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Inge­nieur:in – Na­no­techno­lo­gie

In der Nanotechnologie beschäftigst du dich mit der Herstellung und Anwendung von Materialien in molekularer Größe und forschst nach verbesserten Methoden für die Produktentwicklung.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre (2 Jahre Master)

Anforderung

Skills

Analytisches DenkenDurchhaltevermögenInnovatives DenkenKommunikationsstärkeKreativitätOrganisationstalentProblemlösungskompetenzSelbstständiges ArbeitenSorgfaltTechnisches Verständnis

Gehalt

Ø 90.439 €/Jahr, 7.537 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 07/2025)
Teller

Spricht man von “Nano” (10−9) handelt es sich um Milliardstel im Minusbereich. Heißt: es ist winzig. So winzig, dass wir es niemals mit bloßem Auge wahrnehmen könnten. Und doch spielt sich dort einiges ab. In der Welt der Nanostrukturen entscheidet sich, wie Materialien reagieren, wie Oberflächen beschaffen sind – und sogar wie Krankheiten entstehen und bekämpft werden können.  

Im Labor arbeiten Nanotechnolog:innen an Forschungsprojekten und Studien. Sie analysieren die Strukturen, verändern gezielt Eigenschaften von Werkstoffen oder entwickeln neue Ansätze für medizinische Behandlungen. 

Ein Beruf, der sich für eine positive Entwicklung der Zukunft im Kleinen einsetzt und dabei Großes bewirken kann! 

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Inga
Hab neulich dein Laborfoto gesehen. Was machst du da genau?
Ich arbeite als Ingenieurin für Nanotechnologie – im medizinischen Bereich.
Inga
Oha, klingt super wissenschaftlich und anspruchsvoll 🫢
Ist es auch! Ich untersuche Zellen im Nanobereich, also winzig klein.
Inga
Mega. Mit welchem Ziel?
Wir forschen z.B. an besseren Krebstherapien. Das ist soo interessant und hat wirklich Potenzial, uns in der Medizin richtig voranzubringen 🔬

Voraussetzungen

In die Welt der Nanotechnologie kannst du einsteigen, wenn du erfolgreich ein Studium im Bereich Nanowissenschaft abgeschlossen hast. Grundvoraussetzung dafür ist das (Fach-)Abitur oder eine gleichwertige berufliche Qualifikation. Da der Studiengang zulassungsfrei ist, also kein Numerus Clausus (NC) gegeben ist, kannst du dich einfach einschreiben. Du ersparst dir daher schon mal das Bangen um einen Platz!  

Mit ausreichend Interesse für Naturwissenschaften und guten Noten in Mathe, Physik und Chemie stehst du im Studium schon mal gut da. Viele wissenschaftliche Texte, werden auf Englisch sein. Und im Berufsalltag wirst du mit internationalen Kolleg:innen viel Englisch sprechen müssen – das sollte also gut sitzen. Im Umgang mit technischen Geräten braucht es ein gewisses Grundverständnis für die Funktionsweise der Technik. Ansonsten sind Kreativität, räumliches Denken und Feinmotorik gefragt. Darüber hinaus solltest du gut planen und organisierensorgfältig und selbstständig arbeiten können. 


Was man im Job macht

Gezielte und geschickte Manipulation von Atomen und deren Verbindungen 

Probleme von neuen Oberflächentechnologien oder elektronischen Bauteilen lösen 

Lacke und Farben mit bestimmten Eigenschaften herstellen 

Planen, Leiten, Koordinieren und Überwachen in der molekularen Entwicklung von Materialien, Werkstoffen, Verfahren und Technologien 

Störungen an Geräten beheben 

Nanotechnologische Forschungsprojekte und Experimente planen und durchführen 

Neue Verfahren und Methoden entwickeln 

Physikalische, chemische und biologische Berechnungen durchführen 

Simulationen und (Computer-)Modelle entwickeln und anwenden 

Lehrveranstaltungen an der Hochschule leiten 


Ein typischer Arbeitstag

07:45 Uhr
Im Labor angekommen, ziehst du deinen Kittel an und sprichst dich erstmal kurz mit deinem Team ab. Danach überprüfst du die wichtigsten Geräte, kontrollierst die Materialien und bereitest deine Experimente vor. 
08:30 Uhr
Nachdem du alles gut vorbereitet hast, kannst du mit dem Experiment starten. Dabei untersuchst du die Oberflächenstrukturen von Nanomaterialen mit einem Elektronenmikroskop. Parallel dazu dokumentierst du Auffälligkeiten.
10:30 Uhr
Bist du mit dem Experiment fertig, geht es an die Auswertung der gewonnenen Versuchsdaten. Du vergleichst sie mit Referenzdaten und Modellen. Danach erstellst du Grafiken und schreibst einen Bericht.
12:30 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Teammeeting und Austausch über die laufenden Forschungsprojekte. Außerdem plant ihr weitere Tests bzw. die Anpassung eurer Versuchsanordnungen.
15:00 Uhr
Nochmal E-Mails checken und etwas aufräumen, bevor du das Labor verlässt.
16:00 Uhr
Feierabend

Perspektiven & Weiterbildung

Strebst du nach dem Bachelor oder nach ein paar Jahren Berufserfahrung eine Weiterbildung an, um deine Aufstiegsmöglichkeiten zu pushen, stehen dir mehrere Wege offen. Wie wäre es mit… 

…der REFA-Weiterbildung?  Es handelt sich um eine besondere Ausbildung, die du direkt beim REFA-Verband absolvieren kannst. Dort werden dir intensiv die Grundlagen des Industrial Engineerings vermittelt.  

… einem Master-Studiengang, z. B.  

  • Nanowissenschaft 
  • Sensortechnik 
  • Physik 
  • Materialwissenschaft 
  • Werkstoffwissenschaft 
  • Mikroelektronik 

Nach dem Masterstudium könntest du noch die Promotion dranhängen, die dir den Dr.-Titel verleiht. Eine Nummer größer geht immer noch: Mit der Habilitation erklimmst du den Weg an die Spitze der universitären Lehre und wirst zum Professor oder zur Professorin.  


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

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Nachhaltigkeit & Zukunft

Die Nanotechnologie eröffnet viele neue Chancen für innovative Entwicklungen in den verschiedensten Branchen. Nicht nur in der Medizin oder in der chemischen Produktionstechnik – auch im Umweltschutz verbirgt sich in der Nanotechnologie großes Potenzial. Effiziente Technologien ermöglichen die Reduzierung des Ressourcen- und Energieverbrauchs. Auch Umweltschadstoffe können aus der Umwelt herausgefiltert und entfernt werden.

Der Beruf entwickelt sich rasant weiter. Künstliche Intelligenz hilft, komplexe Materialeigenschaften vorherzusagen und Entwicklungsprozesse deutlich zu beschleunigen. Mit neuen Fertigungsmethoden wie dem 4D-Druck lassen sich „Smart Materials“ herstellen, die sich an ihre Umgebung anpassen – zum Beispiel an Temperatur, Feuchtigkeit oder Druck. Dadurch entstehen völlig neue Anwendungen in Medizin, Energie und Umwelttechnik.

Dank der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, die sich mittlerweile auf jeden Industriezweig ausweiten, sind die Zukunftsaussichten herausragend! Ob in einer Forschungseinrichtung oder in der industriellen Produktion – mit deinem Wissen kannst du die Welt grüner gestalten und mit positivem Impact verbessern!

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