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Lacklabor­ant:in

Als Lacklaborant:in bist du für die Herstellung, Untersuchung und Entwicklung von Farben und Lacken im Labor zuständig.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3,5 Jahre

Skills

Analytisches DenkenBeobachtungsgabeGewissenhafte ArbeitsweiseOrganisationstalentProblemlösungskompetenzQualitätsbewusstseinSelbstständiges ArbeitenSorgfaltStrukturierte ArbeitsweiseVerantwortungsbewusst

Gehalt

Ø 48.197 €/Jahr, 4.016 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 02/2025)
Teller

Lacke, die Rennautos schneller machen? Lacke, die Bakterien abweisen? Selbstreinigende Lacke für Windkraftanlagen? Lacke, die Wärme und Licht reflektieren? Alles längst keine Zukunftsvision mehr. In der Ausbildung als Lacklaborant:in lernst du, wie du die verschiedensten Lacke mischst und herstellst und auf Herz und Nieren testest. Weißer Kittel, Schutzbrille und Pipette zählen dabei zu deinen wichtigsten Utensilien. Dein Arbeitsplatz wechselt zwischen dem Labor, der Produktion und dem Computer. Lacke sind ein fester Bestandteil in unserem Daily Life und nicht mehr wegzudenken, egal ob Autolackierung, Smartphone im Metallic-Look oder Speziallacke für den Einsatz in der Industrie. Als Lacklaborant:in bist du also vorne mit dabei, wenn es darum geht, neue Trends in der bunten Welt der Chemie zu entwickeln.

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Lennard
Ey, dein Auto hat grad die Farbe gewechselt?! 👀
Haha, ja! Das ist Flip-Flop-Lack 💅 Wechselt je nach Licht von Grün zu Lila.
Lennard
Okaaay, das ist ja Magie 💀
Fast 🤭 Ich bin Lacklaborant. Ich entwickele solche Lacke.
Lennard
Also so richtig Chemie und so? 🧪
Jep, aber nicht so trocken! Ich teste neue Farben, wie sie besser halten und nachhaltiger sein können 🌱 Unser neuester Lack ist zum Beispiel biologisch abbaubar und wasserfest!
Lennard
Krass, klingt mega spannend! Hätt nie gedacht, dass man mit Farbe was fürs Klima tun kann 💚

Voraussetzungen

Mit einem mittleren Schulabschluss oder Abitur hast du gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz zum Lacklaboranten oder zur Lacklaborantin. Neben dem passenden Schulabschluss sind auch gute Kenntnisse in bestimmten Schulfächern wichtig, um in der Ausbildung richtig durchzustarten. Wer in Bio, Physik und Chemie gut aufgepasst hat, hat vielleicht einen kleinen Vorteil. Das Gleiche gilt für Mathe. Im Labor wirst du nicht nämlich nicht daran vorbeikommen den Materialeinsatz für bestimmte Tests zu berechnen.  
Außerdem solltest du sorgfältig und präzise arbeiten können, da du oft auf den Milliliter Materialien abmessen musst. Eine ruhige Hand kann dir bei der Arbeit mit Pipetten und Reagenzgläsern helfen. Da du in dem Beruf mit verschiedenen Farbtönen arbeitest, darfst du keine Rot-Grün, Grün-Blau oder whatever (Farb-)Schwäche haben. Wenn du also in der Schule schon gerne im weißen Kittel und mit Schutzbrille Experimente durchgeführt hast, ist der Job als Lacklaborant:in genau das Richtige für dich.


