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Werkstoffprü­fer:in – Me­talltechnik

Als Werkstoffprüfer:in - Metalltechnik führst du Qualitätsprüfungen an metallischen Materialien und Produkten durch.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3,5 Jahre

Anforderung

Skills

Analytisches DenkenBeobachtungsgabeGewissenhafte ArbeitsweiseQualitätsbewusstseinSelbstständiges ArbeitenSorgfaltTechnisches VerständnisVerantwortungsbewusst

Gehalt

Ø 41.000 €/Jahr, 3.417 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland
Teller

Metalle sind doch von Grund auf die stabilsten Stoffe, oder? Könnte man meinen, aber kein Stoff der Welt kann ohne Check – up einfach so verbaut werden. Schweres Eisen oder Stahl müssen, bevor sie ihren Platz im Auto oder Flugzeug finden, auf ihre Qualität überprüft werden. Stimmen Härte und chemische Zusammensetzung? Wie belastbar ist das Metall und sind auch wirklich keine Rillen und Risse zu sehen, die zu mangelhaften und instabilen Produkten führen können? Als Werkstoffprüfer:in in der Metalltechnik sind die verschiedensten Metalle deine täglichen Versuchsobjekte. Dabei kommt es auf genaues Arbeiten an. Keine Sorge, du bist nicht auf dich allein gestellt. Die unterschiedlichsten Maschinen und Prüfanlagen unterstützen dich tatkräftig und zeigen dir ihre Ergebnisse an. Du bist vor allem fleißig am Vorbereiten der Proben und Protokollieren. Du überwachst die Maschinen und fuchst aus, wie mögliche Mängel und Fehler vermieden werden können.

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Julius
Huhu, hab neulich gesehen, dass du jetzt in deinem Job mit Metall rumwerkelst? 
Yess genau, ich bin Werkstoffprüferin in der Metalltechnik. 😊 
Julius
Bedeutet?
Ich checke, ob das Material wirklich stabil ist – es sollten also keine Risse oder Fehler zu sehen sein.
Julius
Aah, also bevor’s zB in Autos oder Brücken verbaut wird?
Genau! Wenn da was schiefläuft, kann’s richtig gefährlich werden.

Voraussetzungen

Grundsätzlich kannst du die Ausbildung direkt nach dem Schulabschluss beginnen, da es keine rechtlichen Vorgaben gibt. Die meisten Ausbildungsbetriebe bevorzugen jedoch Bewerber:innen mit einem mittleren Schulabschluss oder Abitur.

Je nach Fachgebiet musst du einen Fachkundennachweis gemäß der Strahlenschutzverordnung vorlegen. Wenn du noch unter 18 bist, musst du außerdem eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung mitbringen.

Damit du bei der Arbeit nicht voll auf dem Schlauch stehst und verstehst, wie die Maschinen und alle technischen Abläufe funktionieren, solltest du ein gutes technisches Verständnis haben. Hast du Qualitäts- oder Produktionsfehler ausfindig gemacht, ist es natürlich wichtig, dass du weißt, wie du dran schrauben musst. Geht es um die Werkstoffeigenschaften und Prüfverfahren, sind Kenntnisse in Physik und Chemie das A und O. Auch deine Rechenfähigkeiten sollten top sein, da du regelmäßig z.B. die statistische Verteilung von Messwerten oder von Kennwerten berechnen musst.

Bei deiner Arbeit ist es wichtig, dass du sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeitest. Damit du mögliche Mängel und Fehler nicht übersiehst, musst du sehr aufmerksam sein und eine gute Beobachtungsgabe haben.


Was man im Job macht

Physikalisch – technische Untersuchungen und Versuchsreihen vorbereiten: welches ist das geeignete Prüfverfahren und welche Mess- und Hilfsmittel werden gebraucht? 

