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BioökonomieBioökonomie

Winzer:in

Als Winzer:in baust du Weinreben an, pflegst die Weinberge, begleitest die Weinherstellung vom Rebstock bis zur Flasche und kombinierst dabei traditionelles Handwerk mit modernen Technologien.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Skills

BelastbarkeitDurchhaltevermögenEigeninitiativeEngagementKundenorientiertOrganisationstalentQualitätsbewusstseinSorgfaltTechnisches VerständnisVerantwortungsbewusst

Gehalt

Ø 42.497 €/Jahr, 3.541 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 12/2025)
Teller

Winzerinnen und Winzer sind die Profis, wenn’s um Wein geht – von der Traube bis zum fertigen, feinen Tropfen im Regal. Du startest damit, den Boden im Frühjahr im Weinberg vorzubereiten und junge Reben zu pflanzen. Je nach Jahreszeit schneidest du die Rebstöcke, kümmerst dich ums Unkraut und hälst Schädlinge in Schach. Wenn die Trauben reif sind, werden sie mit den Händen oder mit Maschinen geerntet. Danach geht’s ans Keltern: entweder direkt im eigenen Betrieb oder die Trauben werden an Winzergenossenschaften geliefert. Mit technischen Geräten wie Pressen und Filtern holst du den Saft raus und überwachst, wie der Wein gärt. Damit der Wein richtig gut wird, kommen Arbeitsschritte wie Schwefeln oder Entsäuern zum Einsatz. Am Ende füllst du den fertigen Wein in Flaschen, etikettierst und verpackst diesen. Winzer:innen sind nicht nur “Weinmacher”, sondern auch Vertriebsmenschen, die ihre Produkte erfolgreich am Markt platzieren.

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Jean
Ey, du machst doch jetzt was mit Wein, oder?
Jep, ich bin Winzerin 🍷 Ich bringe den Wein vom Weinberg in die Flasche 😅
Jean
Echt jetzt? Das gibts als Beruf? 😳
Voll! Ich pflanze und pflege Reben, ernte die Trauben und überwache den Gärungsprozess und den Geschmack. Außerdem führe ich Weinproben durch.
Jean
Wild! Aber wie kam’s dazu?
Ausbildung zur Winzerin plus Zusatz-Qualis in Kellertechnik und Sensorik! Basically der Full-Service von der Rebe bis zum Tasting 🥂
Jean
Richtig nice 🤭
Mega! Der beste Vibe ist, wenn du am Ende des Tages einfach deinen eigenen Wein schlabberst! Work-Life-Balance am Start! 😂🍷

Voraussetzungen

Für die Ausbildung als Winzer:in solltest du Interesse an Natur, Landwirtschaft und biologischen Zusammenhängen mitbringen. Ein gutes Auge fürs Detail ist wichtig – etwa beim Pflegen, Schneiden und Veredeln der Rebstöcke. Da im Arbeitsalltag auch Reparatur- und Wartungsarbeiten anfallen, sind handwerkliches Geschick, körperliche Belastbarkeit und praktische Fähigkeiten auch nicht zu verachten.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, viele Ausbildungsbetriebe bevorzugen jedoch Bewerber:innen mit Abitur oder Fachabitur. Gute schulische Grundlagen in Biologie, Chemie und Mathematik sind von Vorteil, da sie beim Verständnis von Pflanzenwachstum, Gärprozessen und Ertragsberechnungen helfen. Ebenso wichtig sind ZuverlässigkeitSorgfalt und eine selbstständige Arbeitsweise. 

Mit deiner Leidenschaft für Tastings, einem Gespür für komplexe Aromen und deiner offenen Art gegenüber Kund:innen bringst du genau das mit, was den Job als Winzer:in ausmacht.


Was man im Job macht

Pflege der Weinreben: Schneiden, Binden und Veredeln der Rebstöcke 

Bodenbearbeitung und Pflanzenschutz im Weinberg 

Wartung der Maschinen für die Traubenernte

Traubenernte, per Hand oder mit Maschinen

Pressen der Trauben, um den Most zu gewinnen

Steuern und Kontrollieren des Gärprozesses

Optimierung des Weins

Abfüllung, Etikettieren und Verpacken der Weine

Weinverkostungen und Kundenberatungen anbieten


Ein typischer Arbeitstag

09:00 Uhr
Du startest den Tag mit einer kurzen Besprechung und bereitest dich auf die anstehenden Aufgaben vor.
09:15 Uhr
Im Frühjahr pflanzt du neue Weinreben, setzt die Rebstöcke ein und kontrollierst die Anlagen.
11:30 Uhr
Du kümmerst dich um die Reparatur und Pflege eines Traubenvollernters sowie weiterer Geräte.
12:30 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Nach der Pause bereitest du den Weinladen vor, stellst Weine und Gläser bereit und ordnest den Verkostungsbereich.
15:00 Uhr
Du führst die Verkostung durch und berätst Kund:innen zu Weinen, Rebsorten und Herstellung.
17:00 Uhr
Nach der Verkostung räumst du alles auf, erledigst letzte Aufgaben und machst dann Feierabend!

Perspektiven & Weiterbildung

Wenn du Bock auf mehr Verantwortung hast, kannst du dich nach deiner Ausbildung zur Winzermeister:in weiterbilden. In dieser Position übernimmst du Fach- und Führungsaufgaben im Weinbau, in der Kelterwirtschaft und in der Vermarktung von Wein. Die Vorbereitung auf die Meisterprüfung dauert in der Regel etwa zwei Jahre.

Eine weitere berufliche Perspektive bietet dir die Ausbildung zum/zur Weintechnolog:in. Dabei liegt der Fokus auf der technischen und qualitätsorientierten Weinherstellung. Du arbeitest in Weingütern, Kellereien oder Genossenschaften.

Schon mal über ein Studium im Weinbau nachgedacht? Wäre doch der perfekte Next Step. Damit qualifizierst du dich in der Regel als Önolog:in und arbeitest stärker wissenschaftlich und analytisch, etwa in den Bereichen Sensorik, Qualitätskontrolle oder Betriebsleitung. Das Studium dauert 3 Jahre (Bachelor) und optional noch 1,5 Jahre (Master).

Der Beruf Winzer:in verbindet also traditionelles Handwerk mit vielfältigen Karrierewegen – vom Weinberg über den Keller bis hin zu leitenden Funktionen.


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

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Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Als Winzer:in trägst du aktiv zu Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung bei. Moderne Technologien wie Agrarroboter, Drohnen oder Smart Spraying helfen dir, den Einsatz von Wasser, Pflanzenschutzmitteln und Dünger zu reduzieren. Gleichzeitig kannst du durch die Auswahl geeigneter Rebsorten und angepasste Bewirtschaftung auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren. So leistest du einen wichtigen Beitrag zu einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Weinproduktion.

Der Beruf Winzer:in entwickelt sich zunehmend in Richtung Hightech und Digitalisierung, ohne dass die handwerkliche Arbeit verloren geht. Automatisierung, Roboter für die Ernte und digitale Kontrollsysteme erleichtern viele Arbeitsabläufe. Gleichzeitig bleibt der Bezug zur Natur und die kreative Gestaltung des Weins erhalten, sodass du sowohl handwerklich als auch technologisch gefordert bist.

Ja – und das aus mehreren Gründen. Nachhaltige Weinproduktion, die steigende Nachfrage nach regionalen und hochwertigen Lebensmitteln sowie die Möglichkeit, Produkte weltweit über Online-Shops und digitale Plattformen zu vermarkten, machen den Beruf attraktiv und zukunftssicher.

Nachhaltigkeit

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