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Bestattungsfach­kraft

Bestattungsfachkräfte kümmern sich um alles rundum eine Beerdigung – von der Organisation bis zur Betreuung der Angehörigen. Sie verbinden dabei praktische Aufgaben mit viel Feingefühl und Menschlichkeit.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Anforderung

Skills

AnpassungsfähigkeitAufmerksamkeitEmpathieFreundlichkeitKommunikationsstärkeKontaktfreudigkeitKooperationsfähigkeitMenschenkenntnisOrganisationstalentZuverlässigkeit

Gehalt

Ø 34.570 €/Jahr, 2.881 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 06/2025)
Teller

Der Beruf der Bestattungsfachkraft ist vielseitiger und spannender als gedacht. Du begleitest Menschen in einer sehr emotionalen Lebensphase und sorgst dafür, dass das Abschiednehmen in einem würdigen Rahmen passiert. Dabei bist du nicht nur für organisatorische Aufgaben, wie die Planung von Trauerfeiern oder Behördengänge zuständig, sondern auch handwerklich und beratend. Einfühlungsvermögen, Respekt und Verantwortungsbewusstsein sind in diesem Job besonders wichtig. Gleichzeitig arbeitest du eng mit Friedhöfen und anderen Dienstleistern zusammen. Moderne Bestattungsformen, Nachhaltigkeit und digitale Tools spielen in der Branche eine immer größere Rolle. Wenn du also eine sinnvolle Aufgabe mit echten menschlichen Momenten suchst, bist du hier genau richtig. Bestattungsfachkraft ist mehr als nur ein Job! Hier ist dein Soft Skill Game gefragt, denn du bist die wichtigste Stütze, wenn das Leben richtig hart wird.

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Lina
Hey, du hattest doch neulich nen neuen Job angefangen… wie läuft’s?
Echt gut! Ich arbeite als Bestattungsfachkraft.
Lina
Oh wow, das klingt erstmal krass. Was machst du da genau?
Viel mehr als man denkt. Ich organisiere Beerdigungen, begleite Familien und kümmere mich darum, dass sie einen schönen Abschied haben können.
Lina
Das klingt intensiv, aber auch irgendwie… schön und wichtig?
Total. Also es ist auf jeden Fall auch emotional… aber du kannst Menschen in einer harten Zeit gut unterstützen – und man kann sogar nachhaltige Bestattungen planen 💚

Voraussetzungen

Für die Aufnahme in einer Ausbildungsstätte musst du erstmal einen Haupt – oder Realschulabschluss oder das (Fach-)Abitur vorweisen. Eine weitere Aufnahmevoraussetzung ist häufig die Vorlage eines “sauberen” Führungszeugnisses und eine ärztliche Bescheinigung über deine gesundheitliche (und geistige) Eignung.

Ein wichtiger Hinweis: Aufgrund hygienerechtlicher Bestimmungen ist es in einigen Städten untersagt, die Tätigkeit als Bestattungsfachkraft gleichzeitig mit Berufen wie Hebamme/Entbindungspfleger, Masseur:in, oder in Küchenbetrieben, dem Nahrungsmittel- oder Friseurgewerbe auszuüben.

Was deine persönlichen Eigenschaften angeht, ist vor allem wichtig, dass du einfühlsam, respektvoll und mit Feingefühl mit den Angehörigen und deren Trauer umgehst. Auch solltest du in der Lage sein, dich nicht selbst von der Trauer einnehmen zu lassen – du solltest also eine gewisse psychische Stabilität haben.

In der Vorbereitung der Urnen, Särge und Grabstätten solltest du außerdem etwas handwerkliches Geschick mitbringen. Du bist in dem Job der Main Character in einem sehr sensiblen Moment. Deshalb solltest du immer super sorgfältig und mit vollem Verantwortungsbewusstsein am Start sein.


Was man im Job macht

Beratung und Begleitung von Angehörigen: zu Bestattungsarten, Sargauswahl, Urnen, Grabsteinen, Fragen zur Finanzierung, Trauerfeierabläufe und Dekoration unter Berücksichtigung der Wünsche der/des Verstorbenen 

Organisation: Särge anpassen und ausstatten, Terminabsprachen mit Kirchen, Trauerhallen oder Krematorien, Blumenarrangements bestellen, Überführungen 

Fachgerechte Versorgung des Verstorbenen – Überführung zum Bestattungsinstitut, hygienische und kosmetische Versorgung, Einkleiden und Bettung im Sarg (Thanatopraxie) 

Rechtliche und administrative Tätigkeiten: Kontakt mit Standesämtern und Behörden, Beantragung von Sterbeurkunden und Versicherungsleistungen 

Umgang mit kulturellen und religiösen Besonderheiten: Berücksichtigung und Anpassung der Trauerfeiern an die individuellen Wünsche der Angehörigen 


