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KreislaufwirtschaftKreislaufwirtschaft

Mikrotechnolog:in

Als Mikrotechnolog:in arbeitest du in der Herstellung von Mikrochips, Mikrosystemen und Sensoren.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Anforderung

Skills

Analytisches DenkenDurchhaltevermögenGewissenhafte ArbeitsweiseOrganisationstalentQualitätsbewusstseinSchnelle AuffassungsgabeSelbstständiges ArbeitenSorgfaltStrukturierte ArbeitsweiseTechnisches Verständnis

Gehalt

Ø 57.114 €/Jahr, 4.760 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 08/2025)
Teller

Die technische Entwicklung hat in den letzten Jahren eine unglaubliche Geschwindigkeit erreicht. Noch vor 20 Jahren waren Smartphones mit 4K-Videos oder Bezahlfunktionen kaum vorstellbar, heute steckt in jedem Gerät ein smarter Chip. Es ist kaum zu glauben, dass all die unzähligen Funktionen auf einem Chip in der Größe einer 1-Cent-Münze Platz finden. 

Hinter dieser Meisterleistung steckt die Mikrotechnologie. In ultra-sterilen Reinräumen werden winzige Plättchen mit feinsten Strukturen versehen. Hierbei ist absolute Präzision gefragt: Geätzt, beschichtet und mit Metallkontakten ausgestattet, muss jede Linie perfekt sitzen. Die fertigen Bauteile sind das Herz von Smartphones und Computern, aber auch ein unverzichtbarer Teil in der Medizin oder im Umweltschutz. 

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Paula
Du arbeitest in der Chipproduktion, richtig?
Ja, als Mikrotechnologe. Ich stell Mikrochips her, die in nachhaltiger Energie, Medizintechnik oder Kommunikation gebraucht werden.
Paula
Uhh, also richtig Hightech? 🫢
Genau. Und wir produzieren unter superreinen Bedingungen, damit alles fehlerfrei läuft.
Paula
Ach krass! Klingt interessant! Bestimmt auch wichtig für die Entwicklung der Technik?
Voll! Winzige Teile, aber riesiger Einfluss. ⚡

Voraussetzungen

Möchtest du als Mikrotechnologe oder Mikrotechnologin arbeiten, kannst du nach dem Schulabschluss direkt mit der Ausbildung anfangen. Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Jedoch suchen Unternehmen für diese Ausbildung zunehmend Bewerber mit Abitur

Bei der Arbeit kommt es dann auf deine Kenntnisse in Physik und Mathe an. Auch Englisch sollte kein Hindernis für dich sein, da englische Texte dir immer wieder über den Weg gelaufen kommen. Die Umsetzung der Aufträge verlangt ein gutes technisches Verständnis und Handgeschick. Da du Chips und Sensoren in Miniaturgröße herstellen wirst, musst du viel friemeln, sehr sorgfältig arbeiten und darfst dich nicht aus der Ruhe bringen lassen.  

Außerdem ist für egal welche Ausbildung, die du vor deinem 18. Geburtstag beginnst, eine Erstuntersuchung gesetzlich vorgeschrieben. 


