Zum Hauptinhalt springen
Menü einklappen
BioökonomieBioökonomie
KreislaufwirtschaftKreislaufwirtschaft

Stadt- und Re­gio­nalpla­ner:in

Stadt- und Regionalplaner:innen entwickeln städtebauliche Pläne und begleiten deren Umsetzung, wobei sie ökologische, soziale und wirtschaftliche Kriterien optimal miteinander vereinen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre (1,5-2 Jahre Master)

Anforderung

Skills

Analytisches DenkenEntscheidungsfähigkeitInterdisziplinäres ArbeitenKommunikationsstärkeKonzeptionelle KompetenzLösungsorientiertOrganisationstalentSelbstständiges ArbeitenStrategischTeamfähigkeit

Gehalt

Ø 53.620 €/Jahr, 4.468 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 06/2025)
Teller

Schon seit einigen Jahren mangelt es in Deutschland an ausreichend Wohnraum. Noch dazu kommt der Klimawandel, der von Menschen in der Stadt ganz schön was abverlangt. Die brechende Hitze, die im Sommer durch dicht gebaute Häuserreihen nirgendwohin ausweichen kann und sich im Asphalt staut. Wenn man in der Stadt wohnt und das Haus verlässt, fühlt es sich oft an, als stünde man vor einer heißen Wand. Daher braucht es dringend Lösungen. Doch wie lassen sich die Bedürfnisse von Mensch und Umwelt optimal vereinen? Stadt- und Regionalplaner:innen analysieren verschiedene Kriterien und entwickeln Pläne zur Gestaltung von urbanen Räumen. In diesem Beruf kannst du Visionen für eine grünere und lebenswertere Zukunft Realität werden lassen!  

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Fred
Du arbeitest doch im Architekturbüro, oder? Was genau machst du da?
Ja, genau! Ich bin Stadtplanerin.
Fred
Stadtplanerin? Bedeutet das… Straßen bauen oder so?
Naja, nicht selbst graben 😅 Ich plane, wie die Stadt grüner, effizienter und lebenswerter wird. Entwürfe, Karten, Präsentationen… alles dabei.
Fred
Ah, okay! Und was passiert, wenn der Plan steht?
Dann geht’s an die Umsetzung. Ich begleite das Projekt und checke, dass alles nach Plan läuft.
Fred
Klingt richtig spannend!

Voraussetzungen

Für das (grundständige) Studium der Stadt- und Regionalplaner:in brauchst du ein (Fach-)Abitur. Viele Universitäten haben außerdem einen Numerus Clausus (NC) gesetzt, der mit der Abiturnote erreicht werden muss. Im Schnitt liegt der ungefähr bei 1,7.  

Damit du im Studium gut dabei bist, solltest du wirklich am Städtebau und an der Geografie interessiert sein. Dabei wirst du dich täglich mit geografischen Karten aller Art auseinandersetzen und urbane Raumpläne entwerfen. Dafür braucht es ein gutes mathematisches Verständnis und zeichnerische Fähigkeiten. Auch das Bau(ordnungs)recht sollte kein Abturn für dich sein, damit wirst du nämlich ständig konfrontiert sein.  

Nach deinem Studium wirst du in einer (Stadt-) Verwaltung, in einem Architekturbüro oder Immobilien- oder Bauunternehmen arbeiten. Dort sind dein analytisches Denken, Problemlösungskompetenz, Durchsetzungsvermögen, Verhandlungsgeschick und deine Kommunikationsstärke entscheidend, um dich mit Kolleg:innen, Partner:innen oder anderen Entscheidern auszutauschen und erfolgreich zusammenzuarbeiten. 


Was man im Job macht

Entwürfe für umweltgerechte, soziale und wirtschaftliche Orts-, Stadt- und Raumentwicklung erstellen 

Durchführung von städtebaulichen Projekten oder Erweiterung von Siedlungen begleiten 

räumliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen der Lebensumwelt analysieren 

für zukünftige Entscheidungen die Grundlagen, Ziele und Interessen herausarbeiten 

bau- und planungsrechtliche Vorgaben beachten und einhalten 

Beratung und Befragung von Kommunen und Bürger:innen in stadtplanerischen und stadtgestalterischen Fragen 


