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Werkstoffprüfer:in

Als Werkstoffprüfer:in bist du dafür zuständig, unterschiedliche Materialien und Bauteile auf ihre Qualität zu überprüfen und Fehlerquellen zu erfassen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Anforderung

Skills

Analytisches DenkenBeobachtungsgabeGewissenhafte ArbeitsweiseQualitätsbewusstseinSelbstständiges ArbeitenSorgfaltTechnisches VerständnisVerantwortungsbewusst

Gehalt

Ø 49.162 €/Jahr, 4.097 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 06/2025)
Teller

Du bist im Skiurlaub und dein Snowboard bröckelt langsam auseinander. Was ist die Ursache? Eigentlich muss so ein Snowboard doch die Last deiner Sprünge und den Slides locker aushalten?! Genauso sollte es sein! Wenn so etwas passiert, könnte der Bruch schon vorherzusehen gewesen sein – und zwar bevor das Snowboard überhaupt in seine Form gepresst und schön designt wurde. Der Ursprung liegt dann beim Material selbst und dessen Eigenschaften. Bevor es nämlich in die Produktion geht, muss das verwendete Material auf Herz und Nieren getestet werden. Für diese intensiven Prüfungen sind Werkstoffprüfer:innen die wahren Meister:innen!

Möchtest du dich dafür einsetzen, dass die alltäglichen Waren und Produkte sicher und langlebig sind, ist dieser Beruf perfekt für dich! Da es so viele verschiedene Materialien und Bauweisen gibt, kannst du dich in dieser Ausbildung noch auf einen Schwerpunkt fokussieren und dann geht’s ran ans Werk! Zu den Schwerpunkten zählen Metalltechnik, Systemtechnik, Wärmebehandlungstechnik und Kunststofftechnik.

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Jelena
Du arbeitest als Werkstoffprüfer oft im Schichtdienst, oder? 🫢
Ja, kommt aber drauf an, was grad geprüft wird.
Jelena
Und dann testest du Produkte, oder wie? 🤔
Genau. Ich checke, wie stabil die Materialien sind – Zugfestigkeit, Zusammensetzung, alles muss stimmen 💪
Jelena
Und wenn’s nicht passt?
Dann suche ich den Fehler und überlege mir, wie man’s besser machen kann. Am Ende muss alles hohen Qualitätsstandards entsprechen. 

Voraussetzungen

Um mit der Ausbildung starten zu können, musst du aus rechtlicher Sicht keinen besonderen Schulabschluss vorweisen. Es hat sich allerdings in der Praxis gezeigt, dass die Ausbildungsunternehmen vermehrt Auszubildende einstellen, die einen mittleren Schulabschluss oder die allgemeine bzw. fachgebundene Hochschulreife haben.

Abhängig vom Fachgebiet, auf das du dich spezialisieren willst, musst du einen Fachkundennachweis gemäß der Strahlenschutzverordnung vorlegen. Bist du noch nicht 18 Jahre alt, musst du außerdem eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung vorlegen.

Um zu verstehen, wie die Maschinen und Abläufe funktionieren, solltest du ein gutes technisches Verständnis haben. Hast du Fehler entdeckt oder musst etwas umbauen, ist es natürlich wichtig, dass du handwerklich geschickt bist. Geht es um die Werkstoffeigenschaften und Prüfverfahren, sind Kenntnisse in Physik und Chemie das A und O. Für die Berechnung der statistischen Verteilung von Messwerten oder von Kennwerten sind mathematische Kenntnisse ebenso wichtig.

Bist du schon aktiv dabei und am Rumtüfteln und Optimieren, ist es wichtig, dass du sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeitest. Damit du Mängel und Fehler identifizieren kannst, musst du sehr aufmerksam sein und eine gute Beobachtungsgabe haben.


Was man im Job macht

Die Tätigkeiten variieren je nach Schwerpunkt. Das Ziel ist grundsätzlich gleich. Zu den Aufgaben eines Werkstoffprüfers oder einer Werkstoffprüferin gehören: 

Qualitäts- und Sicherheitscheck verschiedenster Materialien  

Auswahl und Vorbereitung der notwendigen Prüfverfahren und Versuchsreihen 

Dokumentation und Analyse der Ergebnisse 

Fehleranalyse 

Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung ermitteln und ergreifen 


Ein typischer Arbeitstag

07:45 Uhr
Schichtübergabe durch die Kolleg:innen. Dann wird das neue Präparat lt. Auftrag vorbereitet.
08:45 Uhr
Das Prüfverfahren ist angelaufen. Du programmierst die Geräte, kontrollierst die Abläufe und entnimmst zwischendurch eine Probe, um den Zwischenstand abzuchecken.
12:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Sobald der Prozess abgeschlossen ist, geht´s an die Analyse. Mögliche Fehlerquellen müssen erforscht und Lösungen gefunden werden. Deine Arbeitsschritte und Überlegungen dokumentierst du im Protokoll.
14:30 Uhr
Zum Schluss wird der Bericht fertiggestellt – alles muss nachvollziehbar dargestellt und niedergeschrieben werden. Noch fix aufräumen und Schichtübergabe.
16:00 Uhr
Feierabend

Perspektiven & Weiterbildung

Hast du deine Ausbildung als Werkstoffprüfer:in in der Tasche, kannst du noch eine Weiterbildung dranhängen.

Für bessere Aussichten auf höherrangige Positionen kannst du die weiterführende Ausbildung als Industriemeister:in in der Fachrichtung Metall oder als Techniker:in in der Fachrichtung Werkstofftechnik absolvieren.

Mit der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife kannst du außerdem noch an die Uni gehen und dort z.B. Werkstoff- oder Materialwissenschaft oder Werkstofftechnik studieren. Dadurch werden deine Karrierechancen steigen. So stehen dir zum Beispiel der Weg zum Dr. – Titel, Jobs in der Forschung, im Qualitätsmanagement oder als Berater:in offen.


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Regionale Relevanz

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Nachhaltigkeit & Zukunft

Anforderungen an Qualität und Nachhaltigkeit – egal welcher – Produkte steigen immer weiter an. Die Sicherung hoher Materialqualität führt zu langlebigeren Produkten, was wiederum weniger Müll bedeutet. Als Werkstoffprüfer:in bist du also unter anderem dafür verantwortlich, die Umweltverträglichkeit der Produkte zu verbessern.

Neue Technologien, wie KI oder 3D-Druck tragen entscheidend zu effizienteren und nachhaltigeren Produktionsprozessen bei. Für deine Arbeit bedeutet das: Prüfverfahren werden präziser, viele Prozesse laufen automatisiert und du bist damit beschäftigt, Daten zu bewerten, zu interpretieren und Entscheidungen über das weitere Vorgehen zu treffen.

Safe! Ohne Werkstoffprüfer:innen könnte die Qualität vieler Produkte nicht abgesichert werden. Und genau dafür brauchen Unternehmen Leute, die Materialfehler erkennen, Messdaten verstehen und Lösungen finden. Zwar kommt auch immer mehr High-Tech zum Einsatz, allerdings muss diese auch von gut ausgebildeten Fachkräften betrieben und kontrolliert werden.

Nachhaltigkeit

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