Was man im Job macht

Mikrochips, Mikrosysteme und Sensoren herstellen 

Prozesschemikalien aufbereiten 

Arbeitsabläufe planen und organisieren 

Qualitätssicherungsmaßnahmen durchführen 

Werkstoffe und Chemikalien lagern 

Reststoffe fachgerecht entsorgen 

Reinraumbedingungen sichern und prüfen 

Anlagen einrichten, bedienen, überwachen und warten 

Prozessbegleitende Prüfungen durchführen 

Störungen erkennen und beheben 


Ein typischer Arbeitstag

07:30 Uhr
Der erste Weg führt dich ins Labor. Dort bearbeitest du die Scheibe, auf welcher die Mikrochips hergestellt werden (“Wafer”). Du beginnst damit, einen fotoaktiven Lack auf der Scheibe zu verteilen. Mit Hilfe von UV-Strahlen ätzt du feine Strukturen in die Chips.
08:30 Uhr
Im nächsten Schritt entfernst du den Lack von den bestrahlten Stellen. Dafür bereitest du die Entwicklerlösung vor. Um den Lack vollständig zu entfernen, tauchst du den Wafer (ggf. mehrfach) in die Lösung. 
10:00 Uhr
Unter einem Mikroskop kontrollierst du deine Arbeit. Die Ränder und Oberflächen müssen glatt sein. Es darf vor allem nicht zu viel weggeätzt worden sein.
13:00 Uhr
Mittagspause
13:30 Uhr
Für die anstehenden Arbeitsschritte geht es für dich in den Reinraum. Um dort reingehen zu können, musst du deine Schutzbekleidung anziehen und dich komplett entstauben. Dafür gehst du unter anderem durch eine spezielle Schleuse, die optisch denen am Flughafen ähnelt.
13:45 Uhr
Im Reinraum werden die Mikrochips fertiggestellt. Du bestückst die Bodenplatte mit dem Trägermaterial. Im Bestückautomat werden die Mikrochips und alle fehlenden Bauteile hinzugefügt. Um alles fest zu verschmelzen, kommt das Produkt in den Lötofen. 
15:00 Uhr
Jetzt fehlt noch die Technik. Mit einer speziellen Maschine, dem “Bonder” bringst du die Drähte an. Damit die Maschine weiß was zu tun ist, stellst du die entsprechenden Parameter ein. 
16:00 Uhr
Du hast es für heute geschafft. Feierabend und ab nach Hause. 

Perspektiven & Weiterbildung

Nach deiner abgeschlossenen Ausbildung muss nicht unbedingt Schluss sein mit Lernen. Es gibt verschiedene Bildungswege, die dich auf dem aktuellen Stand halten oder solche, die dir mehr Aufstiegsmöglichkeiten bieten.  

Mit der anschließenden Ausbildung als Techniker:in in den Fachrichtungen der Leiterplattentechnik oder der Mechatronik kannst du dich spezialisieren und Expert:in im jeweiligen Bereich werden.  

Mit der Hochschulreife oder einem vergleichbaren beruflichen Abschluss steht dir außerdem der Weg an die Uni offen. Dort bieten dir Studiengänge der Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik, Nanowissenschaft oder Sensortechnik einen vertieften Einblick in die Wissenschaft.  

Egal, für welchen Weg du dich entscheidest – mit deinem technischen Know-how und der Erfahrung aus der Praxis stehen dir viele Türen offen. Die Branche entwickelt sich ständig weiter, und mit ihr auch deine Möglichkeiten. Wenn du also Lust hast, immer tiefer in die Welt der Mikrotechnologie einzutauchen und vielleicht sogar an den Innovationen von morgen mitzuarbeiten, dann lohnt es sich, am Ball zu bleiben! 


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

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Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Die Technologiebranche steht im Zwiespalt zwischen Chance und Herausforderung. Technische Geräte werden mit jedem Jahr und jeder Version kompakter und effizienter. Unterschiedliche Funktionen, die zuletzt auf mehreren Bauteilen verteilt waren, werden mittlerweile auf einem Chip zusammengefügt. Das ermöglicht die Reduktion des Ressourcenverbrauchs in der Produktion. Gleichzeitig kommen immer mehr Geräte auf den Markt, die mit smarter Technologie ausgestattet werden. Die Folge: Es wird mehr produziert, mehr Geräte werden im Alltag verwendet und der Energieverbrauch steigt an.

Um den Herausforderungen zu begegnen, fördern Initiativen wie die des Bundesministeriums für Bildung, Forschung und Raumfahrt gezielt nachhaltige technologische Entwicklungen. Ziel ist es, neue Lösungen zu schaffen, die Energie und Ressourcen langfristig einsparen.

Arbeitest du in der Mikrotechnologie, steckst du mittendrin. Du gestaltest die Produktion aktiv mit – und damit auch den Wandel hin zu nachhaltigeren Technologien.

Die Mikrotechnologie entwickelt sich auf jeden Fall immer weiter. Neue Technologien wie etwa der 3-D-Druck oder Computer-Aided Manufacturing (CAM) helfen dir bei der präzisen Herstellung und Bearbeitung spezieller Mikrotechnik. Das bedeutet auch, dass die Produktionsprozesse schneller umgesetzt werden. Für dich heißt das: Du arbeitest mit modernsten Anlagen, lernst ständig neue Verfahren kennen und bist mitten in einer Branche unterwegs, die rasant wächst und technisch nie stillsteht.

Auch wenn Automatisierung und Digitalisierung künftig Aufgaben verändern oder ersetzen könnten, ist das Berufsfeld weiterhin zukunftsfähig. Die Ausbildung bietet eine solide Grundlage, um mit den technologischen Entwicklungen mitzuwachsen – oder sie sogar mitzugestalten.

Nachhaltigkeit

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