Erzgebirgische Holzkunst Gahlenz GmbH RuT
Oederan, Sachsen
Du warst früher gerne auf dem Spielplatz, wolltest nicht vom Klettergerüst runter oder hast zu Hause am liebsten Runden mit deiner Holz-Eisenbahn gedreht? Wenn deine Liebe zu hölzernen Spielgeräten und Figuren nicht verflogen ist, bist du bestens in der Welt der Holzspielzeugmacher:innen aufgehoben. An der Werkbank wird gesägt, gefeilt, geschliffen und geölt. Vorher denkst du dir selbst neue Spielzeuge aus und zeichnest deine Visionen auf. Maschinen erleichtern dir den ein oder anderen Arbeitsschritt und beschleunigen die Prozesse. Der kreative Part, bei dem Farbe, Gesichter und Muster dazukommen, bleibt dir überlassen. Worauf wartest du? Dein inneres Kind will mit Holzschnitzeln spielen!
Rechtlich wird für die Ausbildung als Holzspielzeugmacher:in keine bestimmte Vorbildung verlangt. Mit dem Haupt – oder Realschulabschluss kannst du dich sofort bei einem Unternehmen bewerben und dich auf eine handwerkliche Ausbildung freuen. Bist du noch nicht 18 Jahre alt, musst du dir eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung ausstellen lassen.
Ansonsten braucht es Interesse für die Arbeit mit Holz. Handwerkliches Geschick ist ein Muss, genauso wie technisches Verständnis und ein Gespür für Ästhetik. Du wirst schließlich mit Werkzeugen und Maschinen am Holz rumwerkeln und die selbstdesignten Spielgeräte in die Realität umsetzen. Zeichnerische Fähigkeiten brauchst du deshalb, um Skizzen und Zeichnungen anzufertigen. Um die Maße richtig bestimmen zu können, sollte das Rechnen für dich kein Abturn sein. Wenn du dann noch selbstständig, sorgfältig und detailgetreu arbeiten kannst, können sich Kinder in Zukunft über wunderschöne Spielzeuge aus deinem Handwerk freuen!
Die Ausbildung als Holzspielzeugmacher:in bildet eine gute Grundlage für eine stabile Karriere. Um deine Aufstiegschancen zu verbessern, eignet sich die Ausbildung zum/zur Meister:in im Drechsler-(Elfenbeinschnitzer-) und Holzspielzeugmacher-Handwerk. Alternativ kannst du dich auch zum/zur Technischen Fachwirt:in ausbilden lassen. Reicht dir eine einfache Anpassungsweiterbildung, um noch mehr Kenntnisse in deinem Werk zu erlangen, passen diese Bereiche zu deiner Arbeit:
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung, also Abitur oder Fachabitur, kannst du dir mit einem Studium den Bachelorabschluss abholen. Dort gibt es zum Beispiel Holztechnik oder Produkt- und Industriedesign als Studiengänge. Eine andere Option, abseits von Studium und Ausbildung, ist die Selbstständigkeit. Dabei übernimmst du die Leitung und gestaltest alles ganz nach deinen Vorstellungen.
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
Holzspielzeug kommt häufig ohne viel Schnickschnack aus. Keine Batterien, kein Plastik, keine Schadstoffe. Alles was es braucht, ist gutes Holz und qualitätsstarke Verarbeitung durch engagierte Holzspielzeugmacher:innen. Was daraus entsteht, ist ein langlebiges Spielzeug oder Spielgerät, welches häufig über Generationen hinweg weiterverwendet werden kann. Der Nachhaltigkeit ist in der Holzspielzeugindustrie also grundsätzlich schon viel Folge geleistet.
Mittlerweise setzen Holzspielzeugmacher:innen auf Holz, welches aus regionaler und nachhaltiger Wirtschaft stammt. Bei der Produktion können 3D-Drucker helfen und Prozesse effizienter gestalten. Mit dem 3-D-Laserscanning kannst du wiederum ganz schnell deine Entwürfe einscannen und mit einem CAD-Programm am Computer bearbeiten.
In einer Zeit, in der Eltern bewusster konsumieren und wieder mehr auf Qualität, Langlebigkeit und Umweltfreundlichkeit der Spielzeuge achten, erlebt der Beruf der Holzspielzeugmacher:innen eine echte Wiederentdeckung! Besonders auf Märkten, in Bio-Läden, im Online-Handel oder in spezialisierten Manufakturen ist deine Arbeit gefragt.
Entscheidest du dich für diesen Beruf, schaffst du sinnvolle Produkte und trägst aktiv zu einer grüneren Zukunft bei! Sorgen um Plastikberge und krass hohe Emissionen? Fehlanzeige.