Zum Hauptinhalt springen
Menü einklappen
BioökonomieBioökonomie
KreislaufwirtschaftKreislaufwirtschaft

Ortho­pä­die­technik-Me­cha­ni­ker:in

Als Orthopädietechniker:in stellst du künstliche Gliedmaßen (Prothesen) und Bandagen her. Du montierst und passt Gehhilfen sowie Rollstühle an und stehst deinen Kund:innen beratend zur Seite.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Anforderung

Skills

DienstleistungsorientiertEmpathieGewissenhafte ArbeitsweiseKommunikationsstärkeKundenorientiertProblemlösungskompetenzSorgfaltTechnisches Verständnis

Gehalt

Ø 43.313 €/Jahr, 3.609 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 07/2025)
Teller

Bewegung ist für dich kein Luxus, sondern ein Menschenrecht. Dein Job als Orthopädietechnik-Mechaniker:in ist es, Menschen ihre Bewegungsfreiheit zurückzugeben. Dabei verbindest du traditionelles Handwerk mit modernster Technik. Du baust Prothesen, die nicht nur funktionieren, sondern auch ein Teil der Persönlichkeit werden. Mit 3D-Druck, Hightech-Materialien und viel Einfühlungsvermögen schaffst du maßgefertigte Lösungen. So verwandelst du Herausforderungen in neue Möglichkeiten und schenkst Lebensqualität zurück. Du bist der/die Spezialist:in für Mobilität, die Leben verändert.

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Leo
Du hast doch erzählt, du baust so… technische Sachen für Menschen?
Ja genau, ich bin Orthopädietechniker.
Leo
Und was genau machst du da?
Ich bau z. B. Prothesen oder Rollstühle – alles individuell angepasst.
Leo
Krass, also was mit Menschen und Technik?
Jaa und vor allem für sie. Wenn jemand dank meiner Arbeit wieder laufen oder Sport machen kann – meeega!

Voraussetzungen

Die Ausbildung als Orthopädietechnik-Mechaniker:in verbindet handwerkliches Geschick mit der direkten Arbeit am Menschen. Damit hilfst du aktiv, das Leben von Menschen mit Handicap zu verändern. Mit einem guten Realschulabschluss, besser mit Abitur, kannst du die Ausbildung starten. Bist du noch nicht 18 Jahre alt, musst du eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung vorlegen.  

Aber was erwartet dich und passen deine Interessen und Fähigkeiten zum Beruf? Da du in dem Job viel zusammenbauen und herumwerkeln wirst, ist allem voran handwerkliches Geschick gefragt. Die Entwürfe für deine Projekte wirst du am Computer mit speziellen Programmen erstellen, daher solltest du im Umgang mit der Technik fit sein. Die medizinischen Hilfsmittel müssen am Ende ganz individuell auf den Körper der Kund:innen angepasst sein. Dafür musst du sorgfältig und präzise arbeiten können. Um die Funktionsweise nachvollziehen zu können, sind Grundkenntnisse in Bio und Physik hilfreich. Deine Kund:innen kommen zu dir, weil sie Hilfe bei Behinderungen oder Verletzungen brauchen. Daher sind gute Kommunikationsfähigkeit und viel Einfühlungsvermögen entscheidend. 


Was man im Job macht

Herstellung von künstlichen Gliedmaßen (Prothesen), Schienen und Bandagen (Orthesen) 

Anpassen von Gehhilfen und Rollstühlen 

Erstellen von Entwürfen & Modellen am Computer mithilfe von CAD- und CNC-Programmen 

Herstellung der Konstruktionen aus verschiedenen Materialien: bspw. Kunststoff, Metall, Holz, Textilien, Leder, Gips 

