MUEG Mitteldeutsche Umwelt- und Entsorgung GmbH
Braunsbreda, Sachsen-Anhalt
Wasser ist knapp – das ist leider nix Neues. Zum Glück gibt’s Umwelttechnolog:innen für Abwasserbewirtschaftung, die unser Abwasser und Regenwasser wieder sauber und verwendbar machen. Aber wie stellen die das eigentlich an? Mit viel Technikwissen und zwei geschickten Händen betreiben sie Kanalsysteme und Reinigungsanlagen. Sie steuern Anlagen, kümmern sich um die Wartung und Reparatur und checken Abwasserproben im Labor auf Schadstoffe. Wenn’s runter in die Kanalisation geht, wird’s manchmal ganz schön eng und die Sache mit dem Geruch ist sicher auch nicht das Angenehmste am Job. Dafür kannst du gleichzeitig was für eine saubere Umwelt und die Wasserversorgung vieler Menschen tun. Außerdem leistest du wichtige Arbeit für den Hochwasserschutz. Die Ausbildung könnte was für dich sein? Rein in Gummistiefel & Schutzanzug, dann siehst du schon aus wie die Profis!
Um die Ausbildung zur Umwelttechnologin oder zum Umwelttechnologen für Abwasserbewirtschaftung starten zu können, ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Du kannst dich also einfach bei einem Ausbildungsbetrieb deiner Wahl bewerben. Die Ausbildung findet dann abwechselnd im Unternehmen und in der Berufsschule statt. Wenn du unter 18 bist, brauchst du vorher noch eine ärztliche Bescheinigung darüber, dass dem Ausbildungsbeginn gesundheitlich nix im Weg steht.
Fürs leichtere Verständnis der Prozesse bei der Abwasserreinigung ist es von Vorteil, wenn du in der Schule gut in Bio, Physik, Chemie und Mathe aufgepasst hast. Vorerfahrungen mit technischen und handwerklichen Arbeiten machen sich sehr gut bei der praktischen Arbeit mit den unterschiedlichen Anlagen und Maschinen. Eine gute Sache ist, wenn du zuvor ein Praktikum absolvierst, um den Beruf schonmal etwas kennenzulernen.
Um dein fachliches Knowhow auf den neusten Stand zu bringen, kannst du z.B. Weiterbildungen zu diesen Themen absolvieren:
Auch in den Bereichen elektrische Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik oder analytische Chemie gibt es stets Neues zu lernen.
Möchtest du mehr Verantwortung übernehmen und karrieretechnisch durchstarten, könntest du die Prüfung als Abwassermeister:in angehen. Oder du bildest dich als Techniker:in für Umweltschutztechnik oder Fachwirt:in für Umweltschutz weiter. Möchtest du dich selbstständig machen und eine Nische in deinem Gebiet besetzen, könntest du deinen eigenen Betrieb für Kanal- und Rohrreinigung und -instandhaltung gründen.
Kommt für dich ein Studium in Frage, schau dir doch mal die Studiengänge Abfall-, Entsorgungstechnik oder Umwelttechnik an. Dafür brauchst du in der Regel Abi oder Fachabi, aber je nach Bundesland können auch berufliche Vorerfahrungen den Start ins Studium ermöglichen.
Neben dem Beruf Umwelttechnolog:in für Abwasserbewirtschaftung gibt es noch weitere Ausbildungen, die auch mit Entsorgung oder Wasserversorgung zu tun haben, z. B. die Ausbildung zur Fachkraft für Wasserwirtschaft, als Umwelttechnolog:in für Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen oder Wasserversorgung.
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
Umwelttechnolog:innen für Abwasserbewirtschaftung schützen Wasser als lebenswichtige Ressource. Sie sorgen dafür, dass verschmutztes Wasser wieder sauber wird und Entwässerungssysteme bei Starkregen Überschwemmungen verhindern. Gerade in Zeiten von Klimawandel und Wasserknappheit ist ihre Arbeit zentral für Umwelt- und Bevölkerungsschutz – und Teil der kritischen Infrastruktur.
Durch „Digitales Wasser“ werden Abläufe in der Wasserwirtschaft moderner und effizienter. Virtuelle Abbilder von Kläranlagen – sogenannte „Digitale Zwillinge“ – helfen, Szenarien zu testen und Prozesse zu verbessern. Außerdem kommen immer häufiger Hightech-Tools wie Tauchroboter zum Einsatz, die unter Wasser Kanäle inspizieren und reparieren. Die Technik entwickelt sich rasant weiter.
Ja! Gerade weil Wasseraufbereitung und Überschwemmungsschutz systemrelevant bleiben, werden Fachkräfte dringend gebraucht. Der Bedarf wird in Zukunft eher noch steigen. Denn Nachhaltigkeit in Verbindung mit moderner Technik steht für starke Zukunftsperspektiven.