Schuite & Schuite Druckfarben GmbH
Ichtershausen, Thüringen
Lacke, die Rennautos schneller machen? Lacke, die Bakterien abweisen? Selbstreinigende Lacke für Windkraftanlagen? Lacke, die Wärme und Licht reflektieren? Alles längst keine Zukunftsvision mehr. In der Ausbildung als Lacklaborant:in lernst du, wie du die verschiedensten Lacke mischst und herstellst und auf Herz und Nieren testest. Weißer Kittel, Schutzbrille und Pipette zählen dabei zu deinen wichtigsten Utensilien. Dein Arbeitsplatz wechselt zwischen dem Labor, der Produktion und dem Computer. Lacke sind ein fester Bestandteil in unserem Daily Life und nicht mehr wegzudenken, egal ob Autolackierung, Smartphone im Metallic-Look oder Speziallacke für den Einsatz in der Industrie. Als Lacklaborant:in bist du also vorne mit dabei, wenn es darum geht, neue Trends in der bunten Welt der Chemie zu entwickeln.
Mit einem mittleren Schulabschluss oder Abitur hast du gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz zum Lacklaboranten oder zur Lacklaborantin. Neben dem passenden Schulabschluss sind auch gute Kenntnisse in bestimmten Schulfächern wichtig, um in der Ausbildung richtig durchzustarten. Wer in Bio, Physik und Chemie gut aufgepasst hat, hat vielleicht einen kleinen Vorteil. Das Gleiche gilt für Mathe. Im Labor wirst du nicht nämlich nicht daran vorbeikommen den Materialeinsatz für bestimmte Tests zu berechnen.
Außerdem solltest du sorgfältig und präzise arbeiten können, da du oft auf den Milliliter Materialien abmessen musst. Eine ruhige Hand kann dir bei der Arbeit mit Pipetten und Reagenzgläsern helfen. Da du in dem Beruf mit verschiedenen Farbtönen arbeitest, darfst du keine Rot-Grün, Grün-Blau oder whatever (Farb-)Schwäche haben. Wenn du also in der Schule schon gerne im weißen Kittel und mit Schutzbrille Experimente durchgeführt hast, ist der Job als Lacklaborant:in genau das Richtige für dich.
Nach der Ausbildung stehen dir mehrere Wege zur Weiterentwicklung als Lacklaborant:in offen. Du kannst zum Beispiel eine Weiterbildung als Techniker:in für Lacktechnik machen. Dabei vertiefst du deine Skills in der Lackverarbeitung bezüglich Rezepturentwicklung und Herstellung. Oder du absolvierst die Prüfung Industriemeister:in in der Richtung Lack- und Beschichtungstechnik und übernimmst damit auch Führungspositionen.
Wenn du Lust hast, dich intensiver mit dem Verkauf und dem Marketing von Lacken zu beschäftigen, dann kannst du in der Weiterbildung als Fachwirt:in für Chemie, Wissen und Business miteinander verbinden. Außerdem hast du nach der Ausbildung auch die Möglichkeit an der Uni einen Bachelor oder Master als Lack- oder Chemieingenieur:in zu machen.
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
In der Lack- und Farbbranche passiert gerade einiges in Richtung Nachhaltigkeit. Immer mehr Unternehmen setzen auf umweltfreundliche Produktionsprozesse, zum Beispiel auf wasserbasierte Lacke und bio-basierte Rohstoffe wie Pflanzenöle oder nachwachsende Harze. Ziel ist es, langlebigere Lacke zu entwickeln, damit weniger nachlackiert werden muss. Das spart Material, Energie und Abfall. Alte Lacke werden recycelt und wiederverwendet, um Ressourcen zu schonen.
Industrie 4.0 ist der Game-Changer in der Lackherstellung! Smarte Maschinen, KI und Robotik übernehmen viele Arbeitsschritte, machen die Produktion effizienter und energiesparender. Gleichzeitig entstehen durch neue Technologien, wie Nanotechnologie, innovative Lacke, die sich selbst reinigen, antibakteriell wirken oder sogar Energie sparen. Der Job wird also immer digitaler und kreativer.
Definitiv! Lacklaborant:innen sind in der Industrie heiß begehrt. Gerade weil nachhaltige und smarte Beschichtungen immer wichtiger werden. Wer Lust auf Chemie, Technik und Zukunftsthemen hat, findet hier einen sicheren Job mit echten Perspektiven und jede Menge Möglichkeiten, etwas zu bewegen.