Robert Bosch GmbH
Dresden, Sachsen
Die technische Entwicklung hat in den letzten Jahren eine unglaubliche Geschwindigkeit erreicht. Noch vor 20 Jahren waren Smartphones mit 4K-Videos oder Bezahlfunktionen kaum vorstellbar, heute steckt in jedem Gerät ein smarter Chip. Es ist kaum zu glauben, dass all die unzähligen Funktionen auf einem Chip in der Größe einer 1-Cent-Münze Platz finden.
Hinter dieser Meisterleistung steckt die Mikrotechnologie. In ultra-sterilen Reinräumen werden winzige Plättchen mit feinsten Strukturen versehen. Hierbei ist absolute Präzision gefragt: Geätzt, beschichtet und mit Metallkontakten ausgestattet, muss jede Linie perfekt sitzen. Die fertigen Bauteile sind das Herz von Smartphones und Computern, aber auch ein unverzichtbarer Teil in der Medizin oder im Umweltschutz.
Möchtest du als Mikrotechnologe oder Mikrotechnologin arbeiten, kannst du nach dem Schulabschluss direkt mit der Ausbildung anfangen. Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Jedoch suchen Unternehmen für diese Ausbildung zunehmend Bewerber mit Abitur.
Bei der Arbeit kommt es dann auf deine Kenntnisse in Physik und Mathe an. Auch Englisch sollte kein Hindernis für dich sein, da englische Texte dir immer wieder über den Weg gelaufen kommen. Die Umsetzung der Aufträge verlangt ein gutes technisches Verständnis und Handgeschick. Da du Chips und Sensoren in Miniaturgröße herstellen wirst, musst du viel friemeln, sehr sorgfältig arbeiten und darfst dich nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Außerdem ist für egal welche Ausbildung, die du vor deinem 18. Geburtstag beginnst, eine Erstuntersuchung gesetzlich vorgeschrieben.
Nach deiner abgeschlossenen Ausbildung muss nicht unbedingt Schluss sein mit Lernen. Es gibt verschiedene Bildungswege, die dich auf dem aktuellen Stand halten oder solche, die dir mehr Aufstiegsmöglichkeiten bieten.
Mit der anschließenden Ausbildung als Techniker:in in den Fachrichtungen der Leiterplattentechnik oder der Mechatronik kannst du dich spezialisieren und Expert:in im jeweiligen Bereich werden.
Mit der Hochschulreife oder einem vergleichbaren beruflichen Abschluss steht dir außerdem der Weg an die Uni offen. Dort bieten dir Studiengänge der Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik, Nanowissenschaft oder Sensortechnik einen vertieften Einblick in die Wissenschaft.
Egal, für welchen Weg du dich entscheidest – mit deinem technischen Know-how und der Erfahrung aus der Praxis stehen dir viele Türen offen. Die Branche entwickelt sich ständig weiter, und mit ihr auch deine Möglichkeiten. Wenn du also Lust hast, immer tiefer in die Welt der Mikrotechnologie einzutauchen und vielleicht sogar an den Innovationen von morgen mitzuarbeiten, dann lohnt es sich, am Ball zu bleiben!
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
Die Technologiebranche steht im Zwiespalt zwischen Chance und Herausforderung. Technische Geräte werden mit jedem Jahr und jeder Version kompakter und effizienter. Unterschiedliche Funktionen, die zuletzt auf mehreren Bauteilen verteilt waren, werden mittlerweile auf einem Chip zusammengefügt. Das ermöglicht die Reduktion des Ressourcenverbrauchs in der Produktion. Gleichzeitig kommen immer mehr Geräte auf den Markt, die mit smarter Technologie ausgestattet werden. Die Folge: Es wird mehr produziert, mehr Geräte werden im Alltag verwendet und der Energieverbrauch steigt an.
Um den Herausforderungen zu begegnen, fördern Initiativen wie die des Bundesministeriums für Bildung, Forschung und Raumfahrt gezielt nachhaltige technologische Entwicklungen. Ziel ist es, neue Lösungen zu schaffen, die Energie und Ressourcen langfristig einsparen.
Arbeitest du in der Mikrotechnologie, steckst du mittendrin. Du gestaltest die Produktion aktiv mit – und damit auch den Wandel hin zu nachhaltigeren Technologien.
Die Mikrotechnologie entwickelt sich auf jeden Fall immer weiter. Neue Technologien wie etwa der 3-D-Druck oder Computer-Aided Manufacturing (CAM) helfen dir bei der präzisen Herstellung und Bearbeitung spezieller Mikrotechnik. Das bedeutet auch, dass die Produktionsprozesse schneller umgesetzt werden. Für dich heißt das: Du arbeitest mit modernsten Anlagen, lernst ständig neue Verfahren kennen und bist mitten in einer Branche unterwegs, die rasant wächst und technisch nie stillsteht.
Auch wenn Automatisierung und Digitalisierung künftig Aufgaben verändern oder ersetzen könnten, ist das Berufsfeld weiterhin zukunftsfähig. Die Ausbildung bietet eine solide Grundlage, um mit den technologischen Entwicklungen mitzuwachsen – oder sie sogar mitzugestalten.