Silicon Saxony e.V.
Dresden, Sachsen
Begriffe wie Stromstärke, Spannung und Widerstand lösen bei dir keine unangenehmen Erinnerungen an den Physikunterricht aus? Im Gegenteil: Du wolltest schon immer tiefer in das Thema Strom und Technik einsteigen und hast bereits eine Ausbildung im Bereich der Elektronik absolviert?
Dann ist die Weiterbildung als Elektrotechniker:in genau das Richtige für dich. Als Elektrotechniker oder Elektrotechnikerin, oder fachlich korrekt ausgedrückt – Techniker:in in der Fachrichtung Elektrotechnik – hast du je nach Schwerpunkt verschiedene Aufgabenbereiche. Generell bist du für die Entwicklung und Konstruktion von elektrotechnischen Geräten und Anlagen verantwortlich. Dein Arbeitsplatz ist dabei nicht nur auf der Baustelle, sondern auch im Büro in der Planung und Ausarbeitung von Projekten. Du kannst dich in der Weiterbildung zwischen mehreren Schwerpunkten entscheiden und am Ende praktisch in allen Branchen arbeiten, in denen es elektrische Anlagen gibt. Zum Beispiel in der Industrie, in der Elektroerzeugung- und Verteilung, oder im Maschinen- und Anlagenbau.
Die Techniker:innenausbildung ist eine Weiterbildung. Voraussetzung dafür ist eine abgeschlossene Ausbildung zum Beispiel als Elektroniker:in, Mechatroniker:in, oder Industriemechaniker:in. Zudem ist die Ausbildung als Techniker:in eine rein schulische Weiterbildung und wird nicht vergütet. Es besteht aber die Möglichkeit während der Weiterbildung in Teilzeit zu arbeiten. Für den Beruf benötigst du ein gutes Gespür für logisches Denken und technisches Arbeiten. Du solltest flexibel sein und Lust haben, dich täglich mit neuen Aufgaben und Problemen auseinanderzusetzen. Da du oft im Team arbeitest, ist es wichtig, dass du teamfähig bist und ein gutes Kommunikationstalent mitbringst.
Die Weiterbildung endet mit der staatlichen Technikerprüfung und entspricht nach dem DQR (Deutscher Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen) dem Niveau 6 und ähnelt damit einem Bachelorabschluss.
In der Weiterbildung als Elektrotechniker:in kannst du zwischen drei verschiedenen Schwerpunkten wählen. Bei der Automatisierungstechnik geht es um die Automatisierung von Prozessen, Maschinen und Anlagen mithilfe von Sensoren, die ohne menschliches Eingreifen funktionieren.
Der Schwerpunkt Energietechnik befasst sich mit der elektrischen Energieversorgung. Dazu werden Mess- und Prüfverfahren entwickelt, um die elektrische Energieversorgung, wie Photovoltaik-, Windenergie- oder Wasserkraftanlagen zu verbessern.
Der dritte Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik beschäftigt sich mit der Installation und Administration von Netzwerken. Darunter fallen das Gestalten von Datenbanken und das Entwickeln von Datenübertragungstechniken. Für alle Schwerpunkte gilt, dass du dich durch das Erlernen von Fachwissen und fachspezifischen Weiterbildungen weiter qualifizieren kannst.
Wenn du in dem Berufsfeld noch weiter aufsteigen möchtest und dein technisches Wissen mit dem kaufmännischen Bereich verbinden möchtest, könnte die berufsbegleitende Weiterbildung als technische:r Betriebswirt:in spannend für dich sein. Dabei lernst du betriebswirtschaftliche Prozesse kennen und wirst auch in den Bereichen des Personalmanagements und der Unternehmensführung unterrichtet. Diese Weiterbildung wird von der IHK angeboten und kann innerhalb von 1,5 Jahren abgeschlossen werden.
Durch die Ausbildung zum Elektrotechniker oder zur Elektrotechnikerin besteht auch die Möglichkeit deine Berufsaussichten mit einem Studium zu verbessern. Mögliche aufbauende Studiengänge sind:
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
Wer als Elektrotechniker:in arbeitet, muss sich keine Sorgen um die berufliche Zukunft machen. Kaum eine Branche ist so zukunftssicher wie das Arbeiten mit Strom und Technik. Technik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und nachhaltige Themen wie erneuerbare Energien spielen dabei eine zentrale Rolle. Egal ob Solar, Wind oder Wasser: Das Entwickeln neuer Energieversorgungssysteme ist eines der wichtigsten und innovativsten Felder der Elektrotechnik. Als Elektrotechniker:in gestaltest du aktiv eine nachhaltigere Zukunft mit.
Der Beruf entwickelt sich ständig weiter, vor allem durch den technischen Fortschritt. Künstliche Intelligenz und Automatisierung verändern die Arbeitsprozesse enorm. Elektrotechniker:innen lernen, KI-Systeme sinnvoll einzusetzen, um datengetriebene Systeme zu verbessern. Auch Industrie 4.0 zeigt, wohin die Reise geht: Alles ist vernetzt, Maschinen kommunizieren in Echtzeit und arbeiten gemeinsam. Außerdem spielt die Elektromobilität eine immer größere Rolle! Neue Stromnetze müssen entwickelt und geprüft werden, damit etwa selbstfahrende Autos sicher unterwegs sind.
Auf jeden Fall! Elektrotechniker:innen sind gefragter denn je. Mit dem zunehmenden Einsatz von Technik in allen Lebensbereichen wächst auch der Bedarf an Fachkräften, die diese Systeme verstehen und weiterentwickeln können. Themen wie Cybersecurity werden immer wichtiger – je digitaler die Welt, desto mehr Schutz brauchen Daten und Netzwerke. Unternehmen suchen daher gezielt nach qualifizierten Expert:innen, die sichere und smarte technische Lösungen schaffen können.