Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V.
Chemnitz, Sachsen
Wie selbstverständlich gehen wir in die Läden, probieren dort Jeans, T-Shirts mit Prints, Jacken und Schuhe an. Doch wie bekommen die Klamotten eigentlich ihre speziellen, individuellen Eigenschaften? Es gibt schließlich keinen Stoff, der einfach so die Regenfestigkeit hat, die für Regenjacken so ausschlaggebend sind. Auch Karo-Muster oder die knalligsten Farben müssen erstmal gebastelt und gemischt werden. Es braucht also Menschen, die sich der Aufgabe widmen, die Fanciness der Klamotten herzustellen. Und genau da trifft man auf dich! Als Produktveredler oder Produktveredlerin steckst du deine Power in die Produktion von Textilien und gibst ihnen den besonderen Touch!
Mit einem guten Hauptschulabschluss kannst du die Ausbildung zum Produktveredler oder zur Produktveredlerin starten. Bei der praktischen Arbeit sind Sorgfalt und Genauigkeit das höchste Gut! Du arbeitest mit riesigen Maschinen und Produktionsanlagen – da muss alles laufen. Zeigt dir eine der Maschinen eine Störung an, musst du schnell reagieren können, den Fehler identifizieren und beheben. Im Kontakt mit den Farben und Chemikalien musst du vorsichtig und verantwortungsbewusst vorgehen. Um zu wissen, wie Stoffe miteinander reagieren und wie die technischen Abläufe funktionieren, solltest du ein gewisses Grundverständnis von Chemie und Physik haben.
Möchtest du in der Branche weiter aufsteigen, kannst du dich zwischen verschiedenen Weiterbildungen entscheiden. Wie wär’s mit einer von diesen?
Willst du lieber das Level deiner handwerklichen Fähigkeiten pushen? Dann könntest du die Techniker:innen-Weiterbildung in der Textilwirtschaft angehen.
Hast du die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife kannst du außerdem ein Studium beginnen und so deine Karriere- und Aufstiegschancen nochmal verbessern, zum Beispiel mit diesen Studiengängen:
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
Die Textilindustrie arbeitet z.B. durch die Färberei und das Imprägnieren viel mit umweltschädlichen Chemikalien und riesigen Maschinen, die große Mengen an Ressourcen, vor allem Wasser, verbrauchen. Um die Produktion umweltfreundlicher zu gestalten, kannst du als Produktveredler:in dabei helfen, Produktionsmethoden umweltfreundlicher zu gestalten und weiterzuentwickeln. Der Weg zu mehr Nachhaltigkeit umfasst die Auswahl umweltfreundlicher Stoffe, den Wechsel zu Pflanzenfarben und die ressourcenschonende Wiederverwendung von Prozesswasser. Vielleicht hast du noch mehr innovative Ideen, die die Textilproduktion nachhaltiger werden lassen?
Wie in den meisten Branchen, bietet die Digitalisierung auch in der Textilindustrie neue Technologien, wodurch Prozesse um einiges vereinfacht werden können. Industrieroboter stehen dir zur Seite und setzen wichtige Herstellungsprozesse in Windeseile um. Gleichzeitig steigt der Druck, nachhaltiger zu produzieren. Das heißt: Produktveredler:innen arbeiten heute stärker an optimierten, ressourcenschonenden Verfahren als früher und müssen technische Entwicklungen genauso im Blick behalten wie Umweltstandards.
Ja, das ist er! Die Textilindustrie wird auch in Zukunft eine hohe Nachfrage haben. Dabei werden auch die verschiedenen Produkteigenschaften sehr vielfältig bleiben und besondere Produktionsprozesse erfordern. Für die korrekte und möglichst umweltfreundliche Umsetzung braucht es daher stets gut ausgebildete Produktveredler:innen!