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KreislaufwirtschaftKreislaufwirtschaft

Spielzeughersteller:in

Spielzeughersteller:innen entwerfen, produzieren und gestalten Spielzeuge. Sie sind für Qualitätsprüfung und Verpackung der Endprodukte verantwortlich.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Anforderung

Arbeitsumgebung

Skills

Gewissenhafte ArbeitsweiseInnovatives DenkenKreativitätOrganisationstalentProblemlösungskompetenzQualitätsbewusstseinSelbstständiges ArbeitenSorgfaltTechnisches VerständnisUmsetzungsstärke

Gehalt

Ø 43.946 €/Jahr, 3.662 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 07/2025)
Teller

Lego, Barbie, Schleich, Steiff – die Spielzeugwelt ist riesig und steckt voller Magie! Volle Regale und unzählige Onlineshops katapultieren die Kids von heute in wunderbare Fantasiewelten. Als Kind will man am liebsten alles auf einmal – kennt man ja! Aber hast du dich je gefragt, wo all diese Schätze herkommen? 

Tatsächlich steckt in jedem Spielzeug eine ordentliche Portion Handwerkskunst! Das beginnt schon beim ersten Strich auf dem Papier und geht über das Sägen, Feilen und Bohren am Modell. Doch nur Schnitzen macht noch keine fertige Puppe oder Eisenbahn. Es braucht Details, Farbe und all die kleinen Extras, die ein Spielzeug so besonders machen. 

Spielzeughersteller:innen packen ihre ganze Liebe zum Handwerk und zur Kunst in ihre Arbeit. Sie erschaffen Produkte, die Kinderaugen und Herzen zum Strahlen bringen. Hast du Lust mitzuspielen oder selbst magische Dinge zu erschaffen? 

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Jannik
Hey, ich hab gesehen, du bastelst Miniatureisenbahnen – wie läuft das eigentlich ab?
Zuerst entwerfe ich die Modelle, dann wähle ich Materialien und beginne mit der Umsetzung.
Jannek
Ach wie cool! Und dann auch mit Maschinen oder eher nur handwerklich?
Auf jeden Fall auch mit Maschinen. Am spannendsten ist der 3-D-Drucker – da beobachte ich manchmal einfach, wie das Modell aus dem Nichts wächst.
Jannek
Voll spannend, dass man gleichzeitig so kreativ und technisch arbeiten kann!
Ja, genau das liebe ich an meinem Job 😍

Voraussetzungen

Für die Ausbildung zum Spielzeughersteller oder zur Spielzeugherstellerin braucht es keine besondere Vorbildung. Die Ausbildungsunternehmen suchen sich ihre Auszubildenden meist nach eigenen Kriterien aus. Die einzige fixe Voraussetzung ist, dass du eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung vorlegen musst, wenn du bei Ausbildungsbeginn noch nicht 18 Jahre alt bist.

Viel eher kommt es bei der Bewerbung auf deine persönlichen Fähigkeiten und Kenntnisse an. Für die Herstellung von Spielzeugen braucht es ein Gespür für Ästhetik, eine künstlerische Ader und dementsprechend gute zeichnerische Fähigkeiten. Hast du einen Entwurf erfolgreich fertiggestellt, sind bei der Umsetzung eines ersten Modells handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und Rechenfertigkeiten gefragt. Du wirst einerseits mit deinem eigenen Handwerk an den Modellen arbeiten, andererseits werden dir Maschinen und Geräte ein paar Aufgaben abnehmen. Während des ganzen Prozesses kommt es auf eine sorgfältige und detailgetreue Ausführung an. Dabei sollte die selbstständige Arbeit kein Problem für dich darstellen.


Was man im Job macht

Herstellen von verschiedenen Spielzeugen, zum Beispiel: Puppen, Stofftiere, Dreiräder, Bausteine, Modelleisenbahnen, Gesellschaftsspiele 

Roherzeugnisse anfertigen: Kunststoff-, Holz- oder Metallteile oder Stoffe zuschneiden, sägen, bohren oder anderweitig herstellen 

Oberflächen bearbeiten und gestalten: Schleifen, feilen, ölen, polieren, lackieren, bemalen 

Einzelteile montieren 

Erzeugnisse fertigstellen: Zubehör anbringen (Schleifen, Augen, Zähne, Haare etc.), Bedrucken, besticken, bemalen 

