Vorschaumodus aktiv – Einige Funktionen sind zum Testen freigeschaltet. Mehr erfahren
Menü einklappen
Typische Tätigkeit als Hydrochemiker:in im Arbeitsalltag
BioökonomieBioökonomie
Grüne ChemieGrüne Chemie
KreislaufwirtschaftKreislaufwirtschaft
Nachhaltige Landwirtschaft
Regenerative Energie

Hydrochemiker:in

Als Hydrochemiker:in untersuchst du die chemische Zusammensetzung von Gewässern, analysierst Schadstoffe und sorgst mit deinen Messungen und Bewertungen dafür, dass unser Wasser sauber und sicher bleibt.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

2 Jahre (Master)

Anforderung

Gehalt

Ø 58.272 €/Jahr, 4.856 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 02/2026)
Teller

Am frühen Morgen kriegst du einen Anruf vom Umweltamt. In einem See sind plötzlich mehrere Fische verendet! Noch am selben Tag nimmst du vor Ort Wasserproben und analysierst die Proben im Labor. Du findest heraus, dass das Nährstoffvorkommen im See durch Düngemittel verschlechtert wurde.
So oder so ähnlich könnte ein Tag in deinem Job als Hydrochemiker:in aussehen. Du untersuchst Gewässer und findest heraus, was hinter Veränderungen steckt, damit Maßnahmen rechtzeitig ergriffen werden können und Umwelt und Trinkwasser geschützt werden.

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Sabrina
Eben deine Story gesehen… standest du da mit Gummistiefeln im Fluss?
Ja! Gehört zu meinem Job 😄 Ich bin Hydrochemikerin.
Sabrina
 Ui, klingt kompliziert. Was machst du da?
Ich untersuche Wasser. Also Flüsse, Seen oder Grundwasser. Wenn zum Beispiel irgendwo Schadstoffe drin sind, finde ich raus, woher sie kommen.
Sabrina
Also quasi Umwelt-Detektivin?
Ja, kann man so sagen! Am Ende sorge ich dafür, dass das Trinkwasser sauber aus dem Hahn kommt.

Voraussetzungen

Für den Job als Hydrochemiker:in brauchst du in der Regel ein Bachelorstudium – entweder klassisch in Chemie oder in einem verwandten Bereich wie Umwelt-, Geo- oder Ingenieurwissenschaften. Im anschließenden Masterstudium, kannst du dich durch Wahlpflichtmodule, zum Beispiel in Wasserchemie oder Gewässeranalytik, gezielt auf die Hydrochemie spezialisieren.

Je nach Hochschule kannst du auch über Studiengänge wie Hydro Science and EngineeringWasserwirtschaft oder Hydrologie einsteigen.

Neben der grauen Uni-Theorie und den klassischen Standard-Laborpraktika zählt in der späteren Berufspraxis vor allem der sichere Umgang mit modernen Analytik-Großgeräten und Qualitätsmanagement-Systemen. Es lohnt sich daher, frühzeitig den Blick über den Tellerrand des Hörsaals zu wagen. Freiwillige Praktika oder deine Bachelor- oder Masterarbeit bei Wasserversorgern, in Umweltämtern oder bei spezialisierten Industrieunternehmen bringen dir genau die Praxiserfahrung, die dich nach dem Studium auf dem Arbeitsmarkt abhebt.

Neben dem Studium zählen außerdem analytisches Denken, Präzision im Labor, Technikverständnis für moderne Messgeräte und echte Leidenschaft für den Gewässerschutz.


