Technische Universität Dresden
Dresden, Sachsen
Die Mehrheit der Bevölkerung hat sich wohl in den vergangenen Jahrzehnten im Alltag eher wenig mit der Wissenschaft der Viren, Bakterien, Pilze und co. beschäftigt. Spätestens seit der Corona-Pandemie wurde uns zumindest die Virologie in den täglichen Nachrichten etwas nähergebracht. Virolog:innen erklärten in Talk-Shows, wie schnell die “bösen” Viren sich vermehren und übertragen werden können. Diese Zeit hat eindrücklich gezeigt: Virusforschung kann Leben retten, denn die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen die Entwicklung lebenswichtiger Impfstoffe. Als Mikrobiologe oder Mikrobiologin wirst du selbst in deinem Kittel im Labor stehen und diese Forschung durchführen. Dabei dreht es sich nicht allein um Viren, sondern ebenso viel um andere Mikroorganismen, die uns im Alltag zu jeder Zeit umgeben.
Voraussetzung, um dich später mal als Mikrobiolog:in bezeichnen zu können, ist ein abgeschlossenes Studium. Das Studium an der Hochschule erfordert die Allgemeine Hochschulreife. Für den Bachelor studierst du den grundlegenden Studiengang der Biologie. Den Master kannst du dann nutzen, um dich auf die Mikrobiologie zu spezialisieren. Um dich erfolgreich zu bewerben, musst du auf den Numerus clausus (NC) der Hochschulen achten. Dieser schwankt immer ein wenig, liegt aber im Schnitt zwischen 1,8 und 2,1. In der Regel werden die Hochschulen außerdem einen Nachweis über deine Englischkenntnisse fordern.
Hast du dein Studium der Mikrobiologie erfolgreich abgeschlossen, kannst du die verschiedensten Branchen ansteuern.
Ein naheliegender Karrierepfad führt direkt in die Forschung, wo das Labor dein alltägliches Arbeitsumfeld bildet. Du kannst allerdings auch in der Pharma- oder Kosmetikindustrie an der Herstellung der Produkte mithelfen und darauf achten, dass diese für die Konsumenten verträglich sind. Bist du mehr der Natur zugewandt, kannst du deinen Arbeitsplatz in Reservaten, Nationalparks oder Tiergärten finden. Ebenso gut kannst du dein Wissen im Wissenschaftsjournalismus auf dem Papier verständlich für die Öffentlichkeit formulieren. Und wenn du das Bedürfnis hast, dich noch weiterzubilden, kannst du dein Studium als Ausgangspunkt nutzen, um den Schritt in Richtung der Biotechnologie oder Bioinformatik zu gehen oder aber an der Hochschule zu lehren, wo du eine Promotion anpeilen kannst.
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Im Hinblick auf Nachhaltigkeit können Bakterien uns eine große Hilfe sein, z.B. beim Abbau von Plastik. Dagegen steigt die Gefahr der neu aufkommenden Viren durch die Klimaerwärmung und damit die Gefahr weiterer Pandemien immer weiter an. Als Mikrobiolog:in bist du u.a. auf der Suche nach Anpassungsmöglichkeiten an den Klimawandel und kannst so einen wichtigen Beitrag zum Umgang mit der Klimakrise leisten.
Der Beruf wird in Zukunft noch interdisziplinärer und technologischer. Neue Methoden wie automatisierte Analyseverfahren oder KI-gestützte Auswertungssysteme ermöglichen es dir, Mikroorganismen viel schneller und genauer zu untersuchen. Gleichzeitig verschiebt sich der Fokus stärker auf globale Herausforderungen wie Klimawandel, neue Krankheitserreger, nachhaltige Landwirtschaft oder biobasierte Produktion. Mikrobiolog:innen werden damit immer wichtiger an der Schnittstelle von Gesundheit, Umwelt und Technik.
Ja, safe! Die Nachfrage nach Mikrobiolog:innen besteht nicht nur in Kliniken, in der Lebensmittel-, Pharmazie-, oder Kosmetikindustrie, sondern gerade durch den Klimawandel nochmal mehr in der Forschung.