Schurer Pharma & Kosmetik GmbH
Leipzig, Sachsen
Viele denken, dass Medikamente einfach maschinell im Sekundentakt hergestellt werden. Aber wusstest du, dass in Apotheken oft noch von Hand gemischt wird? Salben, Mixturen, Lösungen oder Kapseln. Die PTAs stehen – oft versteckt, also Backstage – in der Apotheke und mischen nach ärztlichem Rezept und individuell abgestimmt die Mittel zur Heilung an. Dabei zählt jedes Milligramm. Auch die Textur, die Farbe und der Geruch müssen stimmen. Wenn du also eine feine Nase, ein Auge für Details und etwas Handgeschick hast, bringst du schon mal sehr gute Voraussetzungen mit! Der weiße Kittel wartet und die Apotheke ruft nach dir!
Um pharmazeutisch – technische:r Assistent:in (PTA) zu werden, musst du eine Ausbildung absolvieren. Dafür brauchst du einen mittleren Schulabschluss oder einen Hauptschulabschluss in Kombination mit einer mind. zweijährigen abgeschlossenen Berufsausbildung. Außerdem musst du ein ärztliches Attest über deine gesundheitliche Eignung vorweisen. Im Einzelfall können die Ausbildungsstätten ein Mindestalter (16 oder 18 Jahre) sowie das Bestehen einer Aufnahmeprüfung verlangen.
Was deine Interessen betrifft, sollten Naturwissenschaften keinen “Ick” in dir auslösen, sondern Begeisterung in dir hervorrufen. Da du bei der Herstellung von Arzneimitteln immer darauf achten musst, dass sie die richtige Konsistenz, Farbe und Geruch haben, ist es wichtig, dass deine Sinnesorgane (also v.a. Augen & Nase) tiptop funktionieren. Du solltest zudem robust sein, da du regelmäßig mit unangenehmen Gasen, Dämpfen oder Gerüchen in Kontakt kommen wirst. Safety first – du trägst dabei immer Schutzkleidung.
Möchtest du dir nach deiner Ausbildung noch weitere Aufstiegsmöglichkeiten sichern, kannst du zum Beispiel noch die Industriemeister:innen-Weiterbildung in der Fachrichtung Pharmazie dranhängen. So kannst du später eine Führungsposition in der Arzneimittelproduktion oder der Qualitätskontrolle übernehmen.
Hast du die allgemeine Hochschulreife oder eine fachgebundene Hochschulreife, kannst du dich noch in die Hörsäle der Uni setzen und im Studium weiterpauken. Dort würde z.B. der Studiengang der Pharmatechnik oder der Pharmazie zu dir passen, um danach Apotheker:in zu werden.
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
Die Nachhaltigkeit des PTA-Berufs manifestiert sich vor allem in der Gesundheitsversorgung und dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. PTAs stellen sicher, dass Medikamente korrekt eingenommen und gelagert werden. Das verhindert Fehlgebrauch, der die Genesung verzögern oder neue Probleme verursachen könnte und minimiert somit den Bedarf an weiteren Behandlungen und damit verbundenen Ressourcen. Durch präzise Abgabe und Beratung helfen PTAs, dass Patienten nur die tatsächlich benötigte Menge an Medikamenten erhalten, was die Verschwendung von Arzneimitteln reduziert. PTAs mischen auch bei der Entsorgung von Altmedikamenten mit, die die korrekte und umweltgerechte Entsorgung sicherstellt. Sie beraten zu präventiven Maßnahmen, wie z.B. Ernährung, Bewegung oder Impfungen. Eine gesündere Bevölkerung benötigt weniger medizinische Interventionen, was Ressourcen im Gesundheitssystem schont. Im Backoffice tragen PTAs zur Optimierung der Lagerbestände und des Bestellwesens bei. Eine effiziente Logistik reduziert unnötige Lieferfahrten und damit den CO2-Ausstoß. Das Fahrrad ist die perfekte Alternative für Arzneilieferungen an die Kunden. So sparst du nicht nur Emissionen ein, sondern hast ein sanftes Work-out inklusive. Also: Win-Win-Situation!
Durch Reformen im Berufsgesetz (wie das PTA-Reformgesetz 2023 in Deutschland) erhalten PTAs mehr Verantwortlichkeiten und dürfen bestimmte Tätigkeiten unter “Verantwortung” statt nur “Aufsicht” des Apothekers ausüben. Es wird eine Zunahme spezialisierter Aufgaben erwartet, z.B. in der pharmazeutischen Dienstleistung (Messungen, Medikationsanalyse), der Beratung zu spezifischen Krankheitsbildern (Diabetes, Asthma) oder der Wundversorgung.
Digitalisierung und Telepharmazie sind weitere große Stichwörter in jeder Apotheke. Das E-Rezept ist bereits Realität und wird den Alltag weiter stark verändern. PTAs müssen den Umgang mit digitalen Verordnungen beherrschen. Außerdem werden Apotheken-Apps und Online-Bestellsysteme weiter an Bedeutung gewinnen. Telepharmazie bedeutet Videoberatung und wird voraussichtlich zunehmen, was PTAs neue Arbeitsmodelle und Kommunikationswege eröffnet.
KI-Systeme könnten PTAs bei Routineaufgaben entlasten, etwa bei der Arzneimittelprüfung auf Wechselwirkungen oder bei der Beantwortung häufiger Kundenfragen, um mehr Zeit für komplexe Beratungen zu schaffen.
Der PTA-Beruf ist im Wandel und bietet gute Zukunftsaussichten, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Digitalisierung. Es ist also ein Beruf, der sich ständig weiterentwickelt und weiterhin an Bedeutung gewinnt. Um deine Jobaussichten musst du dir daher keine Sorgen machen.