Durchführung der Untersuchungen – metallische Materialien und Produkte werden auf ihre Eigenschaften, Zusammensetzung und mögliche Fehler untersucht 

Auswertung und Protokollierung der Ergebnisse  

Beim Auftreten von Fehlern nach Ursachen suchen und die richtige Nachbehandlungsmaßnahme bestimmen und veranlassen 

Kalibrieren und Warten von Prüfeinrichtungen


Ein typischer Arbeitstag

07:45 Uhr
Du bereitest die Proben (sprich Präparate) vor, die heute geprüft werden sollen. Dafür sägst du es auf die geeignete Größe zu, polierst es, bis es glänzt, keine Kratzer mehr zu sehen sind und du dich selbst im Spiegelbild darin anlächeln kannst.
08:45 Uhr
Step der Prüfung: Ist es hart genug? Die Probe packst du in die Prüfanlage und vergleichst die angezeigten Messwerte mit den Normwerten. Danach dokumentierst du die Ergebnisse.
09:15 Uhr
Qualitätsprüfung. Dafür wird geätzt. Du hältst die Probe in eine Petrischale mit Säure und beobachtest, wie die Probe reagiert. Entspricht alles den Normvorschriften? Immer schön notieren!
11:00 Uhr
Weiter gehts zum Mikroskopieren. Du checkst, ob Lamellen o.ä. zu sehen sind. Wenn ja, gehst du der Ursache auf den Grund.
12:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Die Festigkeit wird geprüft. Wie widerstandsfähig ist die Probe?
14:30 Uhr
Zu guter Letzt folgt die Spektralanalyse. Mit dem speziellen Prüfgerät ermittelst du die chemische Zusammensetzung des Materials. So erkennst du, ob es sich wirklich um das richtige Material handelt oder ob sich noch ein anderes eingemischt hat. 
16:00 Uhr
Feierabend

Perspektiven & Weiterbildung

Nach der abgeschlossenen Ausbildung als Werkstoffprüfer:in – Schwerpunkt Metalltechnik – gibt es weitere Möglichkeiten zur Weiterbildung. Um deine Karrierechancen zu verbessern und höhere Positionen zu erreichen, kannst du dich als Industriemeister:in (Fachrichtung Metall) oder Techniker:in (Fachrichtung Werkstofftechnik) weiterbilden.

Hast du mit deinem Schulabschluss die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife eingesackt, kannst du auch an die Uni gehen und dort z.B. Werkstoffwissenschaften oder Technik- oder Materialwissenschaften studieren. Das päppelt die Karrierechancen nochmal auf und öffnet dir die Tür zur Hochschullehre und Promotion. Willst du also mal den Dr. vor deinen Namen schreiben können? That’s the way to go.


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Nachhaltigkeit & Zukunft

In der metallerzeugenden und der metallverarbeitenden Industrie erhöhen sich die Anforderungen an die Qualität der Materialien immer weiter. Die produzierte Ware soll langlebig sein und nicht nach 1 – 2 Jahren auseinanderbröckeln. Als Werkstoffprüfer:in checkst du, dass die Stoffe Aussichten auf ein langes Leben haben. Durch die qualitätsstarken Produkte kann Müll vermieden werden. Auch muss dadurch weniger neu produziert werden, wodurch Energie – und Wasserressourcen eingespart und der CO2 – Ausstoß minimiert werden können.

Wo früher noch Fehler und Mängel manuell oder mit bloßem Auge erkannt werden mussten, übernehmen heute smarte Technologien einen großen Teil der Arbeit. Automatisierte Prüfstände, KI-gestützte Auswertungen und digitale Messsysteme machen die Analyse schneller und viel genauer. Für dich heißt das: Du arbeitest stärker datenbasiert, interpretierst Ergebnisse und entscheidest gemeinsam mit der Produktion, wie Materialien verbessert werden können.

Ja, das ist er! Mit dem steigenden Umweltbewusstsein in der Industrie wächst auch der Bedarf an Fachkräften, die Materialien effizient, langlebig und ressourcenschonend einsetzen können. Unternehmen brauchen Menschen, die moderne Prüfverfahren verstehen und Nachhaltigkeit in der Produktion wirklich zuverlässig umsetzen. Kurz gesagt: Deine Zukunftsaussichten sind nicht nur gut – sie werden immer grüner.

Nachhaltigkeit

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