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Textillabor­ant:in

Als Textillaborant:in prüfst und analysierst du Stoffe auf Qualität, Haltbarkeit und Nachhaltigkeit, um sicherzustellen, dass Textilien den höchsten Standards entsprechen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3,5 Jahre

Skills

BeobachtungsgabeGewissenhafte ArbeitsweiseOrganisationstalentPräsentationsstärkeQualitätsbewusstseinSchnelle AuffassungsgabeSelbstorganisationSorgfaltStrukturierte ArbeitsweiseTechnisches Verständnis

Gehalt

Ø 39.372 €/Jahr, 3.281 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 12/2024)
Teller

Stell dir vor, du ziehst deinen Lieblingshoodie an. Er ist weich, farbecht und sitzt perfekt. Aber wer sorgt eigentlich dafür, dass das nach der hundertsten Wäsche immer noch so ist? Dafür sind Textillaborant:innen verantwortlich. Sie testen Stoffe im Labor, prüfen ihre Qualität und sorgen dafür, dass Mode nicht nur gut aussieht, sondern auch lange hält. Mit speziellen Laborgeräten analysieren sie Fasern, testen die Reißfestigkeit und die Farbechtheit der Stoffe und checken, ob Textilien nach ökologischen Standards produziert wurden. Der Job bietet viel Abwechslung, du kannst dich zum Beispiel auf die Qualitätskontrolle oder die Produktentwicklung spezialisieren. 
Technik, Nachhaltigkeit und das ganze Spektrum an Farben und Stoffen – klingt nach deinem Ding? Dann könnte dich der Job als Textillaborant:in ein (Berufs-)Leben lang umgarnen, und zwar mit jeder Menge spannender Aufgaben. 

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Flo
Ey, ich schwör, du hast gestern wieder meinen Pulli so kritisch angeschaut 💀
Ja sorry 😭 seit meiner Ausbildung zum Textillaboranten geht das automatisch.
Flo
Was machst du da eigentlich genau?
Ich teste Stoffe: Schadstoffe, Farben, Beschichtungen, alles. Manche Klamotten sind nämlich echt kleine Chemie-Cocktails.
Flo
Oh wow!
Ja, deswegen arbeiten wir bei uns im Labor nur mit biozertifizierten Materialien. Wenn du mal gesehen hättest, was sonst so drin steckt… du würdest nie wieder Fast Fashion anfassen 😭
Flo
Okay, jetzt hab ich Angst vor meinem eigenen Hoodie 👁️👄👁️

Voraussetzungen

Um die Ausbildung zum Textillaborant oder Textillaborantin machen zu können, brauchst du einen guten mittleren Schulabschluss oder Abi. Wie der Name schon verrät, arbeitest du die meiste Zeit im Labor. Daher ist es von Vorteil, wenn Chemie eins deiner Lieblingsfächer ist und du schon weißt, wie man ein Mikroskop richtig einstellt. Noch besser ist es, wenn du zusätzlich auch noch Mathe und Physik feierst. Weitere passende Skills sind: technisches Verständnis, eine hohe Konzentrationsfähigkeit und Teamplayer-Vibes. Für die Arbeit im Labor ist es außerdem wichtig, dass du keine Allergien gegen Chemikalien oder Farbstoffe hast. Besonders bei der Textilprüfung ist ein gutes Farbsehvermögen ein Must Have. Wenn du dann deinen Ausbildungsbetrieb gefunden hast, kannst du dich im Laufe der Ausbildung zwischen den Schwerpunkten Textiltechnik, Textilveredlung und Textilchemie entscheiden. 


Was man im Job macht

Reißfestigkeit, Elastizität, Durchlässigkeit und Abrieb von Textilien im Labor prüfen

