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Produktionsfach­kraft Chemie

Als Produktionsfachkraft in der Chemie überwachst und steuerst du die Produktion chemischer Stoffe, hältst Qualitätsstandards ein und sorgst für einen sicheren Umgang mit Rohstoffen und Maschinen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

2 Jahre

Skills

BelastbarkeitFlexibilitätGewissenhafte ArbeitsweiseLernbereitschaftOrganisationstalentQualitätsbewusstseinSorgfaltStrukturierte ArbeitsweiseTeamfähigkeitTechnisches Verständnis

Gehalt

Ø 65.500 €/Jahr, 5.458 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 01/2025)
Teller

Produktionsfachkraft für Chemie klingt vielleicht erstmal nicht so spannend. Aber ganz im Gegenteil, der Job lässt dich zum Hogwarts-Lehrling werden. Du mixt Chemikalien nach Rezeptur zusammen und entwickelst zum Beispiel Düngemittel, Säuren oder Farbe und Lacke. Quasi genauso wie im Zaubertränke-Unterricht. Du arbeitest direkt in der Produktionshalle und überwachst den Produktionsablauf. Dabei nimmst du Proben und schaust im Labor, ob alles so ist, wie es sein soll. Wenn in der Produktion mal was hakt, fixst du kleinere Störungen und hältst die Anlagen sauber. Wenn alle Produkte fertig sind, packst du sie für den Versand und die weitere Produktion zusammen. Als Produktionsfachkraft für Chemie kannst du zum Beispiel in der Pharmaindustrie, bei der Herstellung von Kunststoffen, Lacken oder Kosmetika und auch in der Energie- und Umwelttechnik arbeiten. 

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Amira
Ey, du arbeitest in Schichten? 😭
Jaa safe 🤙 ich arbeite als Produktionsfachkraft in der Chemie.
Amira
Was machst du da genau?
Wir stellen Sachen her wie Zitronensäure oder Salzsäure. Klingt easy, sind aber richtig aufwendige chemische Prozesse 💀
Amira
Ah okay, klingt heftiger als gedacht.
Mach das seit meiner Ausbildung vor 5 Jahren. Bin inzwischen sogar Sicherheitsbeauftragter und stellv. Gruppenleiter 😌
Amira
Läuft bei dir 🔥
Überleg nächstes Jahr noch den Industriemeister zu machen 💚

Voraussetzungen

Der Job Produktionsfachkraft Chemie ist ein Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert 2 Jahre und besteht aus schulischen und praktischen Einheiten. Um die Ausbildung zu beginnen, brauchst du mindestens einen Hauptschulabschluss, mehr Chancen auf einen Platz hast du jedoch mit einem mittleren Bildungsabschluss.  
Von Vorteil ist auch, wenn du dich in der Schule bereits für die naturwissenschaftlichen Fächer interessiert hast und Chemie, Physik und Mathe für dich kein Problem sind. Wenn du dich also bereits mit chemischen Verbindungen und physikalischen Gesetzen auskennst, hast du gute Voraussetzungen für den Beruf. Außerdem solltest du auch ein gewisses technisches Knowhow mitbringen und ein handwerkliches Geschick, um mit den Maschinen und Anlagen gut arbeiten zu können. Zudem kann es sein, dass du, wie in vielen Bereichen der Industrie, im Schichtdienst arbeitest. Darauf solltest du vorbereitet sein.  


