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Holzspielzeugmacher:in

Als Holzspielzeugmacher:in entwirfst und fertigst du neue Holzspielgeräte für Kinder (z.B. Klettergerüste, Bauklötze) sowohl handwerklich als auch maschinell an.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Anforderung

Skills

DurchhaltevermögenGewissenhafte ArbeitsweiseInnovatives DenkenKreativitätOrganisationstalentQualitätsbewusstseinSelbstständiges ArbeitenSorgfalt

Gehalt

Ø 28.576 €/Jahr, 2.381 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 07/2025)
Teller

Du warst früher gerne auf dem Spielplatz, wolltest nicht vom Klettergerüst runter oder hast zu Hause am liebsten Runden mit deiner Holz-Eisenbahn gedreht? Wenn deine Liebe zu hölzernen Spielgeräten und Figuren nicht verflogen ist, bist du bestens in der Welt der Holzspielzeugmacher:innen aufgehoben. An der Werkbank wird gesägt, gefeilt, geschliffen und geölt. Vorher denkst du dir selbst neue Spielzeuge aus und zeichnest deine Visionen auf. Maschinen erleichtern dir den ein oder anderen Arbeitsschritt und beschleunigen die Prozesse. Der kreative Part, bei dem Farbe, Gesichter und Muster dazukommen, bleibt dir überlassen. Worauf wartest du? Dein inneres Kind will mit Holzschnitzeln spielen! 

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Karla
Hey, du bastelst doch diese ganzen süßen Spielsachen, oder?
Ja, genau! Ich bin Holzspielzeugmacherin.
Karla
Wie läuft das so?
Meistens bringe ich die Ideen der Kund:innen aufs Papier, dann bau ich erste Modelle. Danach schleife ich alles, streich es an und irgendwann „lebt“ das Spielzeug quasi von selbst.
Karla
Uhh, das klingt ja mega kreativ!
Ja, und manchmal wird’s richtig laut im Workshop, aber meine stylischen Ohrenschützer retten mich 😅

Voraussetzungen

Rechtlich wird für die Ausbildung als Holzspielzeugmacher:in keine bestimmte Vorbildung verlangt. Mit dem Haupt – oder Realschulabschluss kannst du dich sofort bei einem Unternehmen bewerben und dich auf eine handwerkliche Ausbildung freuen. Bist du noch nicht 18 Jahre alt, musst du dir eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung ausstellen lassen. 

Ansonsten braucht es Interesse für die Arbeit mit Holz. Handwerkliches Geschick ist ein Muss, genauso wie technisches Verständnis und ein Gespür für Ästhetik. Du wirst schließlich mit Werkzeugen und Maschinen am Holz rumwerkeln und die selbstdesignten Spielgeräte in die Realität umsetzen. Zeichnerische Fähigkeiten brauchst du deshalb, um Skizzen und Zeichnungen anzufertigen. Um die Maße richtig bestimmen zu können, sollte das Rechnen für dich kein Abturn sein. Wenn du dann noch selbstständig, sorgfältig und detailgetreu arbeiten kannst, können sich Kinder in Zukunft über wunderschöne Spielzeuge aus deinem Handwerk freuen!  


Was man im Job macht

Entwürfe erstellen (Skizzen und Zeichnungen)  