Beratung und Bedienung der Kund:innen 

Erklären der Handhabung 


Ein typischer Arbeitstag

08:00 Uhr
Dein Tag beginnt mit einem Kundentermin. Der Kunde benötigt eine Orthese für sein Bein. Bevor du diese herstellen kannst, scannst du die Anatomie des Beins. Die Daten schickst du danach zu deinen Kolleg:innen, die die Fertigung übernehmen.
08:45 Uhr
Die nächste Kundin kommt zu dir. Sie benötigt eine Armorthese. Für die Abmessung kommt wieder der Scanner zum Einsatz. 
09:45 Uhr
Du machst du dich an die Herstellung eines Probeschafts. Der Schaft ist die Stelle, an der deine Patientin mit dem Stumpf in die Prothese steigt. Diesen Probeschaft kann die Kundin später anprobieren, damit du siehst, ob noch Änderungen vorgenommen werden müssen.
11:45 Uhr
Mittagspause
12:30 Uhr
Im nächsten Kundentermin passt du einen Rollstuhl an. Dabei wird jede Einstellung einmal gecheckt. Was nicht mehr passt wird passend gemacht. Auch wichtig: Bremsen, Achsen und Räder müssen auf ihre Funktionstüchtigkeit kontrolliert werden. Die Schrauben werden lieber nochmal fester angezogen.
14:00 Uhr
Eine Beinprothese ist diese Woche fertig geworden und kann an den Kunden übergeben werden. Bei der Anprobe stehst du ihm zur Seite, erklärst, wie man sie anzieht und was zu beachten ist. Wenn es an einer Stelle noch zwickt, passt du die Prothese an. 
16:15 Uhr
Du machst Ordnung in der Werkstatt, bevor es nach Hause geht.
17:00 Uhr
Feierabend

Perspektiven & Weiterbildung

Die Ausbildung ist abgeschlossen und du hast schon etwas Berufserfahrung gesammelt. Du möchtest aber noch weiterlernen und deine Berufschancen aufbessern? Eine Option ist es, die Prüfung zum/zur Orthopädietechnikmeister:in (Bachelor Professional) abzulegen. Auch der Weg in die Selbstständigkeit ist eine Möglichkeit. Hast du die Schule mit dem Abitur oder Fachabitur abgeschlossen oder den Meisterbrief in der Tasche, kannst du dich noch auf ein Studium bewerben und an der Uni fleißig pauken. Diese Studiengänge würden sehr gut an deine Ausbildung anschließen: 

Orthopädie-, Rehatechnik

Biomechanik

Medizinische Technik



Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

In der Produktion von Prothesen, Bandagen und co. werden unterschiedliche Materialien verarbeitet, darunter fällt vor allem Kunststoff. Es ist kein Geheimnis, dass dieser nicht der Nachhaltigste aller Stoffe ist. Einige Hersteller widmen sich nun aber der Aufgabe, möglichst auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen und auf die Kompostierbarkeit, Effizienz und Reduzierung von Abfall zu achten. Die Umstellung von Gipsabdrücken auf Scanning trägt außerdem zur verminderten Abfallproduktion bei.

Der Beruf des Orthopädietechnik-Mechanikers oder der Orthopädietechnik-Mechanikerin profitiert mittlerweile sehr von der Digitalisierung. Braucht jemand eine orthopädische Schuheinlage, muss der Abdruck nicht mehr aufwendig mit einem Gips genommen werden. Smarte Scanner vereinfachen diesen Prozess und liefern schnelle Ergebnisse.

Auch wenn die Technik stark fortgeschritten ist, können die Geräte die Arbeit des Menschen nicht ersetzen. Bis eine Prothese richtig sitzt und sich gut anfühlt, kann es eine Weile dauern und auch mal für Frustration sorgen. Deshalb braucht es bei der Anprobe, Anpassung, Montage, Wartung und Beratung dein Wissen und ganz wichtig: Einfühlungsvermögen!
Die Nachfrage nach Orthopädietechnik-Mechaniker:innen wird daher immer gegeben sein – um deine Zukunft musst du dir keine Sorgen machen!

Ein Beruf der Sinn macht, Menschen hilft und sich laufend weiterentwickelt – technisch und ökologisch!

Nachhaltigkeit

Stellenanzeigen zum Beruf

0 offene Stellen

Die Anwendung befindet sich noch in Entwicklung – bald findest du hier passende Stellenanzeigen zu jedem Beruf.