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Typische Tätigkeit als Lebensmit­telkontrolleur:in im Arbeitsalltag
ErnährungswirtschaftErnährungswirtschaft

Lebensmit­telkontrolleur:in

Als Lebensmittelkontrolleur:in überprüfst du Betriebe und Produkte, um sicherzustellen, dass Lebensmittel sicher, hygienisch und gesetzeskonform hergestellt und verkauft werden.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

2 Jahre

Skills

Analytisches DenkenBeobachtungsgabeDurchsetzungsstärkeEntscheidungsstärkeGewissenhafte ArbeitsweiseKonfliktfähigkeitProblemlösungskompetenzSorgfaltSouveränes AuftretenVerantwortungsbewusst

Gehalt

Ø 52.320 €/Jahr, 4.360 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 01/2026)
Teller

Du stehst im Supermarkt, greifst ins Regal und vertraust darauf, dass alles, was du kaufst, sicher und hygienisch einwandfrei produziert wurde? Genau dafür sorgen Lebensmittelkontrolleur:innen. In dem Job überprüfst du, ob Lebensmittel sicher hergestellt, gelagert und verkauft und dabei alle Hygienevorschriften eingehalten werden. Du bist in dem Job viel unterwegs und schaust Betrieben auf die Finger. Deine Arbeit schützt Verbraucher:innen und sorgt für faire Spielregeln für alle auf dem Markt. Du musst bei den Kontrollen ganz genau hinschauen, ruhig bleiben und am Ende wichtige Entscheidungen treffen. Deine Arbeit läuft zwar hinter den Kulissen, aber als Lebensmittelkontrolleur:in trägst die volle Verantwortung für das, was bei uns auf dem Teller landet.

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Frida
Du arbeitest im Gesundheitsamt, richtig? Was genau machst du da?
Haha, ich bin Lebensmittelkontrolleur!
Frida
Ah, cool! Wie bist du denn dazu gekommen?
Ich hab erst eine Ausbildung im Lebensmittelhandwerk gemacht und später noch die Weiterbildung zum Lebensmittelkontrolleur.
Frida
Und wie ist dein Joballtag so?
Ich kontrolliere zum Beispiel Restaurants oder Bäckereien 👩‍🍳 und schaue, ob alle Hygienevorschriften eingehalten werden. Ohne mein “Go” dürfen Restaurants erst gar nicht öffnen.
Frida
Ui, klingt nach viel Verantwortung! 💚

Voraussetzungen

Um Lebensmittelkontrolleur:in zu werden, musst du in der Regel zuerst eine Ausbildung im Lebensmittelbereich machen. Zum Beispiel als Fachkraft für Lebensmitteltechnik. Danach kannst du eine 2-jährige Weiterbildung als Lebensmittelkontrolleur:in absolvieren. Für die Weiterbildung brauchst du vor allem Interesse an Hygiene, Recht und Verbraucherschutz. Außerdem musst du sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeiten können. Meistens wird für den Job der Führerschein (Klasse B) verlangt, da du oft von A nach B bzw. zu deinen Aufträgen kommen musst.

Lebensmittelkontrolleur:innen arbeiten überwiegend im öffentlichen Dienst, zum Beispiel bei GesundheitsämternVeterinär- und Lebensmittelüberwachungsämtern oder anderen kommunalen Behörden. Um in einer Behörde arbeiten zu können, musst du meistens vor der Einstellung ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Deine Einsätze führen dich dann regelmäßig in Restaurants, Bäckereien, Supermärkte, Produktionsbetriebe oder auf Märkte. Der Job ist ein Mix aus Büroarbeit mit Außenterminen und bietet einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag.


