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Agrarmanager:in

Agrarmanager:innen übernehmen häufig die Leitung von (Groß-)Betrieben in der Landwirtschaft. Sie sind vor allem für die Organisation und Koordinierung von landwirtschaftlichen Prozessen, Finanzverwaltung, Erstellen von PR-Konzepten sowie für die Kundenberatung zuständig.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsdauer

4 Jahre (1-2 Jahre Master)

Anforderung

Skills

Analytisches DenkenBelastbarkeitKommunikationsstärkeOrganisationstalentSelbstständiges ArbeitenSorgfaltTeamfähigkeitUmweltbewusstseinVerantwortungsbewusstZuverlässigkeit

Gehalt

Ø 53.664 €/Jahr, 4.472 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 07/2025)
Teller

Erst werden die Samen ausgesät, dann wird ordentlich bewässert und gedüngt, bis die Halme, Wurzeln und Blätter wachsen und gedeihen. Am Ende steht eine Ernte, aus der Kund:innen frische, gesunde Gerichte zaubern können. Landwirtschaft bedeutet viel mehr als nur Traktorfahren und Bewässern: es geht um die großflächige Produktion von Nahrungsmitteln und die Haltung von Tieren – mit Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt. Noch immer kommen in der konventionellen Landwirtschaft Pestizide und mit Antibiotika behandelte Futtermittel zum Einsatz. Als Agrarmanager:in kannst du genau hier ansetzen und einen nachhaltigen, zukunftsorientierten Wandel mitgestalten. Mit deinen umfassenden Kenntnissen kannst du praktisch an jeder Stelle des landwirtschaftlichen Betriebs andocken und deine Expertise einbringen. Ob auf dem Feld, im Büro oder im Kontakt mit Mitarbeiter:innen und Kund:innen – du gestaltest die Landwirtschaft von morgen.

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Wilma
Du erzählst immer von deinem guten Impact im Job – was machst du eigentlich genau?
Ich leite einen nachhaltigen Agrarbetrieb.
Wilma
Also Landwirtschaft?
Ja, aber richtig modern: wir nutzen Daten, Drohnen und nachhaltige Konzepte, um effizienter und klimafreundlicher zu produzieren.
Wilma
Klingt echt cool und nach nem guten Job. 🙂
Voll! Landwirtschaft ist inzwischen richtig Hightech – und ohne könnten wir nicht leben. 🌾

Voraussetzungen

Agrarmanager:in kannst du werden, wenn du erfolgreich ein Studium in einer dieser Fachrichtungen abgeschlossen hast: Agribusiness, Food- und Agribusiness Management oder Land- und Ernährungswirtschaft.  

Um in einem dieser Studiengänge angenommen zu werden, brauchst du (Fach-)Abitur. Möchtest du schon von Anfang an praktische Erfahrung sammeln, kannst du Agrarmanagement genauso gut dual studieren. Ein duales Studium verknüpft die praktische Ausbildung im Unternehmen mit dem theoretischen Studium an der Hochschule. Dafür suchst du dir ein passendes Unternehmen, mit dem du einen dualen Studienvertrag (bzw. Ausbildungs- oder Werkstudentenvertrag) abschließt. Darin sind Dinge wie Vergütung, Urlaub usw. geregelt.  

Damit du dich im Studium auch wohlfühlst, solltest du gewisse Eigenschaften und Interessen mitbringen. Hauptsächlich wird dir die Umwelt am Herzen liegen und du bist höchst motiviert, zu einer grüneren Zukunft beizutragen. Gute Kenntnisse in den Naturwissenschaften (Bio, Physik, Chemie, Geografie) sind ein Must-Have. Auch in Mathe solltest du fit sein.  

Was noch? Bei deiner Arbeit werden Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, sorgfältiges Arbeiten, Kommunikationsfähigkeit, Belastbarkeit, selbstständiges Arbeiten und Teamfähigkeit besonders gefragt sein. 