Was man im Job macht

Entwicklung neuer Lackrezepturen mit Fokus auf Haftung, Härte, Glanz und Wetterbeständigkeit

Prüfung von Pigmenten, Bindemitteln, Lösemitteln und Additiven auf Qualität 

Anmischen und Testen von Lackproben 

Kontrolle von Farbtongenauigkeit, Schichtdicke und Haftung 

Test von Lacken auf verschiedenen Untergründen z. B. Deckkraft, Kratzfestigkeit und Trocknungszeit

Forschung an wasserbasierten und biologisch abbaubaren Lacken 

Dokumentation von Testergebnissen und Rezepturänderungen

Unterstützung von Produktion, Marketing und Vertrieb 

Beachtung gesetzlicher Umweltvorgaben 


Ein typischer Arbeitstag

07:30 Uhr
Du ziehst dir deinen weißen Kittel an, setzt deine Schutzbrille auf und beginnst deinen Arbeitstag.  
08:00 Uhr
Du beginnst damit die Pigmente, Bindemittel und Additive nach Rezeptur abzumessen und entnimmst Proben von Rohstoffen.
10:00 Uhr
Du hast die ersten Lacke in kleinen Mengen gemischt und testest deren Trocknungszeit, Farbtonechtheit und Haltbarkeit auf Testsubstraten. 
11:30 Uhr
In der Mittagspause gehst du an die frische Luft und genießt ein Mittagessen mit deinen Kolleg:innen.
12:30 Uhr
Du führst weitere Tests mit den Lacken durch. Du testest auf Abriebfestigkeit, Haftung und Witterungsbeständigkeit und dokumentierst die Ergebnisse.
14:30 Uhr
Du analysierst die Testergebnisse und stellst fest, dass einige Rezepturen noch angepasst werden können. Außerdem arbeitest du an einer umweltfreundlicheren Rezeptur für eine Kundin.
16:00 Uhr
Du erstellst einen Tagesbericht mit Testergebnissen und Fortschritten, reinigst alle Geräte und bereitest alles für den nächsten Tag vor.
16:30 Uhr
Feierabend!

Perspektiven & Weiterbildung

Nach der Ausbildung stehen dir mehrere Wege zur Weiterentwicklung als Lacklaborant:in offen. Du kannst zum Beispiel eine Weiterbildung als Techniker:in für Lacktechnik machen. Dabei vertiefst du deine Skills in der Lackverarbeitung bezüglich Rezepturentwicklung und Herstellung. Oder du absolvierst die Prüfung Industriemeister:in in der Richtung Lack- und Beschichtungstechnik und übernimmst damit auch Führungspositionen. 
Wenn du Lust hast, dich intensiver mit dem Verkauf und dem Marketing von Lacken zu beschäftigen, dann kannst du in der Weiterbildung als Fachwirt:in für Chemie, Wissen und Business miteinander verbinden. Außerdem hast du nach der Ausbildung auch die Möglichkeit an der Uni einen Bachelor oder Master als Lack- oder Chemieingenieur:in zu machen.  


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

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Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

In der Lack- und Farbbranche passiert gerade einiges in Richtung Nachhaltigkeit. Immer mehr Unternehmen setzen auf umweltfreundliche Produktionsprozesse, zum Beispiel auf wasserbasierte Lacke und bio-basierte Rohstoffe wie Pflanzenöle oder nachwachsende Harze. Ziel ist es, langlebigere Lacke zu entwickeln, damit weniger nachlackiert werden muss. Das spart Material, Energie und Abfall. Alte Lacke werden recycelt und wiederverwendet, um Ressourcen zu schonen.

Industrie 4.0 ist der Game-Changer in der Lackherstellung! Smarte Maschinen, KI und Robotik übernehmen viele Arbeitsschritte, machen die Produktion effizienter und energiesparender. Gleichzeitig entstehen durch neue Technologien, wie Nanotechnologie, innovative Lacke, die sich selbst reinigen, antibakteriell wirken oder sogar Energie sparen. Der Job wird also immer digitaler und kreativer.

Definitiv! Lacklaborant:innen sind in der Industrie heiß begehrt. Gerade weil nachhaltige und smarte Beschichtungen immer wichtiger werden. Wer Lust auf Chemie, Technik und Zukunftsthemen hat, findet hier einen sicheren Job mit echten Perspektiven und jede Menge Möglichkeiten, etwas zu bewegen.

Nachhaltigkeit

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