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KreislaufwirtschaftKreislaufwirtschaft

Restaurator:in

Als Restaurator:in untersuchst, reparierst und pflegst du (antike) Möbelstücke sowie wertvolle Kunst- und Kulturobjekte.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Anforderung

Arbeitsumgebung

Skills

KontaktfreudigkeitOrganisationstalentQualitätsbewusstseinSorgfaltTeamfähigkeitTechnisches VerständnisÜberzeugungskraftVerantwortungsbewusstVerhandlungsgeschick

Gehalt

Ø 46.604 €/Jahr, 3.884 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 10/2025)
Teller

Seit Langem liegt der Trend darin, “Vintage” zu kaufen. Der Kauf von gebrauchten Stücken ist deutlich ressourcenschonender als der Neukauf – good point! Zugleich verleihen altes, dunkles Holz, historische Verzierungen und die oft jahrhundertealte Geschichte den Gegenständen einen unvergleichlichen Charme. 

Es sind Restaurator:innen, die dem altersbedingten Zerfall dieser wertvollen Objekte, seien es Möbel, Gemälde, Skulpturen oder Bauwerke, professionell begegnen. Sie arbeiten mit dem Ziel, minimale Eingriffe vorzunehmen, um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Dank ihres tiefgreifenden Wissens über Materialien und deren Alterungsprozesse sorgen sie dafür, dass diese Stücke erhalten bleiben. 

Ihre Arbeit ist unerlässlich, denn ohne ihre Expertise würde der Welt ein Großteil ihrer antiken Gebäude sowie ihrer Kunst- und Kulturgegenstände verloren gehen. 

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Simon
Hey, deine Story mit dem alten Stuhl war ja soo schöön😍
Danke! Das war nach der Restaurierung – vorher sah er echt mitgenommen aus 🫢
Simon
Wow und wie machst du das?
Ich analysiere erstmal Holz und Farbe, dann schnapp ich mir den Pinsel und das Schleifpapier, um alle Details so originalgetreu wie möglich zu rekonstruieren.
Simon
Mega, das ist ja richtige Kunst!
Jaa voll, jedes Möbelstück erzählt danach seine eigene Geschichte ✨

Voraussetzungen

Um als Restaurator oder Restauratorin durchzustarten, braucht es ein Studium an der Uni oder Fachhochschule. Zugang zum Studienfach “Restaurierung” gewährt dir dein (Fach-)Abitur. Welche Bewerber:innen die Hochschulen letztendlich aufnehmen, hängt vom jeweiligen Auswahlverfahren ab – dazu können sowohl Vorpraktika, praktische Arbeiten als auch Vorstellungsgespräche zählen.  

Und fachlich? Interesse für Kunst kann als Grundvoraussetzung angesehen werden – gerade die Geschichte der Kunst wird immer Thema sein und deine Arbeit beeinflussen. Bei der Aufbereitung der Artefakte wirst du chemische Substanzen gezielt anwenden und Proben analysieren, um beispielsweise die Rolle von Bakterien beim Verfall der Gegenstände zu klären. Grundlegende Kenntnisse in Chemie und Biologie sind daher von Vorteil. Damit das Ergebnis auch den ästhetischen Anforderungen entspricht, ist künstlerisches und handwerkliches Talent gefragt. Mit deiner sorgfältigen, präzisen und verantwortungsvollen Arbeitsweise erweckst du veraltete Kunst- oder Möbelgegenstände wieder zum Leben!