Ein typischer Arbeitstag

08:00 Uhr
Du startest den Tag damit, E-Mails zu checken und zu priorisieren. Danach verschaffst du dir einen Überblick über deine To-Do´s für den Tag und sprichst dich mit deinen Kolleg:innen ab.
09:00 Uhr
Du schnappst dir den aktuell zu bearbeitenden Flächennutzungsplan, der bereits in AutoCAD vorhanden ist und zeichnest deine Vorstellungen in deine Visualisierungssoftware (z. B. SketchUp) ein. Dabei nutzt du Stadtkarten, Daten aus Geoinformationsystemen (GIS) und Umweltberichten. Die brauchst du, damit dein Plan auch mit der Umwelt vereinbar ist.
10:00 Uhr
Ein großes Meeting zum Bauleitplanverfahren steht an. Mit Kolleg:innen aus anderen Ämtern (Bauamt, Umweltamt, Verkehrsplanung) sprichst du über das Projekt. Ihr bringt euch auf den neuesten Stand, brainstormt, überprüft die Umsetzbarkeit des aktuellen Plans und diskutiert über die Einwände aus der Bürgerbefragung.
12:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Außentermin: Du fährst zum Projekt, das neu bebaut werden soll. Vor Ort machst du Fotos und Notizen, die du schon von unterwegs in die Cloud lädst und deine Projektkollegen taggst. 
15:00 Uhr
Zurück im Büro: Für ein anderes Projekt erstellst du Inhalte für eine Bürgerbeteiligung auf einer Online-Kommunikationsplattform. Dafür müssen Texte, Flyer und Präsentationen verfasst werden. Hier kommt es auf deine Kreativität in On- und Offline-Tools an, damit die Bürger:innen gern und effektiv ihre Zeit in die Befragung investieren. 
16:00 Uhr
Nochmal kurz E-Mails checken und evtl. Vorbereitungen für den nächsten Arbeitstag treffen.
17:00 Uhr
Jetzt: Feierabend!

Perspektiven & Weiterbildung

Hast du dein Bachelorstudium erfolgreich abgeschlossen, steht dir der Weg in die Berufswelt bereits offen. Möchtest du deine Kenntnisse noch ausbauen und vertiefen, oder träumst du davon, dich eines Tages selbstständig zu machen, ist der Masterstudiengang the way to go. Dafür eignen sich auch diese Studiengänge:

Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung

Nachhaltige Stadtentwicklung

Urban Planning and Sustainable Transformation

Regionalmanagement

Infrastrukturmanagement

Wenn dich die wissenschaftliche Laufbahn reizt, stehen im universitären Kontext Promotion und Habilitation an der Spitze der Karriereleiter. Wenn du also später mal im Hörsaal auf der Bühne stehen und die Forschung mit antreiben möchtest, ist die Universität dein zukünftiges zweites Zuhause. 


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

Nachhaltige Jobs in Mitteldeutschland? Das crazy!

Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!


Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Immer mehr Menschen leben in Städten. Weltweit sind es 80%, in Deutschland beinahe 78% (Stand 2023). Das erklärt den Mangel an Wohnungen und macht die Suche danach zu einem echten Pain. Die hohen Preise machen es natürlich nicht besser. Gleichzeitig zeigt sich auf dem Land das Gegenteil – viel Platz, geringe Mieten. Die Lösung? Nachhaltige Stadt- und Regionalplanung.

Genau da kommen Stadt- und Regionalplaner:innen ins Spiel. Sie denken die Städte neu und finden den richtigen Weg, damit Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Umwelt langfristig gut miteinander funktionieren. Dabei sollen die Gebäude nicht mal eben irgendwo aufgebaut werden. Die Städte sollen lebenswert und klimafreundlich sein.

In der Umsetzung können Stadt- und Regionalplaner:innen intelligente Softwares benutzen, die ihnen wichtige Daten für die Planung ausspucken und mithilfe von 3D-Modellierungs- und Visualisierungssoftware, Architektur- und Bauplanungssoftwares sowie KI- Tools ihre Visionen schon richtig gut visualisieren.

Mit Blick auf die Zukunft ist klar: der Beruf ist relevanter als je zuvor. Es braucht kluge Köpfe, die sich für eine grüne Zukunft einsetzen und dabei die Themen der Klimaanpassung, nachhaltigen Mobilität, sozialer Gerechtigkeit und des Umweltschutzes unter einen Hut bringen. Die Ziele wurden auch in der “New Urban Agenda” der UN festgelegt und sollen daher von den Gemeinden weltweit umgesetzt werden.

Der Beruf ist vielmehr als nur ein kleiner Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Als Stadt- und Regionalplaner:in bist du unmittelbar dabei, ein gesünderes Leben für Mensch und Umwelt zu gestalten!

Nachhaltigkeit

Stellenanzeigen zum Beruf

0 offene Stellen

Die Anwendung befindet sich noch in Entwicklung – bald findest du hier passende Stellenanzeigen zu jedem Beruf.