Typische Tätigkeit als Be­triebswirt:in – Umwe­ltö­ko­no­mie im Arbeitsalltag
BioökonomieBioökonomie

Be­triebswirt:in – Umwe­ltö­ko­no­mie

Als Betriebswirt:in für Umweltökonomie setzt du dich mit intensiver Planung, Organisation, Steuerung und Überwachung von umweltökonomischen Konzepten für ein umweltverträgliches Unternehmen ein.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsdauer

3 Jahre (2 Jahre Master)

Skills

Belastbarkeit
Durchhaltevermögen
Durchsetzungsstärke
Technisches Verständnis
Umweltbewusstsein
Verantwortungsbewusst

Gehalt

Ø 54.888 €/Jahr, 4.574 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 08/2025)
Teller

Unternehmer:innen sind Expert:innen im Wirtschaften. Ziel ist es, so viel Profit wie möglich zu erzielen. Leider hängt am Klimaschutz häufig das Image, nur Kosten zu verursachen. Das Resultat: umweltverträgliches Handeln wird gerne mal hinten angestellt. Das geht anders! Als Betriebswirt:in für Umweltökonomie bringst du den positiven Impact ins Unternehmen und zeigst, dass viel mehr möglich ist. Klimaschutz und Profit können sehr wohl in Einklang gebracht werden. Manchmal erfordert das etwas mehr Aufwand – aufwendige Konzepte müssen erstellt, Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Langfristig gesehen lohnt es sich – sowohl für das Klima als auch für die Wirtschaft. Mit deinem Effort gestaltest du die Wirtschaft ein ganzes Stück grüner! 

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Rita
Du bist doch irgendwie zwischen Wirtschaft und Umweltschutz unterwegs, oder?
Genau! Ich bin Betriebswirtin für Umweltökonomie.
Rita
Und was heißt das konkret?
Ich such Wege, wie Unternehmen klimafreundlicher werden – ohne, dass es finanziell kracht.
Rita
Nachhaltigkeit rechnet sich also doch?
Wenn man’s richtig anpackt 😌 ABSOLUT! Das ist mein Ziel 🌱

Voraussetzungen

Möchtest du Betriebswirt oder Betriebswirtin für Umweltökonomie werden, musst du ein Studium an der Uni oder Fachhochschule absolvieren. Einen Studiengang mit dem Titel “Umweltökonomie” wirst du eher nicht finden. Stattdessen führt dich das Studium im Fach “Energie- und Ressourcenmanagement” oder “Nachhaltigkeitsmanagement” zum Beruf.  

Um an der Hochschule angenommen zu werden, brauchst du das (Fach-)Abitur. Abseits davon solltest du natürlich ein gewisses Interesse für Umweltschutz mitbringen. Was deine Fähigkeiten betrifft, sind technisches Verständnis und Mathekenntnisse ganz wichtig. Du solltest gut im Team arbeiten können, stressresistent sein und Durchsetzungskraft besitzen. 


Was man im Job macht

Umweltverträgliche Konzepte planen, steuern und überwachen 

Analysen erstellen 

Umsetzungsprozesse organisieren 

Projekte durchführen 

Erfolg der Maßnahmen kontrollieren 

Energiekosten- und innerbetriebliche Umweltschutzmaßnahmen analysieren 

neue Technologien, Verfahren, Materialien und Arbeitsabläufe prüfen 


Ein typischer Arbeitstag

08:00 Uhr
Im Büro angekommen, checkst du als erstes deine E-Mails und machst dich mit den allgemeinen News des Tages vertraut. 
09:00 Uhr
Team-Meeting mit deinen Kolleg:innen. Ihr besprecht die laufenden Projekte und tauscht euch über neue Optimierungsideen aus.
10:00 Uhr
Für das laufende Projekt recherchierst du, ob es neue Umweltauflagen gibt und analysierst bereits vorhandene Daten zum Ressourcenverbrauch und dem daraus folgenden Abfall.
11:00 Uhr
Du erstellst ein neues Konzept – wie kann dein Unternehmen den Abfall reduzieren? Könnt ihr vielleicht auf natürlich abbaubare Rohstoffe setzen?
12:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Du erstellst Zeitpläne, verteilst Aufgaben und prüfst, welche Möglichkeiten zur Optimierung verfügbar sind.
16:00 Uhr
Noch ein kurzes Teammeeting, in dem ihr eure Erkenntnisse und Fortschritte besprecht. 
17:00 Uhr
Feierabend

Perspektiven & Weiterbildung

Neben Anpassungsweiterbildungen, an denen du vor allem im Bereich Umweltschutz- und Management regelmäßig teilnehmen kannst, gibt es noch weitere Wege, die deine Aufstiegschancen pushen. 

Schritt 1: Das Masterstudium. Mit diesem weiterführenden Studium vertiefst und erweiterst du dein Wissen. Dabei kannst du entweder dem Energie- und Ressourcenmanagement bzw. Nachhaltigkeitsmanagement treu bleiben oder aber einen BWL-Master wählen.  

Willst du noch weiter aufsteigen? Dann folgen Schritt 2 und 3: Promotion (Dr.) und Habilitation (Prof.). Alles kein Muss, aber deine Möglichkeit, um in die Forschung einzusteigen und an der Uni die Lehre zu übernehmen! 


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Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Wie können die Ressourcen eines Unternehmens effizienter genutzt, Emissionen reduziert und soziale Standards verbessert werden? Das sind Fragen, die du als Betriebswirt:in für Umweltökonomie stellst und nach Antworten suchst. Alles unter dem Motto: umweltverträglich aka. nachhaltig wirtschaften.

Bei der Entwicklung neuer Strategien steht dir nicht nur dein Team zur Seite. Auch die Künstliche Intelligenz und andere smarte Technologien spielen eine große Rolle und supporten dich bei deiner Arbeit. “Connected Buildings” und das “Demand-Side-Management“ helfen, den Energieverbrauch einzuschätzen und einzudämmen. Mit einem digitalen Wertstoff- und Abfallmanagement werden Recycling- und Entsorgungsprozesse einfacher und effizienter gestaltet.

Da die Klimaerwärmung auch in den nächsten Jahren ihre Kraft und Relevanz präsentieren wird, braucht es in Zukunft jede Kraft, die sich für mehr Klimaschutz einsetzt!

Geprüft von
Geprüft von Ramona
Veröffentlicht (Aktualisiert: 08.12.2025 17:14 Uhr)

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