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KreislaufwirtschaftKreislaufwirtschaft

Prü­ftechno­log:in – Ke­ra­mik

Prüftechnolog:innen kontrollieren die Eigenschaften von Roh- und Werkstoffen während der Herstellung und nach der Fertigstellung.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Skills

BeobachtungsgabeSelbstständiges ArbeitenSorgfaltTechnisches VerständnisVerantwortungsbewusst

Gehalt

Ø 39.036 €/Jahr, 3.253 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 08/2025)
Teller

Du versinkst im warmen Wasser deiner Badewanne und genießt den Moment. Was diesen kleinen Luxus möglich macht, ist die Wissenschaft hinter den Kulissen. Als Prüftechnologe für Keramik bist du der Wächter der Qualität. Du begleitest den Herstellungsprozess, um sicherzustellen, dass die Keramik-Produkte, die die Wärme speichern, absolut fehlerfrei sind. 

Mit deinem geschulten Auge und modernster Technologie spürst du unsichtbare Schwachstellen auf. Du nimmst Proben und testest sie auf Herz und Nieren: Härte, Dichte, Isolierung – alles wird akribisch überprüft. Am Ende ist es dein Job, dass alles den höchsten Standards entspricht. Denn was du erschaffst, ist nicht nur ein Produkt, sondern ein Versprechen von Langlebigkeit und Sicherheit.  

Es bleibt natürlich nicht nur bei Badewannen. Als Prüftechnologe oder Prüftechnologin für Keramik prüfst du die unterschiedlichsten Keramik-Produkte. Von der Kaffeetasse, die deinen Morgen rettet, über den neuen Hüftgelenkskopf deiner Oma bis hin zu Bauteilen für Raketen, die in den Weltraum fliegen – du stellst sicher, dass die Keramik hält, was sie verspricht. 

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Mila
Du arbeitest doch in so ner Fabrik, oder?
 yes, und im Labor – ich bin Prüftechnologe für Keramik.
Mila
Was prüfst du da?
Dichte, Härte, Hitzebeständigkeit – alles, was das Material aushalten muss.
Mila
Also nicht nur Theorie, sondern echt Handarbeit.
Ja, voll. Ohne meine Arbeit wäre dein Geschirr schon x-mal zerbrochen 😅

Voraussetzungen

Für die Ausbildung als Prüftechnolog:in wird kein bestimmter Schulabschluss verlangt. Alles, was du brauchst, ist ein Haupt- oder Realschulabschluss. Für den Fall, dass du noch minderjährig bist, ist eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung ein Muss. Dann kann es mit deiner Bewerbung losgehen. Wen die Ausbildungsunternehmen letztendlich einstellen, hängt von deren jeweiligen Kriterien ab. 

Die Ausbildung folgt dem dualen Prinzip. Ein Teil findet also in der Berufsschule statt, den anderen Teil verbringst du im Unternehmen. Dort kannst du schon tief in die Praxis eintauchen und die erlernte Theorie sofort umsetzen.  

Inhaltlich musst du dich auf einen Batzen Chemie, Physik und Mathe einstellen. Den Zahlen und Formeln kommst du dort nicht aus dem Weg. Es braucht daher eine gewisse Begeisterung für diese Fächer. Bei der Durchführung der Prüfverfahren ist Beobachtungsgenauigkeit Key. Auch Fingergeschick und gutes technisches Verständnis musst du mitbringen, um die richtigen Ergebnisse zu erzielen.  


Was man im Job macht

Bestandteile und Eigenschaften von Roh- und Werkstoffen ermitteln 

Proben in allen Stadien der Fertigung nehmen 

Aufbereitung der Proben 

Versuchsanordnungen aufbauen und überwachen 

Prüfverlauf dokumentieren 

Proben an Speziallabore weiterleiten 

Statistische Auswertung 

Aufbereitung der Informationen für Kund:innen, vorgesetzte Stellen und Behörden 


Ein typischer Arbeitstag

08:00 Uhr
Du kommst im Labor an und nimmst die gelieferten Proben an. Bevor die Tests losgehen, müssen die Proben beschriftet und sortiert werden.
09:00 Uhr
Los geht’s mit den Messungen. Geräte einstellen, Proben einspannen und den Prozess beobachten. Zwischendurch entnimmst du immer wieder Proben und führst Versuche durch. Die Ergebnisse notierst du im Protokoll.
12:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Die gewonnen Daten wertest du aus und vergleichst sie mit den vorgeschriebenen Normwerten.
14:00 Uhr
Die Ergebnisse leitest du an die Produktion weiter und besprichst sie mit den Kolleg:innen. Sind Fehler aufgetreten, machst du dich auf die Suche nach den Ursachen.
15:00 Uhr
Nach Abschluss der Ursachenforschung beginnst du mit einer weiteren Qualitätskontrolle am Mikroskop. Bevor du das Labor verlässt, räumst du deinen Arbeitsplatz auf.
17:00 Uhr
Feierabend.

Perspektiven & Weiterbildung

Die Ausbildung ist fertig, die nötige Berufserfahrung hast du auch schon gesammelt. Hast du trotzdem “noch nicht genug” oder das Bedürfnis, deine Karrierechancen zu upgraden? Grundsätzlich kannst du dich mit Anpassungsweiterbildungen immer auf dem aktuellen Stand der Entwicklungen deiner Branche halten. Darüber hinaus gibt es Weiterbildungen, die deine Expertise nochmal um einiges erweitern können.  

Auf dem praktisch-orientierten Weg gibt es die Ausbildung zum/zur Techniker:in der Fachrichtung Werkstofftechnik oder Keramik, die dich zum Profi machen. Auch Weiterbildungen als Industriemeister:in in den Fachrichtungen Chemie, Glas oder Keramik eignen sich für dich.  

Mit der notwendigen Hochschulzugangberechtigung – dem (Fach-)Abi – kannst du außerdem an der Uni studieren. Folgende Studiengänge knüpfen gut an deine abgeschlossene Ausbildung an: 

  • Keramik-, Glastechnik 
  • Werkstoffwissenschaft
  • Materialwissenschaft 
  • Chemieingenieurwesen 

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Nachhaltigkeit & Zukunft

Die Laborarbeit umfasst in deiner Arbeit als Prüftechnolog:in den Umgang mit chemischen Stoffen und großen, energieintensiven Geräten, die nicht unbedingt nach Nachhaltigkeit schreien. Dennoch kannst du dich für eine grünere Zukunft in der Branche einsetzen, indem du nach umweltfreundlicheren Alternativen suchst. Recycling ist hier das Zauberwort! Wenn du gleichzeitig daran arbeitest, die Lebensdauer der Materialien zu verbessern, lassen sich relevante Mengen an Ressourcen einsparen.

Wie in vielen anderen Branchen, machen sich smarte Technologien auch in der Keramikindustrie einen Namen und können die Effizienz der Prozesse richtig vorantreiben. Geht es zum Beispiel um die Erkennung von kleinsten Rissen oder der Farbechtheit von Lacken, können Systeme wie die Bilderkennung oder der Color Reader einem ganz schön viel Arbeit abnehmen.

Keine Sorge – dein Wissen und dein geschulter Umgang mit der Technik bleiben unverzichtbar. Außerdem sind deine Fähigkeiten nicht nur in der Keramik-, Glas- und Emaillenindustrie gefragt. Auch die Baustoff- sowie Stein- und Erdenindustrie freuen sich über engagierte Fachkräfte!

Egal welche Branche du wählst – du bist nicht nur Teil einer innovativen Industrie, du gestaltest sie aktiv mit!

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