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Inge­nieur:in für Erneue­rba­re Ene­rgien

Als Ingenieur:in für erneuerbare Energien planst du Projekte in Bereichen wie Photovoltaik, Wind-, Wasser- oder Solarenergie, wertest technische Daten aus und sorgst für eine effiziente und nachhaltige Energieversorgung.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre (2 Jahre Master)

Anforderung

Arbeitsumgebung

Skills

Analytisches DenkenFlexibilitätInnovationsfähigkeitKommunikationsstärkeLösungsorientiertProjektmanagementTeamfähigkeitTechnisches VerständnisUmweltbewusstseinVerantwortungsbewusst

Gehalt

Ø 63.922 €/Jahr, 5.327 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 10/2025)
Teller

Erneuerbare Energien verändern die Art, wie wir Strom erzeugen und unsere Welt gestalten. Windparks an Küsten, Solaranlagen auf Dächern oder Wasserkraftwerke in Flüssen zeigen, dass saubere Energie nicht nur möglich, sondern auch effizient ist. Als Ingenieur:in für erneuerbare Energien planst du genau solche Projekte. Du wertest dafür technische Daten aus und sorgst dafür, dass grüne Energie zuverlässig ins Netz eingespeist wird. Und das Beste: Deine Arbeit wirkt sich direkt auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft aus. CO2-Emissionen werden reduziert, die Versorgungssicherheit gestärkt und neue Technologien entwickelt und getestet. Dabei koordinierst du Teams, analysierst Systeme und findest Lösungen für komplexe technische Herausforderungen. Jede Anlage, die ans Netz geht, ist ein Schritt in Richtung nachhaltige Zukunft. Du trägst dazu bei, dass Energie nicht nur verfügbar, sondern auch sauber, effizient und zukunftsfähig ist.

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Paul
Deine Schuhe sahen aus, als wärst du einmal quer durchs Feld gerannt 😭
Bin ich auch! 😅 Hab mir heute Flächen für einen neuen Solarpark angeschaut.
Paul
Stimmt ja, du hast doch irgendwas mit Energie studiert, oder?
Jep, Regenerative Energietesysteme in Dresden. Jetzt plan ich Solarparks für ein Start-up.
Paul
Was heißt „planen“? Einfach Sonne an, Anlage hin? 🤭
Schön wär’s. Ich suche passende Flächen, berechne die Paneele und rede mit Behörden.
Paul
Klingt nach viel Papierkram…
Ist es manchmal. Aber jedes Projekt macht die Welt ein bisschen grüner 💚

Voraussetzungen

Wenn du Ingenieur:in für erneuerbare Energien werden willst, solltest du schon in der Schule Spaß an Mathe, Physik und Technik (gehabt) haben. Diese Fächer helfen dir, die Grundlagen von Energiesystemen zu verstehen. Nach dem Abitur oder Fachabitur führt der Weg meistens über ein Studium, zum Beispiel in Energietechnik, Umwelttechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik oder direkt über den Studiengang Erneuerbare Energien – je nach Angebot deiner Wunschhochschule. Mit einem Bachelor kannst du dann schon in den Beruf starten, ein Masterabschluss bietet dir noch mehr Aufstiegschancen.  

Neben dem Fachwissen zählen auch deine persönlichen Stärken. Dazu gehören ein ausgeprägtes technisches Verständnis und die Fähigkeit, komplexe Herausforderungen analytisch zu lösen. Teamarbeit ist wichtig, weil du oft mit Kolleg:innen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten wirst. Genauso zählen Kommunikationsfähigkeit, Organisationstalent und Interesse an neuen Technologien dazu. Wenn du außerdem neugierig, kreativ und motiviert bist, die Energiewende aktiv mitzugestalten, passt der Beruf perfekt zu dir.