Textilien auf Schadstoffe und Farbstoffe kontrollieren 

Haltbarkeit von Färbeprozessen testen 

Entwicklung von neuen Textilien 

Wasser- und Energieverbrauch in der Produktion überprüfen und optimieren 

Fehleranalysen durchführen, z.B. Farbabweichungen ausgleichen 

Qualitätskontrollen durchführen und Einhaltung von Öko-Standards sicherstellen

Prüfberichte erstellen und Handlungsempfehlungen geben 

Umweltfreundlichkeit und Recyclingfähigkeit sicherstellen 


Ein typischer Arbeitstag

07:30 Uhr
Du kommst im Labor an, ziehst Kittel und Schutzbrille an und checkst deinen Tagesplan.
08:00 Uhr
Du testest einen Baumwollstoff auf Reißfestigkeit, Farbechtheit und Atmungsaktivität. Dafür nutzt du Laborgeräte, wie z.B. Zugprüfmaschinen. Die Ergebnisse dokumentierst du digital.
10:00 Uhr
Danach gönnst du dir einen ersten Kaffee!
10:15 Uhr
Dann geht es weiter mit der chemischen Analyse. 
Du kontrollierst ob Schadstoffe enthalten sind, und testest den Stoff mit speziellen Chemikalien auf Farbbeständigkeit. 
12:30 Uhr
Mittagspause – Erstmal was essen und mit den Kolleg:innen talken.  
13:00 Uhr
Als nächstes musst du prüfen, ob der Stoff den Umweltstandards entspricht. Scheint alles zu passen!
15:00 Uhr
Zuletzt erstellst du einen Abschlussbericht und fasst deine Testergebnisse zusammen. Die Ergebnisse gibts du weiter an die Produktion und die Kund:innen.
16:00 Uhr
Noch schnell das Labor aufräumen und dann gehts ab nach Hause.

Perspektiven & Weiterbildung

Nach der Ausbildung ist vor dem Joballtag. Um hier direkt richtig durchzustarten, solltest du dein Wissen immer up to date halten. Zum Beispiel mit Anpassungsweiterbildungen in den Themen Textilerzeugung und –veredlung, Physikalische Messtechnik oder Qualitätsprüfung.  
Willst du das It Girl oder der It Boy in der Branche sein, dann solltest du dich mit Textilien, die Sensoren oder Indikatorstoffe eingearbeitet haben, beschäftigen. Das ist zurzeit der größte Trend in der Textilindustrie. 
Für mehr Cash und mehr Responsibility gibt es die Ausbildung als Industriemeister:in für Textilwirtschaft oder als Techniker:in für Textiltechnik. Beide Ausbildungen dauern 2 Jahre und können an Fachschulen in deiner Region absolviert werden.  
Vielleicht hast du nach der Ausbildung aber auch Bock dich mehr mit dem Business hinter der Textilherstellung zu beschäftigen, dann ist die Weiterbildung als Technische:r Fachwirt:in passend für dich. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung hast du auch die Option zu studieren. Zum Beispiel:

Textil- und Bekleidungstechnik

Materialwissenschaft

Werkstoffwissenschaft

Chemieingenieurwesen


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

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Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Textillaborant:innen stehen im Zentrum des Wandels der Textilindustrie hin zu mehr Nachhaltigkeit. Sie analysieren Fasern, Farben und Beschichtungen, testen innovative Materialien wie recyceltes Polyester, Bio-Baumwolle oder neue Fasern aus Pilzen und Holz. Ein großer Fokus liegt auf der Reduzierung von Schadstoffen sowie auf der Entwicklung umweltfreundlicher Färbe- und Veredelungsverfahren. Außerdem untersuchen sie, wie Wasser- und Energieverbrauch in der Produktion gesenkt werden können. Ihre Laborprüfungen bilden die Grundlage für Nachhaltigkeitszertifikate wie GOTS oder Oeko-Tex – damit sorgen sie direkt dafür, dass textile Produkte langlebiger, schadstofffrei und umweltfreundlicher werden.

Die zukünftige Arbeit im Textillabor wird zunehmend digital. Künstliche Intelligenz und automatisierte Analyseverfahren machen Prüfprozesse schneller, präziser und effizienter. Gleichzeitig entstehen neue textile Innovationen, etwa smarte Stoffe mit eingebauten Sensoren, die Körpertemperatur regulieren, Bewegungen erfassen oder Schlafmuster messen können. Diese Entwicklung fordert von Textillaborant:innen kontinuierliche Weiterbildung – besonders in Bereichen wie neue nachhaltige Materialien, Hightech-Fasern und digitale Labortechnologien.

Ja – und mehr denn je. Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Textilien macht Textillaborant:innen zu gefragten Fachkräften. Unternehmen brauchen Expert:innen, die Materialien professionell prüfen, Qualität sichern und Nachhaltigkeitsstandards erfüllen können. Durch die wachsende Bedeutung von Umweltzertifikaten und innovativen Textillösungen eröffnen sich vielfältige Karriereoptionen. Der Beruf vereint Wissenschaft, Kreativität und Nachhaltigkeit und bietet die Chance, die Zukunft der Fashion- und Textilbranche aktiv mitzugestalten.

Nachhaltigkeit

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