Was man im Job macht

Planung, Organisation und Koordinierung von landwirtschaftlichen Prozessen

Konzepte für Werbung und PR erstellen

Pressemitteilungen erstellen

Finanzverwaltung

Maschinen bestellen/mieten

Erntemitarbeiter:innen bereitstellen und koordinieren

Kundenberatung

Agrarpolitische Analysen und Gutachten erstellen

Konzepte zur nachhaltigen und umweltschonenden Landwirtschaft entwickeln


Ein typischer Arbeitstag

06:30 Uhr
Der Tag beginnt oft früh, um sich einen Überblick zu verschaffen. Du machst einen schnellen Check der Felder oder des Viehs und besprichst mit deinem Team, welche dringenden Aufgaben anstehen. Das ist der Moment, um das “Tagesgeschehen” zu erfassen. 
07:30 Uhr
Ein kurzes Teammeeting steht an. Ihr sprecht euch miteinander ab und klärt, wer welche Aufgaben übernimmt.
08:00 Uhr
Im Büro liegt der Fokus auf dem strategischen Teil. Du analysierst die Daten aus den Feldsensoren und Drohnen, prüfst Marktpreise für Getreide oder Futtermittel und planst die Produktion für die nächsten Tage oder Wochen.
12:00 Uhr
Mittagspause in der betriebseigenen Küche. Was gibt´s denn heute Leckeres?
13:00 Uhr
Der Nachmittag ist oft für Termine und Projekte reserviert. Du triffst dich mit Lieferanten für Saatgut oder Maschinen, besuchst deine Felder für eine Qualitätskontrolle oder arbeitest an der Optimierung von Bewässerungssystemen. Hier setzt du die Pläne vom Vormittag in die Tat um.
15:00 Uhr
Letzter Check für heute, d. h. E-Mails beantworten und den nächsten Tag grob vorplanen.
17:00 Uhr
Der Feierabend variiert stark je nach Saison – in der Erntezeit kann der Tag deutlich länger sein. Aber jetzt geht’s wirklich erstmal nach Hause!

Perspektiven & Weiterbildung

Nach dem erfolgreichen Abschluss deines Agrarmanagementstudiums hast du dein Bachelorzeugnis in der Hand – und damit den Grundstein für deine Karriere gelegt. Grundsätzlich bist du damit gut gerüstet, um in die Berufswelt einzusteigen. Möchtest du dich noch weiter spezialisieren, stehen dir verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Masterstudiengänge wie zum Beispiel Agrarwissenschaft, Fischereiwesen/Aquakultur, Pferdewissenschaft, Weinbau/ Önologie oder Ingenieurwissenschaften helfen dir, dich zu spezialisieren und weitere Skills zu erlernen. Auch Umweltprojekte oder die Lebensmittelwirtschaft können dein Ziel sein. Ob du tiefer ins Fach einsteigst, später ein Team oder einen ganzen Betrieb leitest oder in einem nachhaltigen Zukunftsprojekt arbeitest – du entscheidest, wo’s langgeht. Die Agrarbranche bietet dir Raum, etwas zu bewegen.


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

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Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Der landwirtschaftliche Sektor trägt ordentlich zu den Treibhausgasemissionen Deutschlands bei. Im Jahr 2024 wurden 53,4 Millionen Tonnen an Treibhausgasen in die Atmosphäre freigesetzt – das sind 8,2% der Gesamtemissionen des ganzen Jahres und macht den Agrarsektor zu einem der fünf größten Verursacher! Heißt: Klimaschutz ist gefragt, die Emissionen müssen runter.

Mit dem Bundes-Klimaschutzgesetz wurde schon mal eine Obergrenze gesetzt. Trotzdem braucht es noch Menschen, die sich auch für die Einhaltung dieser Grenze einsetzen. Da kommen die Agrarmanager:innen ins Spiel. Im Studium lernst du jeden Bereich eines landwirtschaftlichen Betriebs kennen, sodass du in der Praxis an jeder Stelle anknüpfen kannst. Du weißt, welche Dünge- und Futtermittel umweltschonend sind, welche Maschinen am effizientesten arbeiten und wie man den wirtschaftlichen Erfolg mit einer umwelt- wie auch tierfreundlichen Produktion in Einklang bringen kann. Dieses Wissen gibst du weiter – an Mitarbeitende, an Partnerbetriebe, an zukünftige Generationen.

Neue Technologien, Digitalisierung und Smart Farming verändern den Beruf komplett.
Daten zeigen heute, wann Pflanzen Wasser brauchen, Drohnen checken den Zustand der Felder, Sensoren messen den Boden – und Entscheidungen werden auf Basis dieser Infos getroffen. Agrarmanagement ist dadurch viel strategischer, nachhaltiger und digitaler geworden. Statt nur mit Maschinen zu arbeiten, geht’s jetzt auch um Datenanalyse, Klimaschutz und Ressourceneffizienz.

Keine Frage: Agrarmanager:innen werden nicht nur gebraucht – sie sind entscheidend für die Zukunft einer nachhaltigen Landwirtschaft! Ohne sie würden unsere Felder wohl nur halb so viel Gemüse und Getreide bieten.

Es ist Zeit aktiv zu werden. Bist du bereit?

Nachhaltigkeit

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