Was man im Job macht

Wasserproben nehmen und im Labor untersuchen

Schadstoffe messen

pH-Wert und andere Werte prüfen

Messergebnisse auswerten

Berichte schreiben

Grenzwerte kontrollieren

Messgeräte bedienen und warten

Ursachen für Verschmutzung finden

Maßnahmen zum Gewässerschutz vorschlagen


Ein typischer Arbeitstag

08:00 Uhr
Dein Arbeitstag beginnt mit Mails checken. Das Umweltamt hat gemeldet, dass nach starken Regenfällen erhöhte Nitratwerte in einem Fluss vermutet werden. Du bereitest alles für eine Prüfung vor Ort vor.
08:30 Uhr
Du fährst mit einer Kollegin zu drei festgelegten Messstellen entlang des Flusses. Dort messt ihr Temperatur, pH-Wert und Sauerstoffgehalt. Außerdem nehmt ihr Wasserproben für spätere Untersuchungen im Labor.
10:00 Uhr
Zurück am Arbeitsplatz bereitest du die Proben vor. Du filtrierst die Wasserproben und teilst sie für verschiedene Untersuchungen auf.
10:30 Uhr
Dann startet die eigentliche Laborarbeit. Du bestimmst den Nitrat- und Phosphorgehalt. Zusätzlich prüfst du auf Schwermetalle. Deine Messergebnisse erfasst du digital und vergleichst sie mit früheren Daten.
12:00 Uhr
Kurze Pause mit den Kolleg:innen in der Kantine.
12:30 Uhr
Nach der Pause vergleichst du die Werte mit den gesetzlichen Grenzwerten. Die Nitratwerte sind leicht erhöht, liegen aber noch im Toleranzbereich.
14:00 Uhr
Vermutlich liegt die Ursache bei Überschwemmungen. Um sicher zu gehen, überträgst du die Werte in ein Auswertungsprogramm und vergleichst die Werte mit früheren Starkregenereignissen.
15:00 Uhr
Abschließend schreibst du einen kurzen Bericht für das Umweltamt. Dafür fasst du die Ergebnisse zusammen und empfiehlst eine weitere Beobachtung der landwirtschaftlichen Flächen im Einzugsgebiet.
16:00 Uhr
Nach einem erfolgreichen Arbeitstag geht es für dich in den Feierabend.

Perspektiven & Weiterbildung

Als Hydrochemiker:in stehen dir ziemlich viele Türen offen. Du kannst zum Beispiel in Umwelt-, Trinkwasser- oder Abwasserlaboren arbeiten und dich dort auf bestimmte Schadstoffanalysen spezialisieren.

In Umweltfachämtern, Ingenieurbüros oder Umweltinstitutionen kannst du an größeren Projekten mitarbeiten und Gutachten erstellen oder später sogar selbst die Projektleitung übernehmen. Wenn du eher technisch unterwegs sein willst, bieten Unternehmen für Wasserbehandlung oder Altlastensanierung spannende Möglichkeiten, konkrete Lösungen für Umweltprobleme zu entwickeln.

In den Umweltabteilungen großer Industrieunternehmen kannst du im Bereich Umweltmanagement oder Nachhaltigkeit durchstarten und mit dafür sorgen, dass Unternehmen umweltfreundlicher und verantwortungsvoller handeln.


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

Nachhaltige Jobs in Mitteldeutschland? Das crazy!

Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!


Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Als Hydrochemiker:in sicherst du unsere Lebensgrundlage, denn sauberes Wasser ist eine der wertvollsten Ressourcen der Erde. Deine Aufgaben sind dabei so zukunftsorientiert wie vielfältig – von der modernen Trinkwasseraufbereitung über das Eliminieren von Medikamentenrückständen bis hin zum innovativen Phosphor-Recycling aus Abwasser. Deine Arbeit hat echten Umwelt-Impact. Nachhaltiger geht’s eigentlich kaum!

Der Beruf wird zunehmend technologiegetrieben. Innovative Verfahren wie UV-, Ozon- oder Photokatalyse-Technologien gehören ebenso zum modernen Standard wie mobile Analysegeräte für präzise Echtzeit-Messungen direkt vor Ort. Angetrieben wird diese Entwicklung von globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel, akuter Wasserknappheit und dem Auftreten neuartiger Schadstoffe.

Ja, und zwar langfristig. Sauberes Wasser wird durch Klimawandel und Umweltbelastungen immer mehr zur Herausforderung. Deshalb brauchen Behörden, Labore, Ingenieurbüros und Unternehmen Fachleute, die sich mit Wasserchemie auskennen. Kurz gesagt: Wer unser Wasser schützt, wird auch in Zukunft gebraucht.

Entdecke grüne Stellenanzeigen zum Beruf

Stellenanzeigen zum Beruf

0 offene Stellen

Die Anwendung befindet sich noch in Entwicklung – bald findest du hier passende Stellenanzeigen zu jedem Beruf.