Was man im Job macht

In der Praxis:

Artefakt beurteilen, Veränderungen feststellen und Schäden identifizieren 

Restaurierungskonzept erarbeiten 

Restaurierungsmaßnahmen bestimmen 

Bearbeitungsschritte dokumentieren 

Empfehlungen z.B. für die Aufstellung und Pflege des Objekts abgeben 

Zeichnungen, Fotos und andere Dokumente über den Restaurierungsprozess anfertigen

In der Lehre und Wissenschaft:

Forschungsprojekte betreuen 

neue Restaurierungstechniken ausarbeiten 

Modellversuche durchführen 

Lehrveranstaltungen vorbereiten und durchführen 


Ein typischer Arbeitstag

08:00 Uhr
Du kommst in der Werkstatt an, checkst kurz deine E-Mails und beginnst mit der Konservierung des Möbelstücks – heute ein großer Tisch. Dazu gehört erstmal eine Bestandsaufnahme: Wie ist der Zustand des Tischs? Welche Restaurierungsmaßnahmen sind gefragt? Parallel hältst du alles im Protokoll fest.
09:00 Uhr
Es geht los mit der Restaurierung. Du schraubst den Tisch vorsichtig auseinander und reinigst ihn sorgsam. 
10:00 Uhr
Es gibt unter anderem ein paar Risse, die aufgefüllt und Teile, die ersetzt werden müssen.
13:00 Uhr
Mittagspause
14:00 Uhr
Du widmest dich der Verfeinerung und Oberflächenbehandlung. Kanten verlangen nach einem Schliff und das Holz muss geölt werden.
16:00 Uhr
Der Tisch sieht aus wie neu gebaut – du machst noch einmal Fotos und dokumentierst alle Maßnahmen im Protokoll. Bevor du das Projekt endgültig abschließt, tauschst du dich nochmal mit der Auftraggeberin aus und stellst sicher, dass die Vorstellungen getroffen wurden.
17:00 Uhr
Letztes Clean-Up der Werkstatt, dann geht’s nach Hause –Feierabend!

Perspektiven & Weiterbildung

Nach dem abgeschlossenen Bachelorstudium steht dir die Welt offen. Du hast die Wahl: Du kannst direkt in die Berufswelt einsteigen und dein Wissen durch Anpassungsweiterbildungen aktuell halten, oder die gewonnenen Kenntnisse durch ein Masterstudium vertiefen. 

Mit Anpassungsweiterbildungen kannst du dich zum Beispiel in den Bereichen Denkmalschutz/Denkmalpflege, Holzkunde/Holzwerkstoffe/Holzbe- und -verarbeitung, Bildhauerei/Plastisches Gestalten oder Geschichte/Kulturgeschichte up to date halten. Zieht es dich eher (zurück) in den Hörsaal, bieten dir diese Studiengänge die Möglichkeit, deine Aufstiegschancen zu pushen: 

Konservierung

Kunstgeschichte

Denkmalpflege

Bildende Künste

Solltest du eine Karriere in der Wissenschaft, Privatwirtschaft oder in der öffentlichen Verwaltung anstreben, ist der Master ein Muss. Für die Arbeit an der Hochschule sind außerdem die Promotion und ggf. die Habilitation gefragt. 


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

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Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Die Restaurierung ist praktisch der Inbegriff der Kreislaufwirtschaft. Du arbeitest mit Objekten, die restauriert werden müssen, und setzt deine ganze Leidenschaft ein, um ihren ursprünglichen Zustand und Glanz wiederherzustellen. So kann auf die Herstellung eines neuen Produkts verzichtet und große Mengen an Ressourcen eingespart werden. Ein riesiger Gewinn für die Umwelt!

Wie in vielen Branchen macht sich die Digitalisierung auch in der Restaurierung nützlich. Von 3-D-Druck und 3-D-Laserscanner bis hin zum Color Reader, der selbst feinste Farbabstufungen erkennt – diese neuen Technologien eröffnen eine ganz neue Art der Arbeit in der Restaurierung.

Was die Berufsaussichten betrifft, sind Restaurator:innen mit einem abgeschlossenen Studium bestens ausgebildet und gut aufgestellt. Die vielfältigen Einsatzbereiche umfassen Museen, Archive, Behörden, private Restaurierungsfirmen sowie Forschungseinrichtungen, oder führen in die Selbstständigkeit mit einem eigenen Atelier. Zahlreiche Kunst- und Kulturgüter benötigen dringend die Expertise motivierter Restaurator:innen, um fachgerecht konserviert und erhalten zu werden.

Nachhaltigkeit

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