Qualitätsprüfungen durchführen 

Prüfergebnisse dokumentieren 

Waren verpacken 


Ein typischer Arbeitstag

08:00 Uhr
Dein Tag beginnt mit einer kurzen Teambesprechung. Wie ist der Stand der Dinge bei einem Auftrag eines Großkunden? Steht heute etwas Spezielles auf dem Programm?  
08:15 Uhr
Du erstellst einen Plan über die Produktionsschritte für deine anstehende Arbeit. Welche Materialien werden benötigt? Diese bereitest du vor und Maschinen, die dir bei der Produktion helfen, stellst du ein.
09:00 Uhr
Während die Maschinen rattern, achtest du auf den sicheren Ablauf. Bei Störungen greifst du ein.
10:00 Uhr
Der maschinelle Prozess ist fertig. Jetzt schnappst du dir die Rohlinge und verfeinerst sie, d. h. schleifen, feilen und fräsen.
12:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Noch mehr Feinschliff ist gefragt: du entgratest und schleifst, bis kein Splitter mehr zu sehen ist. Am Ende ist alles glatt und fühlt sich qualitativ hochwertig an – so muss es sein!
14:00 Uhr
Jetzt wird es kreativ: Du lackierst die Spielzeuge oder bemalst sie von Hand. Farben, Muster und Details bringen Leben ins Spiel.
16:00 Uhr
Du stellst die Einzelteile zusammen. Schrauben, stecken, kleben – am Ende hältst du ein fertiges Spielzeug in der Hand. Ein letzter Qualitätscheck versichert, dass alles den Vorgaben entspricht.
17:00 Uhr
Feierabend

Perspektiven & Weiterbildung

Hast du die Ausbildung als Spielzeughersteller:in abgeschlossen, kannst du dich direkt an die Werkbank setzen und Spielzeuge herstellen. Hast du später noch Bock auf Aufstiegschancen, kannst du – nach ein paar Jahren Berufserfahrung – eine Meisterausbildung im Drechsler- (Elfenbeinschnitzer-) und Holzspielzeugmacher-Handwerk dranhängen. Oder du absolvierst eine Anpassungsweiterbildung, zum Beispiel in den Bereichen der Lackiererei, Beschichtung, Kunststoffbe- und –verarbeitung, Schneiderei oder Holzbe- und –verarbeitung. Mit dem Abitur oder Fachabitur kannst du außerdem ein Studium absolvieren. Dabei würden folgende Studiengänge zu deiner Ausbildung passen: 

Produkt- und Industriedesign

Holztechnik

Textil- und Bekleidungstechnik

Dir ist gar nicht nach Pauken am Schreibtisch? Mit etwas Mut, Investition und einer guten Idee für neue Produkte kannst du dich auch in die Selbstständigkeit wagen und selbst das Ruder in die Hand nehmen!  


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

Nachhaltige Jobs in Mitteldeutschland? Das crazy!

Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!


Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Bei einem Blick in die Spielzeugabteilung fällt schnell auf, dass ein Großteil der Gegenstände aus Plastik besteht. Das schreit leider erstmal gar nicht nach Nachhaltigkeit. Doch auch in der Spielzeugindustrie werden die Stimmen nach umweltfreundlicheren Waren immer lauter.

In vielen Unternehmen ist bei der Herstellung von Holzspielzeug die FSC-Zertifizierung zum Standard geworden. Mit diesem Zertifikat soll sichergestellt werden, dass die Wälder, aus denen das Holz kommt, umweltschonend bewirtschaftet werden. Gleichzeitig setzen sich vor allem jüngere Unternehmen für eine grünere Spielzeugindustrie ein, indem sie auf recycelte oder Bio-Kunststoffe setzen. Auch bei den Verpackungen kann der Einsatz von unnötigem Kunststoff reduziert werden, indem beispielsweise auf Plastiktüten oder Verpackungen mit Plastikcover verzichtet wird.

In der Produktion kann mittlerweile auch vom 3D-Drucker profitiert werden, der die Herstellung von Bestandteilen effizienter umsetzen kann. Geht es um die Erstellung deiner Entwürfe, ermöglicht das 3-D-Laserscanning ein schnelles Einscannen, damit du am Computer fix Änderungen vornehmen kannst.

Die Aussichten auf einen Arbeitsplatz sind gut. Die Unternehmen suchen händeringend nach neuen Auszubildenden und warten nur darauf, mit dir die Spielzeugwelt zu erobern!

Nachhaltigkeit

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