisch, ohne Chemie.
Mira
Klingt total schön irgendwie.
Ist es auch. Man sieht direkt, was man geschaffen hat – und die Produkte landen dann im Supermarkt. 😊 

Voraussetzungen

Der Weg hin zur Agrarwissenschaft läuft über ein 3-jähriges Studium. Dafür musst du erfolgreich die Schule mit der allgemeinen oder der fachgebundenen Hochschulreife abgeschlossen haben. Dabei hast du die Wahl zwischen einem Studium, das ausschließlich an der Universität stattfindet, und einem dualen Studium, wo du direkt im Betrieb mit anpacken kannst.

Für das Studium selbst solltest du ein Interesse für die Landwirtschaft mitbringen und verstehen wollen, wie die Prozesse dort ablaufen. Um alles verstehen zu können, ist es wichtig ein gewisses Grundverständnis für die Naturwissenschaften zu haben. Dein Stundenplan wird nämlich gut gefüllt sein mit Biologie, Physik, Chemie und Mathe. Wenn du später richtig in der Produktion und dem Anbau arbeiten willst, solltest du keine Scheu davor haben, viel Zeit in Ställen und auf dem Acker zu verbringen.


Was man im Job macht

Anbau & Ernte von Pflanzen 

Kontrolle und Pflege der Acker 

Pflege der Tiere und der Ställe 

Kontrolle von Höfen – Futtermittel, Hygiene, Lebensmittel und gesetzliche Vorschriften des Tier- und Umweltschutzes 

Beratung in Landwirtschaftskammern, Ämtern oder Unternehmen, die an der Produktion beteiligt sind (Futtermittelproduzenten, Biogasanlagen etc.) 

Produktmanagement, Präsentation auf Messen 

Wettbewerbsanalysen 

Reparatur der technischen Geräte und Maschinen 


Ein typischer Arbeitstag

09:00 Uhr
Kalender für den heutigen Tag checken, E-Mails lesen, Kundenanfragen durchschauen und Rückmeldungen schreiben.
10:00 Uhr
Außentermin bei einem landwirtschaftlichen Betrieb: Gespräch mit Kund:innen, Begutachtung von relevanten Bereichen und evtl. Erhebung von Bodenwerten, erste Beratung
12:30 Uhr
Mittagspause  
12:00 Uhr
Bearbeitung der Notizen, Werte und Absprachen, die du bei dem Besuch des Betriebs mitgenommen hast – Überlegung: Welche Dünger- und/oder Futtermittel sind für den Betrieb geeignet? Erstellung eines Angebots, Vertrag erstellen und an Kund:innen übermitteln.
16:00 Uhr
Bearbeitung und Vorbereitung weiterer Kund:innen-Anfragen, Planung der nächsten Außentermine und Erfassung im System.
17:00 Uhr
Feierabend

Perspektiven & Weiterbildung

Frisch aus der Uni kannst du direkt mit der Arbeit beginnen. Arbeitest du gerne mit Tieren? In der Tierhaltung- und Züchtung bist du jeden Tag bei ihnen und kümmerst dich um sie!

Zieht es dich aber nicht direkt in den Stall, kannst du dir auch eine Stelle im warmen Büro suchen, zum Beispiel in der Beratung oder Verwaltung. Dort stehst du dann weniger im Kontakt mit den Pflanzen und Tieren, sondern mit Kund:innen, die wissen wollen, wie sie am besten ihren (Hof-)Betrieb gründen und leiten, welche Vorschriften eingehalten werden müssen und welche Futtermittel verwendet werden dürfen.

Liegt dir aber mehr das Handwerk und würdest du gerne viel rumtüfteln, kannst du dich dem technischen Aspekt widmen – wie funktionieren die Maschinen in der Lebensmittelproduktion, wie kann man sie optimieren und klimafreundlicher gestalten?

Oder ist dir im Studium aufgefallen, dass du auch gerne deine Zeit damit verbringst, Texte zu schreiben? Auch das ist kein Problem. Als Agrarwissenschaftler oder Agrarwissenschaftlerin kannst du dich genauso gut dem Journalismus widmen und der Öffentlichkeit wichtige Themen aus der Agrarwissenschaft näherbringen.

Ansonsten kannst du noch den Weg in die Hochschullehre gehen – Masterstudium, Promotion, Habilitation und eines Tages als Prof. dein Wissen an die anstrebenden Studierenden weitergeben. Choose your way!


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

Nachhaltige Jobs in Mitteldeutschland? Das crazy!

Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!


Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Es ist kein Geheimnis, dass gerade in der Fleischindustrie immense Mengen an CO2 und Methan in die Luft (12-16% der globalen Emissionen) freigesetzt werden und dadurch den Klimawandel ganz schön vorantreiben. Gleichzeitig steigt die Zahl der Bevölkerung immer weiter an. Heißt: es wird mehr produziert. Deswegen braucht es in der Produktion dringend Maßnahmen, Konzepte und neue Technologien, um effizienter und klimafreundlicher zu produzieren und die schädlichen Einflüsse, so gut es geht, einzudämmen. Dein Engagement für ökologische Landwirtschaft kann vielfältig sein: vom eigenen Betrieb ohne schädliche Mittel bis zur Beratung anderer in Öko-Anbau, Tierwohl und innovativen Konzepten.

Drohnentechnik, Agrarroboter und digitale topografische Karten – der Beruf profitiert in Zukunft immer mehr von neuen klimafreundlichen Technologien, präziseren Anbaumethoden und smarten Konzepten, die durch die Digitalisierung ins Leben gerufen werden. Du arbeitest also vermehrt mit digitalen Tools, Datenanalysen, nachhaltigen Fütterungssystemen und innovativen Ansätzen wie Kreislaufwirtschaft und regenerativer Landwirtschaft. Für die Führung eines nachhaltigen Agrarbetriebs bist du bestens aufgestellt!

Ja, sehr. Gerade weil in der Produktion dringend Lösungen gebraucht werden, um effizienter und klimafreundlicher zu arbeiten, steigt der Bedarf an Fachkräften mit agrarwissenschaftlichem Know-how. Betriebe, Forschungseinrichtungen und Beratungsstellen suchen Menschen, die neue Konzepte entwickeln und bestehende Systeme verbessern können. Kurz: Du sitzt an einem der wichtigsten Hebel für eine nachhaltige Zukunft – und genau deshalb wird deine Expertise immer stärker nachgefragt.

Nachhaltigkeit

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