Werkzeugbau Winkelmühle GmbH
Klingenberg, Sachsen
Wie Barbie gerne singt: “Life in plastic, it’s fantastic”. Aber stell dir mal eine Welt ganz ohne Plastik vor: Keine Handycases, keine Sneaker-Sohlen, keine Airpod-Gehäuse, keine Mehrweg-Kaffeebecher. Komische Vorstellung, oder?
Genau an der Stelle kommen die Kunststofftechnolog:innen ins Spiel. Während die meisten von uns darüber nachdenken, welche Farbe unser nächstes Outfit haben soll, arbeiten sie an der Entwicklung neuer Materialien, die leichter, stabiler und nachhaltiger sind als je zuvor. Als Kunststoff-/Kautschuktechnolog:in beschäftigst du dich mit der Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen oder Kautschuk. Du arbeitest mit Hightech-Maschinen, entwickelst neue Rezepturen für Kunststoffe und designst mit ein wenig Kreativität neue Plastikprodukte, die sogar nachhaltig sind.
Wenn du also Bock auf einen Beruf hast, der Innovation, Technik und Nachhaltigkeit vereint und dir das Gefühl gibt ein echter Trendsetter zu sein, dann ist die Kunststofftechnologie genau das Richtige für dich.
Die Ausbildung als Kunststoff-/Kautschuktechnolog:in kannst du mit jedem Schulabschluss starten, aber die meisten beginnen mit einem Realschulabschluss. Skills in Mathematik helfen dir bei Berechnungen in der Produktion, Kenntnisse in Chemie beim Umgang mit synthetischen Polymeren und wenn du dich mit Physik auskennst, hast du einen Vorteil bei der Bedienung der Hydraulik-Maschinen. Ein gutes technisches Verständnis und handwerkliches Geschick runden deine guten Vorraussetzungen ab.
In der Ausbildung kannst du dich auf verschiedene Fachrichtungen spezialisieren, je nachdem, welche Bereiche der Kunststofftechnik dich besonders interessieren. Du kannst dich zwischen diesen Fachrichtungen entscheiden:
So hast du die Möglichkeit, genau den Bereich zu wählen, der am besten zu dir passt und deinen Interessen entspricht.
Die Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf Kautschuk/Kunststofftechnolog:in sind ähnlich zu denen in anderen Chemie-Berufen. Während der Ausbildung und auch danach kannst du dich mithilfe von Zusatzqualifikationen fortbilden. Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind in der Chemieindustrie besonders gefragt. Dazu gibt es achtwöchige Workshops zu Themen wie “Prozessintegration” oder “Recycling”.
Wenn du überlegst, nach deiner Ausbildung noch eine höhere Berufsbildung zu erlangen, kannst du eine Weiterbildung als Techniker:in für Kunststoff- und Kautschuktechnik machen.
Oder du hängst direkt die Ausbildung als Industriemeister:in in der Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk hinten dran. Dadurch erhältst du noch spezifischeres Knowledge und kannst später auch Führungspositionen übernehmen. Den Meister kannst du entweder in Voll- oder Teilzeit (je nachdem 6 – 24 Monate) machen. Hast du nach der Ausbildung noch Bock auf Uni, kannst du ein Bachelorstudium in den Richtungen Kunststofftechnik oder Verfahrenstechnik absolvieren.
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
Im Job sorgst du dafür, dass Plastik schlauer genutzt wird: Produkte werden so entwickelt, dass sie weniger Material brauchen und gleichzeitig langlebiger sind – dadurch entsteht weniger Müll. Recycling ist ein großes Thema: Altes Plastik wird zu neuen Produkten wie Handyhüllen, Verpackungen oder Rucksäcken verarbeitet. Außerdem kannst du Bauteile für Windräder oder Solarpanels herstellen und so indirekt den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen. Auch der Einsatz von biobasierten Kunststoffen aus Mais, Zuckerrohr oder anderen Pflanzen machen den Beruf nachhaltiger.
Die Kunststoffbranche wird zunehmend digitaler und moderner. Augmented Reality und Virtual Reality erleichtern die Bedienung und Überwachung smarter Hightech-Maschinen, während Roboter die Produktionsabläufe unterstützen. 3D-Drucker sind ein weiterer bedeutender Trend, so dass sich Prototypen schnell und einfach herstellen lassen. Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind seit August 2023 feste Bestandteile der Ausbildung – der Beruf wird dadurch innovativer, technologisch anspruchsvoller und zukunftssicher.
Ja – Kunststofftechnolog:innen sind gefragt, weil die Branche im Wandel ist: Nachhaltigkeit, Recycling, Digitalisierung und moderne Produktionstechnologien machen den Beruf vielseitig und zukunftsorientiert. Wer in diesem Beruf arbeitet, gestaltet aktiv die moderne Kunststoffproduktion mit und kann in spannenden, innovativen Projekten eingesetzt werden.