Arbeitsablauf planen und vorbereiten 

passende Materialien auswählen 

Holz zuschneiden 

Zuschnitte bearbeiten: Aushobeln, Fräsen, Bohren, Schleifen 

Produkt dekorieren und veredeln: Lackieren, Ölen, Bemalen 

Kontrolle und Bewertung der Arbeitsergebnisse 

Instandhaltung und Reparatur der Produkte 


Ein typischer Arbeitstag

08:00 Uhr
Angekommen in der Werkstatt, streifst du erst deine Schutzkleidung über und prüfst die Werkzeuge und den Bestand der Holzvorräte. Eventuell muss eine neue Materialbestellung aufgegeben werden. Anschließend schaust du, welche Aufträge noch offen sind und was heute auf dem Plan steht.
08:30 Uhr
Du beginnst mit der Produktion oder erstellst neue Skizzen und berechnest die Maße.
09:00 Uhr
Du suchst dir die Materialien zusammen und überträgst die Vorlage auf das Holz. Dann gehts an die Säge, um die vielen Formen auszusägen. 
10:00 Uhr
Mit den Einzelteilen lässt sich schon erahnen, was dort entstehen soll. Damit sich niemand beim Anfassen Splitter holt, schleifst du das Holz schön glatt. Als nächstes werden Löcher gebohrt, um die Teile später zusammenfügen zu können.
12:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Jetzt wird das Holz schonmal gepflegt. Du schnappst dir das Öl und arbeitest es sorgfältig in das Holz ein. 
14:00 Uhr
Bevor du dein Werkstück weiterverarbeiten kannst, musst du warten, bis es eingezogen bzw. getrocknet ist. Da du nicht wirklich wartest, machst du mit den Figuren von gestern weiter, die schon fertig verleimt sind und verleihst ihnen ihre Persönlichkeit. Mit Pinsel und Farbe bemalst du sie sorgfältig. 
16:00 Uhr
Auch diese Werkstücke müssen trocknen. Du verpackst noch ein paar fertige Muster. Bevor du nach Hause gehst, räumst du auf.
16:30 Uhr
Feierabend

Perspektiven & Weiterbildung

Die Ausbildung als Holzspielzeugmacher:in bildet eine gute Grundlage für eine stabile Karriere. Um deine Aufstiegschancen zu verbessern, eignet sich die Ausbildung zum/zur Meister:in im Drechsler-(Elfenbeinschnitzer-) und Holzspielzeugmacher-Handwerk. Alternativ kannst du dich auch zum/zur Technischen Fachwirt:in ausbilden lassen. Reicht dir eine einfache Anpassungsweiterbildung, um noch mehr Kenntnisse in deinem Werk zu erlangen, passen diese Bereiche zu deiner Arbeit: 

Holzbe- und verarbeitung

Produktgestaltung

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung, also Abitur oder Fachabitur, kannst du dir mit einem Studium den Bachelorabschluss abholen. Dort gibt es zum Beispiel Holztechnik oder Produkt- und Industriedesign als Studiengänge. Eine andere Option, abseits von Studium und Ausbildung, ist die Selbstständigkeit. Dabei übernimmst du die Leitung und gestaltest alles ganz nach deinen Vorstellungen.


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

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Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Holzspielzeug kommt häufig ohne viel Schnickschnack aus. Keine Batterien, kein Plastik, keine Schadstoffe. Alles was es braucht, ist gutes Holz und qualitätsstarke Verarbeitung durch engagierte Holzspielzeugmacher:innen. Was daraus entsteht, ist ein langlebiges Spielzeug oder Spielgerät, welches häufig über Generationen hinweg weiterverwendet werden kann. Der Nachhaltigkeit ist in der Holzspielzeugindustrie also grundsätzlich schon viel Folge geleistet.

Mittlerweise setzen Holzspielzeugmacher:innen auf Holz, welches aus regionaler und nachhaltiger Wirtschaft stammt. Bei der Produktion können 3D-Drucker helfen und Prozesse effizienter gestalten. Mit dem 3-D-Laserscanning kannst du wiederum ganz schnell deine Entwürfe einscannen und mit einem CAD-Programm am Computer bearbeiten.

In einer Zeit, in der Eltern bewusster konsumieren und wieder mehr auf Qualität, Langlebigkeit und Umweltfreundlichkeit der Spielzeuge achten, erlebt der Beruf der Holzspielzeugmacher:innen eine echte Wiederentdeckung! Besonders auf Märkten, in Bio-Läden, im Online-Handel oder in spezialisierten Manufakturen ist deine Arbeit gefragt.

Entscheidest du dich für diesen Beruf, schaffst du sinnvolle Produkte und trägst aktiv zu einer grüneren Zukunft bei! Sorgen um Plastikberge und krass hohe Emissionen? Fehlanzeige.

Nachhaltigkeit

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