Was man im Job macht

Maschinen bedienen, die chemische Produkte herstellen 

Chemikalien nach Rezept abwiegen, mischen und dosieren 

Qualität prüfen: Proben nehmen und z. B. pH-Wert, Dichte oder Viskosität messen

Maschinen sauber halten, funktionsbereit machen und kleine Wartungen übernehmen 

Produktionsstörungen erkennen und beheben 

Produktionsabläufe dokumentieren und wichtige Daten festhalten 

Sicherheitsregeln beachten und kontrollieren 

Fertige Produkte abfüllen und für den Versand vorbereiten 

Produktionsprozesse verbessern, damit alles schneller, sicherer und besser läuft 


Ein typischer Arbeitstag

06:00 Uhr
Deine Schicht in der Produktionshalle beginnt. Du ziehst deine sterile Arbeitskleidung an und löst deine Kollegin aus der Nachtschicht ab. Ihr besprecht kurz den Stand der Produktion und eventuelle Störungen.
06:15 Uhr
Du kontrollierst alle Maschinen und Anlagen, du prüfst die Rohstoffvorräte und Chemikalien. Nun kannst du mit dem Produktionsplan beginnen.
07:00 Uhr
Du misst die Temperatur, den Druck und die Durchflussmenge in den Produktionsprozessen. Du entnimmst die ersten Proben und kontrollierst sie im Labor. Erste Ergebnisse können dokumentiert werden.
09:00 Uhr
Du trinkst einen stärkenden Kaffee im Pausenraum.
09:15 Uhr
Du passt die Einstellungen der Maschinen noch genauer an. Du reinigst die Filtersysteme und tauschst kleinere Ersatzteile.
11:30 Uhr
Mittagspause – Du gehst mit deinen Kolleg:innen in die Mensa. 
12:00 Uhr
Es kommt zu einer Verstopfung in einer Leitung. Du hilfst dem Technikteam dabei, die Störung zu beheben.
14:30 Uhr
Du überprüfst die Qualitätsstandards der hergestellten Produkte. Du bereitest die Übergabe der Anlagen für deinen Kollegen vor. 
15:00 Uhr
Schichtende – Du ziehst dich um und genießt deinen Feierabend.

Perspektiven & Weiterbildung

Um dir eine gute Startposition auf dem Arbeitsmarkt zu sichern, kannst du bereits während deiner Ausbildung eine Zusatzqualifikation, zum Beispiel als “Europaassistent:in” machen. Wesentlicher Bestandteil der Weiterbildung ist das Europäische Waren- und Wirtschaftsrecht, mit dem Wissen kannst du Unternehmen zusätzlich in diesem Bereich unterstützen. 
Mit einer Meisterausbildung für Chemie oder Pharmazie kannst du deine Qualifikation weiter ausbauen und z. B. eine Führungsposition übernehmen. Allgemein kannst du dein Wissen und deine Fähigkeiten jederzeit durch Weiterbildungen aktuell halten und so auch über Trends in der Branche erfahren, wie z.B. Industrie 4.0. Wenn du eine Hochschulzugangsberechtigung hast, kannst du nach deiner praktischen Ausbildung auch ein Studium im Bereich Chemieingenieurwesen, Pharmatechnik oder Biotechnologie absolvieren. 


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Nachhaltigkeit & Zukunft

Moderne Chemieberufe haben viel mit Nachhaltigkeit zu tun. Ziel ist es, die Produktion grüner zu gestalten – zum Beispiel durch den Einsatz von Biomasse statt fossilen Rohstoffen. Auch wenn mit gefährlichen Stoffen gearbeitet wird, lernst du genau, wie man sie sicher einsetzt und umweltgerecht entsorgt. Du sorgst dafür, dass Rohstoffe effizient genutzt werden, weniger Abfall entsteht und Materialien im Kreislauf bleiben, statt im Müll zu landen. Besonders bei Kunststoffen setzt die Branche zunehmend auf biologisch abbaubare Alternativen. Zudem reduzierst du aktiv CO₂-Emissionen, indem du Abläufe optimierst und Technologien wie Carbon Capture nutzt.

Die Chemie wird immer digitaler: Industrie 4.0, vernetzte Anlagen und smarte Produktionssysteme sind heute Standard. Produktionsdaten können in Echtzeit ausgewertet werden, was Fehler schneller sichtbar macht. Mit Augmented Reality lassen sich Maschinen per Datenbrille warten und reparieren. Roboter und KI übernehmen gefährlichere Tätigkeiten, etwa beim Mischen von Chemikalien. Der Job entwickelt sich dadurch ständig weiter und wird technischer, moderner und sicherer.

Ja, und zwar mehr denn je. Fachkräfte, die nachhaltige Prozesse verstehen und digitale Systeme bedienen können, werden dringend gesucht. Die Chemiebranche spielt eine Schlüsselrolle bei Themen wie Energiewende, Kreislaufwirtschaft und CO₂-Reduktion. Wer hier arbeitet, hat nicht nur sichere Jobperspektiven, sondern auch echten Impact auf die Welt von morgen.

Nachhaltigkeit

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