Olympiastützpunkt Sachsen e.V.
Chemnitz, Sachsen
In Superhelden-Filmen ist es schon immer so, dass die Held:innen mit futuristischen Gadgets ausgestattet sind, mit denen sie ihre Schnelligkeit, Sehkraft oder Gedankenströme verbessern können. Aber gibt es das auch in Wirklichkeit? Vielleicht nicht unbedingt in der Superhero-Edition. Aber als Ingenieur:in für Biomechanik entwickelst du medizintechnische Gadgets, die Menschen (oder Tieren) mit Mobilitätseinschränkungen das Leben erleichtern. Das können zum Beispiel Prothesen, künstliche Gelenke oder Orthesen sein. Deine Aufgabe ist es, die Bewegungsabläufe zu analysieren und anschließend digital zu simulieren. Aus den Ergebnissen entwickelst du in Zusammenarbeit mit Ärzt:innen oder Orthopäd:innen neue Produkte für den Einsatz in der Medizin. Ein Job mit mega viel Zukunftspotenzial!
Um als Ingenieur:in für Biomechanik arbeiten zu können, musst du zuerst Biomechanik studieren. In der Region Mitteldeutschland kannst du das zum Beispiel an der TU Ilmenau, der TU Dresden im Studiengang Biomedizinische Technik oder an der Uni Leipzig im Studiengang Sportwissenschaft, Schwerpunkt: Bewegungs- und Trainingswissenschaft. Der Job ist eine Mischung aus Biologie und Mechanik. Du brauchst also sowohl ein Verständnis für den menschlichen Körper und speziell dessen Movements, als auch für die mechanischen Abläufe. Im Job arbeitest du viel mit Planungssoftwares, wie z. B. CAD, um virtuelle Simulationen zu erstellen. Vielleicht wäre es daher von Vorteil, sich schon einmal ein YouTube-Tutorial zur CAD-Programmierung anzusehen. Generell gilt: Je mehr Innovationslust und Kreativität du mitbringst, desto mehr Spaß macht die Arbeit.
Kaum eine Branche entwickelt sich so schnell wie die Medizintechnik. Für die Biomechanik heißt das: Ganz viele Karriereoptionen! Zum Beispiel mit einer Weiterbildung in den Bereichen: Orthopädietechnik, Medizintechnik, Computer Aided Design, Projektmanagement oder Forschung. Wenn es die Karriereleiter weiter nach oben gehen soll, dann ist eine Fachweiterbildung als REFA-Ingenieur:in für Industrial Engineering a thing! Du bist dann für die Optimierung und Gestaltung von Arbeitsabläufen in fertigungstechnischen Unternehmen zuständig.
Wenn dir das Studium gefallen hat, kannst du zur Spezialisierung noch was anderes studieren. Passend zu Biomechanik wäre zum Beispiel: Bionik,Sporttechnik oder auch Physiotherapie, falls du mehr mit Menschen arbeiten möchtest.
Wie bei allen Studiengängen kannst du natürlich auch an der Uni bleiben und promovieren oder durch eine Habilitation als Professor:in arbeiten und im Bereich Biomechanik weiterforschen.
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
Der Beruf in der Biomechanik ist nachhaltig, weil er Lösungen entwickelt, die die körperliche Gesundheit langfristig schützen. Technologien wie Exoskelette entlasten Rücken und Gelenke und ermöglichen es Menschen, länger gesund zu arbeiten. Das reduziert Ausfälle, stärkt die Arbeitsfähigkeit und trägt gleichzeitig zur Bewältigung des Fachkräftemangels bei.
Der Beruf verändert sich stark durch technische Innovationen. Biomechanik wird immer digitaler, vernetzter und interdisziplinärer. Smarte Prothesen, die auf Muskelimpulse oder Gedanken reagieren, zeigen, dass Mensch und Maschine immer enger zusammenarbeiten. Dadurch erweitert sich das Tätigkeitsfeld: Neben klassischer Bewegungsanalyse spielen KI, Sensorik, Robotik und Medizintechnik eine immer größere Rolle.
Ja, sehr. Durch den demografischen Wandel, mehr körperlich belastende Jobs und steigenden Bedarf an Assistenzsystemen wächst die Nachfrage nach biomechanischem Know-how stark. Branchen wie Pflege, Industrie, Medizintechnik und Rehabilitation setzen immer stärker auf biomechanische Innovationen und suchen entsprechend Fachkräfte, die solche Systeme weiterentwickeln.