Was man im Job macht

Kontrolle von Lebensmittelbetrieben wie Bäckereien, Restaurants oder Supermärkten

Überprüfung von Hygiene- und Sicherheitsstandards

Entnahme von Lebensmittelproben zur Untersuchung 

Kontrolle von Kennzeichnung und Inhaltsstoffen 

Prüfung von Lagerung, Kühlung und Haltbarkeit 

Dokumentation der Kontrollergebnisse 

Beratung von Betrieben zu gesetzlichen Vorgaben 

Anordnung von Maßnahmen bei Verstößen 

Zusammenarbeit mit Laboren und Behörden 

Bearbeitung von Verbraucherbeschwerden


Ein typischer Arbeitstag

08:00 Uhr
Du startest deinen Tag im Büro des Gesundheitsamtes und bereitest Unterlagen für die heutigen Kontrollen vor. Heute stehen eine Bäckerei und ein Restaurant auf dem Plan.
08:30 Uhr
Dann steht die erste Kontrolle in einer Bäckerei an. Du überprüfst Hygienestandards, Lagerung von Rohstoffen, Kühltemperaturen und die Kennzeichnung der Produkte.
10:30 Uhr
Nach der Kontrolle machst du eine kurze Kaffeepause und gönnst dir ein (zuvor geprüftes 😉 ) leckeres Gebäck.
10:45 Uhr
Die nächste Kontrolle ist in einem Restaurant. Du prüfst Küche, Kühlräume und Arbeitsabläufe und entnimmst bei Bedarf Proben.
12:15 Uhr
Danach hast du dir eine Mittagspause verdient.
12:45 Uhr
Zurück im Büro dokumentierst du die Kontrollen, wertest die Ergebnisse aus und schreibst Berichte.
14:30 Uhr
Am Nachmittag beantwortest du Rückfragen von Betrieben, stimmst dich mit Laboren ab und bereitest mögliche Nachkontrollen vor.
16:00 Uhr
Dann hast du Feierabend!

Perspektiven & Weiterbildung

Als Lebensmittelkontrolleur:in hast du mehrere Möglichkeiten, dich beruflich weiterzuentwickeln. Durch Weiterbildungen kannst du dein Wissen regelmäßig auffrischen, zum Beispiel in den Bereichen Lebensmittelhygiene, Lebensmittelrecht oder auch öffentliche Verwaltung. Auch neue Themen wie das Erkennen von Lebensmittelbetrug oder Nachhaltigkeit in der Lebensmittelbranche spielen eine immer größere Rolle.

Wenn du beruflich aufsteigen willst, kannst du ein Studium anschließen, zum Beispiel in Lebensmittelchemie, Ernährungswissenschaft oder Ökotrophologie. Dafür brauchst du jedoch eine Hochschulzugangsberechtigung. Im öffentlichen Dienst ist zudem ein Aufstieg in den gehobenen Dienst möglich, der oft mit mehr Verantwortung und Führungsaufgaben verbunden ist. Insgesamt bietet der Beruf gute Zukunftsperspektiven im Bereich Verbraucherschutz.



Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Der Beruf ist nachhaltig, weil du darauf achtest, dass Lebensmittel ressourcenschonend, fair und verantwortungsvoll hergestellt werden. Du unterstützt nachhaltige Produktionsweisen, etwa bei neuen Lebensmitteln wie Speiseinsekten, die weniger Fläche und Energie benötigen. Außerdem hilfst du, Lebensmittelbetrug und Lebensmittelverschwendung zu verhindern. Damit schützt du gleichzeitig die Umwelt und die Verbraucher:innen. 

Der Beruf wird vielseitiger und anspruchsvoller. Themen wie nachhaltige Produktion, neue Lebensmittel (z. B. Insekten) und der Kampf gegen Lebensmittelbetrug (Food Fraud) gewinnen stark an Bedeutung. Kontrollen werden außerdem digitaler und Lieferketten müssen transparenter geprüft werden. Lebensmittelkontrolleur:innen brauchen künftig noch mehr Fachwissen zu neuen Herstellungsverfahren und Nachhaltigkeitsstandards.

Ja, der Job bleibt gefragt. Viele erfahrene Fachkräfte gehen in den nächsten Jahren in Rente, während gleichzeitig die Anforderungen an Lebensmittelkontrollen steigen. Auch wenn die Gesamtzahl der Stellen relativ stabil bleibt, sorgen neue Themen wie Nachhaltigkeit und Verbraucherschutz für dauerhaften Bedarf. Der Beruf gilt deshalb als sicher und zukunftsstabil, vor allem im öffentlichen Dienst.

Nachhaltigkeit

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