Ein typischer Arbeitstag

09:00 Uhr
Teambesprechung zu anstehenden Terminen und Aufgaben, Telefonate führen und E-Mails checken
10:00 Uhr
Fahrt zu einem Sterbeort, um den/die Verstorbene/-n pietätvoll zu überführen & ggf. erste Gespräche mit Angehörigen
11:30 Uhr
Versorgung des Verstorbenen: hygienische Versorgung, Waschung, Ankleiden, Herrichten des Sarges oder der Urne
13:00 Uhr
Mittagspause
13:30 Uhr
Beratungsgespräche mit Angehörigen: Wahl der Bestattungsart, des Sarges/der Urne, musikalische Gestaltung, Trauerredner und Terminplanung
15:00 Uhr
Administrative Aufgaben wie Einholen der Sterbeurkunden beim Standesamt, Abmeldung bei Renten- und Krankenkassen, Koordination mit Friedhofsverwaltung, Floristen, Trauerrednern
16:00 Uhr
Vorbereitung für eine Trauerfeier: Überprüfung der Räumlichkeiten, Herrichten von Dekoration, Kondolenzbüchern und technischen Geräten
16:30 Uhr
Endlich Feierabend, evtl. Vorbereitung für den nächsten Tag oder Übergabe an den Bereitschaftsdienst

Perspektiven & Weiterbildung

Mit deiner abgeschlossenen Ausbildung zur Bestattungsfachkraft stehst du in der Berufswelt schon mal gut da. Trotzdem gibt es natürlich Weiterbildungen, die dir noch weitere Berufswege – und Möglichkeiten eröffnen. Dazu zählen zum Beispiel folgende:

Thanatopraktiker:in

Kreamtionstechniker:in

Trauerbegleiter:in

Die Qualifizierung zur Bestattungsmeister:in ebnet dir den Weg für führende Positionen in Bestattungsunternehmen. Du bist damit bestens gerüstet, Verantwortung zu übernehmen und dein tiefgehendes Fachwissen an den Nachwuchs weiterzugeben. Außerdem gibt dir der Meister:innenbrief die Chance, auch ohne (Fach-)Abitur an der Uni ein Studium zu beginnen. Dort könntest du z.B. ein Studium der Betriebswirtschaftslehre oder im Dienstleistungsmanagement absolvieren, um noch mehr Wissen für die Unternehmensführung zu erlangen.

Möchtest du also eines Tages selbst ein Bestattungsinstitut leiten und gestalten, lohnt sich die Weiterbildung allemal!


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Nachhaltigkeit & Zukunft

Der ökologische Fußabdruck hört nicht beim Tod eines Menschen auf. Viele Menschen, die in ihrem Leben auf ihren Einfluss auf die Umwelt geachtet haben, möchten auch mit ihrem Tod so wenig Umweltbelastungen wie möglich schaffen.  

Immer mehr Bestattungsunternehmen legen Wert auf ökologische Aspekte (Nutzung von nachhaltigen Sarg- und Urnenmaterialien, umweltfreundliche Einbalsamierungsmittel, Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks bei der Durchführung von Bestattungen, Nutzung von Naturfriedhöfen).

Bisher gibt es die Wahl zwischen der Urnen – und der Sargbestattung. Dabei ist die Frage danach, welche die nachhaltigere Variante ist, noch nicht geklärt. Man kann allerdings bei beiden Methoden darauf achten, dass sie so nachhaltig wie möglich umgesetzt werden. Heißt: Feuerbestattung mit Biogas und Särge aus ökologischer und lokaler Herstellung. Dabei kann man auch gut und gerne auf die Verwendung umweltschädlicher Lacke verzichten. Bei den Griffen ist es ratsam, sich für die aus Holz oder Seilen zu entscheiden.  

Um genau dieses Ziel grünerer Bestattungen zu erreichen, haben sich außerdem einige Bestattungsunternehmen zusammengetan und das Netzwerk “Grüne Linie” gegründet. Damit gibt es also eine große Initiative und gute Aussichten für mehr Nachhaltigkeit in Bestattungsinstituten.  

In Zukunft wird es immer mehr digitale Angebote geben für Erstberatungen, Informationsbereitstellung und die Planung von Bestattungen. Jedoch wird der persönliche Kontakt immer zentral bleiben, denn die Digitalisierung wird den Beruf ergänzen, nicht ersetzen.

Angesichts der zunehmend vielfältigen Gesellschaft sollten sich Bestattungsfachkräfte mit einer breiten Palette an Traditionen und dem Umgang mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Bestattungsritualen auskennen.

Ja, safe! Das ist ein Job fürs Leben. Der Tod ist halt der unvermeidliche Endgegner im Life-Cycle. Bedeutet: Solange es uns gibt, hast du eine 1A-Job-Garantie und dein Beruf stirbt niemals aus!

Mit seiner Anpassungsfähigkeit und dem konstanten Bedarf ist der Beruf also unverzichtbar in der Gesellschaft. Er wird sich weiterentwickeln, um den veränderten Bedürfnissen gerecht zu werden, aber die Kernaufgaben bleiben bestehen.

Nachhaltigkeit

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