Was man im Job macht

Energieanlagen planen

Simulationen und Berechnungen durchführen

Projekte organisieren und koordinieren 

Technische Zeichnungen/ CAD-Dateien erstellen 

Mit Behörden und Kund:innen abstimmen 

Normen und Vorschriften prüfen und einhalten

Baustellen und Energieparks vor Ort besichtigen

Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen

Software-Tools für Energiesysteme bedienen

Energieerträge prognostizieren


Ein typischer Arbeitstag

08:00 Uhr
Morgens checkst du erstmal deine E-Mails, prüfst den Stand deiner Projekte und setzt dir Tagesziele für den heutigen Arbeitstag.
08:30 Uhr
Du wertest Leistungsdaten von einer Solaranlage aus und erstellst daraus einen Bericht mit anschaulichen Diagrammen.
10:00 Uhr
In einem Meeting präsentierst du die Daten und tauschst dich mit deinen Kolleg:innen über ein aktuelles Projekt aus. Es geht um den Bau eines neuen Solarparks. Zusammen besprecht ihr die nächsten Schritte.
11:30 Uhr
Zurück an deinem Schreibtisch: Du arbeitest an CAD-Zeichnungen und nimmst einige Berechnungen vor.
12:30 Uhr
Ab in die Mittagspause!
13:00 Uhr
Du führst einige Calls, zum Beispiel mit einer Energiebehörde und einem externen Händler.
14:30 Uhr
Du musst eine Netzsimulation durchführen. Dabei achtest du auf Schwachstellen in der Verteilung und versuchst diese technisch zu lösen.
16:30 Uhr
Dann gehts es für dich in den Feierabend!

Perspektiven & Weiterbildung

Der Job bietet dir viele Chancen, dich weiterzuentwickeln. Nach dem Einstieg als Projektingenieur:in kannst du dich auf bestimmte Bereiche spezialisieren, zum Beispiel Windenergie, Photovoltaik, Energiespeicher oder Netzintegration. Mit wachsender Berufserfahrung ist auch der Schritt ins Projekt- oder Teammanagement möglich, wo du mehr Verantwortung übernimmst und ganze Projekte leitest. Wenn dich Forschung und Innovation reizen, kannst du in Entwicklungsabteilungen arbeiten oder auch bei Forschungsinstituten an neuen Technologien arbeiten.  

Eine Weiterbildung oder ein Masterstudium sind gute Wege, um dein Wissen zu vertiefen und deine Karrierechancen gezielt zu erweitern. Auch der Sprung in internationale Projekte ist denkbar, da erneuerbare Energien weltweit gefragt sind. Mit genügend Erfahrung kannst du schließlich auch Führungspositionen übernehmen oder dein eigenes Planungsbüro gründen. Der Job ist vielseitig und bietet dir jede Menge Möglichkeiten, je nachdem, ob du lieber technisch tüftelst, Projekte managst oder ein Team führst.


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

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Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Als Ingenieur:in für erneuerbare Energien trägst du aktiv dazu bei, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und fossile Energieträger Schritt für Schritt zu ersetzen. Ob Windkraftanlage, Solarfarm oder modernes Speicherprojekt – jede dieser Anlagen sorgt dafür, dass Energie sauberer, effizienter und klimafreundlicher genutzt wird. Deine Arbeit wirkt also nicht nur auf einzelne Projekte, sondern auf die gesamte Energiewende und den Klimaschutz.

Wusstest du, dass der größte Solarpark Deutschlands im Süden von Leipzig steht? 
Der Energiepark Witznitz kann auf 500 Hektar 1,1 Millionen Solarpaneelen bis zu 650 Megawatt produzieren. Damit können 360.000 Ein-Personen-Haushalte versorgt werden.

Der Job entwickelt sich gerade rasant weiter. Digitalisierung, Smart Grids und neue Speichertechnologien werden immer wichtiger, um Stromnetze stabil und flexibel zu halten. Auch Wasserstoff, Sektorkopplung und die Verbindung von Energieerzeugung mit Mobilität und Industrie gewinnen an Bedeutung. Das heißt: Ingenieur:innen planen künftig nicht nur Anlagen, sondern arbeiten an vernetzten, intelligenten Systemlösungen. Dadurch wird der Beruf noch vielseitiger und zukunftsorientierter.

Ja – und zwar mehr denn je. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien, dem Bedarf an moderner Infrastruktur und den politischen Klimazielen wächst die Nachfrage nach Fachkräften stark. Ingenieur:innen für erneuerbare Energien gelten als zentrale Treiber der grünen Transformation und werden langfristig auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt bleiben.

Weitere Fragen

In der Region Mitteldeutschland kann man den Beruf Ingenieur:in für erneuerbare Energien an mehreren Hochschulen studieren. Die Unis in Dresden und Chemnitz bieten jeweils den Studiengang “Regenerative Energiesysteme” an. In Zwickau an der Westsächsischen Hochschule kann man “Umwelttechnik und Regenerative Energien” studieren.

Nachhaltigkeit

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