Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Dresden, Sachsen
Wie kann Landwirtschaft besser, klüger und nachhaltiger funktionieren? Das ist das Roman Empire für Agrarbiolog:innen. Um die Frage zu beantworten, bist du als Agrarbiologe oder Agrarbiologin draußen unterwegs, nimmst Proben von Boden, Wasser und Pflanzen und sprichst mit Landwirt:innen. Drinnen im Labor werden die Proben untersucht, die Daten ausgewertet und aus den Ergebnissen neue Lösungen für Pflanzenwachstum, Tierzucht und Umweltschutz entwickelt. Dabei arbeitest du mit digitalen Tools und modernen Technologien, um die ökologischen Zusammenhänge besser zu verstehen. Fakt ist, dass kein Tag wie der andere ist. Egal ob du später in der Forschung, bei Umweltorganisationen oder Umweltämtern arbeitest, du kannst mit deinem Job wirklich was bewegen.
Voraussetzung Nummer 1 für den Job als Agrarbiolog:in ist ein abgeschlossenes Studium in der Agrarbiologie. Für das Studium benötigst du (Fach)Abitur. Um in dem Beruf als Agrarbiolog:in richtig durchstarten zu können, brauchst du ganz klar – Interesse an Biologie. Außerdem sind ein grüner Daumen und Begeisterung für Tiere und Pflanzen jeglicher Art ein Muss. Dein Arbeitsplatz wechselt zwischen Labor und Versuchsfeld oder Tierstall. Daher musst du sowohl ein Gespür für Technik, ein gutes Auge und eine ruhige Hand für Arbeiten im Labor mitbringen, als auch ein organisatorisches Talent, um die Versuche auf freiem Feld gut strukturieren zu können.
Als Agrarbiolog:in stehen dir viele Karrieremöglichkeiten offen. Erstmal kannst du dein fachliches Know-How mit Anpassungsweiterbildungen auf dem neuesten Stand halten. Mögliche Themenbereiche sind dabei: Biotechnologie, Landwirtschaft, Forschung oder Umwelt- und Naturschutz. Wichtige Trends, mit denen du dich auf jeden Fall beschäftigen solltest, sind die Digitalisierung der Landwirtschaft und die Entwicklung von Biokunststoffen.
Außerdem gibt es auch die Option noch einen Master in einem anderen Studienfach zu machen. Zum Beispiel in der Agrarwissenschaft, Bioökonomie oder Landschaftsökologie. Alles spannende Fächer, die dein Wissen als Agrarbiolog:in noch weiter ausweiten. Ein bisschen außergewöhnlich, aber auch möglich, ist ein Master in Fischereiwesen und Aquakultur.
Oder du hast richtig Bock auf Forschung, dann bietet sich eine Promotion in Agrarbiologie an. Als Doktor:in kannst du an Forschungsinstituten und Universitäten deine eigenen Forschungen durchführen. Vielleicht willst du auch den Nachwuchs schulen und selbst als Professor:in an der Uni arbeiten. Dann ist eine Habilitation der richtige Weg für dich.
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Der Job als Agrarbiolog:in ist super nachhaltig, weil er sich mit dem schonenden Umgang von Böden, Pflanzen und natürlichen Ressourcen beschäftigt. Ziel ist es, die Landwirtschaft so zu gestalten, dass sie umweltfreundlich ist und trotzdem genug Lebensmittel für alle produziert. In Zukunft wird dieser Beruf immer wichtiger, denn durch Klimawandel, Wetterextreme und knapper werdende Anbauflächen braucht es neue Ideen für den Pflanzenbau.
Ein wichtiger Bereich ist dabei die Digitalisierung: Daten aus dem Feld, etwa zur Bodenfeuchtigkeit oder zum Pflanzenwachstum, helfen, den Einsatz von Wasser, Dünger und Pflanzenschutz gezielter zu planen. So entsteht die sogenannte Präzisionslandwirtschaft. Eine besonders effiziente und umweltschonende Form des Anbaus. Auch Urban Farming also Gemüseanbau in Städten, wird immer beliebter und benötigt agrarbiologisches Know-How.
Ja, der Beruf entwickelt sich zunehmend in Richtung Technik und Nachhaltigkeit. Fachkräfte, die sich für Agrarbiologie interessieren, haben gute Chancen auf einen zukunftssicheren Job, der zur Lösung ökologischer Herausforderungen beiträgt und neue Wege in der Landwirtschaft mitgestaltet.