Landesamt für Naturschutz Sachsen-Anhalt
Halle (Saale), Sachsen-Anhalt
Die Autos brettern durch die Stadt und pumpen Abgase in die Luft. Gleichzeitig weht der Abfall in die städtischen Gewässer. Kein Wunder, dass das Klima am Limit und Biotope am Struggeln sind.
Dank der Arbeit von Umweltschutztechnischen Assistent:innen (UTA) bekommen wir zumindest schonmal vor Augen geführt, in welchem Ausmaß die Emissionen für Umweltschäden- und veränderungen verantwortlich sind. Statistiken und Berichte über die Ergebnisse können als Grundlage genutzt werden, um Umweltschutzkonzepte zu erstellen oder in Unternehmen für eine nachhaltigere Arbeitsweise zu sorgen. Es wird schnell klar: ohne die Arbeit der UTAs wären wir ganz schön aufgeschmissen.
Du träumst davon Umweltschutztechnische:r Assistent:in zu werden? Sobald du den Realschulabschluss oder das (Fach-)Abitur in der Tasche hast, kannst du dich auf einen Ausbildungsplatz bewerben! Bist du noch nicht 18 Jahre alt, brauchst du noch eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung. Da es sich um eine rein schulische Ausbildung handelt, bewirbst du dich mit deinem Abschlusszeugnis an einer Berufsfachschule deiner Wahl. Bringst du gute schulische Leistungen in den naturwissenschaftlichen Fächern mit, hast du sehr gute Chancen aufgenommen zu werden und eine erfolgreiche Ausbildung zu absolvieren.
Für die praktische Arbeit solltest du neben den guten naturwissenschaftlichen Kenntnissen und Rechenfertigkeiten ein Grundverständnis für technische Geräte haben. Schließlich wirst du mit den unterschiedlichsten Messgeräten arbeiten. Bei der Durchführung der Messungen und Analysen brauchst du eine gute Beobachtungsgenauigkeit, Merkfähigkeit, Durchhaltevermögen, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein. Es sollte dir auch nichts ausmachen, regelmäßig allein zu arbeiten.
Der Beruf des Umweltschutztechnischen Assistenten (UTA) bietet spannende und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Deine Karriere muss nicht im Labor enden, sondern kann in verschiedene Richtungen gehen – von dem/der Spezialist:in über Führungspositionen bis hin zum Studium.
Eine der häufigsten Aufstiegsweiterbildungen ist der/die staatlich geprüfte:r Techniker:in für Umweltschutztechnik. Sie dauert in Vollzeit 2 Jahre und qualifiziert dich für leitende Aufgaben, zum Beispiel in der Analyse und Steuerung technischer Prozesse.
Mit der kaufmännischen Weiterbildung als Fachwirt:in im Umweltschutz qualifizierst du dich für organisatorische und beratende Aufgaben, zum Beispiel in der Umweltberatung oder im Umweltmanagement.
Je nach Interesse kannst du dich auf bestimmte Fachgebiete konzentrieren bzw. spezialisieren, wie zum Beispiel Wasseranalytik, die Luftreinhaltung oder die Kreislauf- und Abfallwirtschaft.
Mit der Fachhochschulreife oder deiner abgeschlossenen Ausbildung und Berufserfahrung steht dir auch der Weg an die Hochschule offen.
Relevante Studiengänge für UTAs sind:
Ein Studium ermöglicht dir den Aufstieg in höhere Positionen, z. B. in der Projektleitung oder Forschung.
Mit genügend Erfahrung und großem Engagement eröffnen sich auch ohne eine Weiterbildung Aufstiegsmöglichkeiten. Mit wachsender Berufserfahrung kannst du dich zum/zur Fachexpert:in entwickeln. Spätere Jobs könnten sein:
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
Die intensive Analyse verschiedenster Messwerte trägt unmittelbar zur Entwicklung neuer Nachhaltigkeits- und Umweltschutzkonzepte bei. Die gewonnenen Erkenntnisse bieten dir Aufschluss darüber, an welcher Stelle die Umwelt besonders belastet wird und welche Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen. In Unternehmen übernimmst du daher eine aufklärende Rolle ein und unterstützt sie in ihrer Entwicklung zu einem nachhaltigen Unternehmen.
Die Berufsentwicklung wird vor allem durch Digitalisierung, neue Analyseverfahren und die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit geprägt. Die Digitalisierung wird die Arbeit von UTAs grundlegend verändern und effizienter machen, denn Laborgeräte werden zunehmend digital vernetzt. Das bedeutet, dass Messdaten direkt in ein zentrales System übertragen, ausgewertet und gespeichert werden. Routineaufgaben werden automatisiert, sodass du dich auf komplexere Analysen und die Interpretation der Ergebnisse konzentrieren kannst.
Der Einsatz von Drohnen zur Probenentnahme in schwer zugänglichen Gebieten oder von Tauchrobotern in Gewässern wird alltäglich. Auch intelligente Sensoren in der Umweltüberwachung liefern kontinuierlich Daten, die du analysieren wirst.
Digitale Dokumentation nimmt immer mehr Fahrt auf. Statt handschriftlicher Laborbücher arbeitest du mit digitalen Labor-Informations- und Management-Systemen (LIMS), die die Dokumentation erleichtern und Fehler reduzieren.
Der Beruf des Umweltschutztechnischen Assistenten (UTA) hat eine vielversprechende Zukunft, da Umweltschutz eine immer zentralere Rolle in Gesellschaft und Wirtschaft einnimmt.