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Forstwirt:in

Als Forstwirt:in kümmerst du dich um den Wald, pflegst Bäume, schützt Tiere und sorgst dafür, dass der Wald gesund und nachhaltig genutzt wird.
Förster:in weitere Berufsbilder Geolog:in

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Anforderung

Skills

AusdauerBelastbarkeitEinsatzbereitschaftHands-on-MentalitätSelbstständiges ArbeitenSorgfaltTeamfähigkeitTechnisches VerständnisUmweltbewusstseinVerantwortungsbewusst

Gehalt

Ø 35.800 €/Jahr, 2.983 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 12/2024)
Teller

Forstwirt:innen sind sowas von das Gegenteil von Couch-Potatoes! In diesem Job bist du den ganzen Tag draußen und kümmerst dich um Wald, Moore und Gewässer. Du verbindest wirtschaftliche Nutzung mit Naturschutz und sorgst für einen gesunden, nachhaltigen Wald. Mit vollem Körpereinsatz säst, pflanzt und schützt du junge Bäume vor Schädlingen und Wildtieren. Dein Werkzeugkasten ist riesig und die Kettensäge ist dein wichtigstes Tool. Damit erntest du große, starke Bäume, die für Möbelbau oder Energiegewinnung verwendet werden. Aber pass auf: „BAUUUUM FÄÄÄLLT!“ – hier sind Vorsicht und Köpfchen gefragt. Schließlich soll niemand einen Stamm auf die Birne kriegen. Damit alle die Natur genießen können, hältst du als Forstwirt:in außerdem die Waldwege instand und baust nette Sitzplätze, z. B. Waldschenken aus Holz.

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Max
Du hattest doch früher schon diese Tannenzapfen-Sammelphase, oder?
Phase? Das ist quasi mein Beruf geworden 😭
Max
Warte… echt jetzt?
Ja, ich bin Forstwirt und den ganzen Tag im Wald 💚 🌲⚡️ Mit viel Action und meiner Motorsäge.
Okay, das ist tatsächlich cool!
Safe. Und am Ende des Tages weiß ich: Ich hab was getan, das der Natur gut tut 😌

Voraussetzungen

Um Forstwirt:in zu werden, lernst du drei Jahre im dualen System. Das bedeutet: Zwei Drittel der Zeit bist du direkt im Forstbetrieb im Einsatz und packst mit an. Das andere Drittel verbringst du in der Berufsschule und der überbetrieblichen Bildungsstätte deines Bundeslandes. Die meisten Auszubildenden haben einen mittleren Bildungsabschluss, es gibt aber keine gesetzliche Regelung zu den schulischen Voraussetzungen. Das heißt, du kannst dich mit jedem Schulabschluss für die Ausbildung als Forstwirtin oder als Forstwirt bewerben. Unter 18-Jährige müssen eine Bescheinigung über eine ärztliche Erstuntersuchung vorlegen. 

Was deine Skills angeht, solltest du ein bisschen was von Biologie verstehen, damit du weißt, wie Tiere und Pflanzen im Ökosystem des Waldes zusammenarbeiten. Mathe hilft dir dann, wenn du Flächen berechnen musst. Und klar, wenn du Kettensägen und Motorsensen schwingst, brauchst du ein ruhiges Händchen und etwas technisches Knowhow. Außerdem solltest du keine Höhenangst haben und trittsicher sein, da du öfter mal in luftiger Höhe arbeiten wirst. Wer denkt, dass es bei Frost weniger im Forst zu tun gibt, hat sich geschnitten! Gerade bei gefrorenem Boden und Minusgraden sind die Bedingungen im Wald perfekt. Du solltest also auf keinen Fall eine Frostbeule sein. 


Was man im Job macht

Walderneuerung: Samen ernten und Jungbäume pflanzen

Schädlingsbekämpfung und Schutz junger Bäume und Triebe vor Wildtierbissen (Umzäunung oder chemische Lösungen)

Holzernte: Baumstämme markieren, messen, entasten und fällen

Gefällte Bäume entrinden, zerteilen, wegtransportieren und lagern

Einrichtung und Pflege von Waldwegen und -straßen

Bau von Bänken, Picknickplätzen und Hochsitzen

Einrichtung von Nistkästen und Futterstellen

Instandhaltung von Geräten und Fahrzeugen


Ein typischer Arbeitstag

07:00 Uhr
Du startest in den Tag, indem du alle Geräte für die Fällarbeiten vorbereitest: Kettensäge checken, Kette spannen, Öl und Benzin auffüllen, Schutzkleidung anlegen und kurz die Einsatzstelle durchgehen.
07:30 Uhr
Dann geht’s raus ins Revier: Du fällst die markierten Bäume, entastest sie und zerteilst die Stämme. Zwischendurch gönnst du dir mit deinen Kolleg:innen eine kleine Frühstückspause.
10:30 Uhr
Das gefällte Holz wird anschließend abtransportiert oder an einem Lagerplatz sauber gestapelt. Du achtest darauf, dass alles richtig sortiert wird, damit später klar ist, welches Holz wofür genutzt wird.
11:15 Uhr
Mittagspause – Zeit, um neue Energie zu tanken und kurz die Beine zu entspannen.
12:00 Uhr
Nach der Pause reinigst du deine Werkzeuge mit Druckluft, entfernst Harz, Späne und Dreck und prüfst, ob etwas gewartet oder geschärft werden muss.
12:30 Uhr
Danach geht es an die Pflege der Jungbäume: Du bringst Schutzmanschetten an, kontrollierst die jungen Setzlinge und schaust nach, ob irgendwo nachgepflanzt werden muss.
14:00 Uhr
Zum Abschluss besprichst du mit der Försterin die nächsten Arbeiten, z. B. geplante Durchforstungen, Pflegeflächen oder besondere Vorkommnisse im Revier.
15:00 Uhr
Feierabend – raus aus dem Wald und rein in den Rest des Tages!

Perspektiven & Weiterbildung

Als Forstwirt:in hast du viele Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln. Du kannst in unterschiedlichen Bereichen arbeiten, etwa in kommunalen oder privaten Forstbetrieben, bei Dienstleistern, im Garten- und Landschaftsbau, in Nationalparks oder in Forstämtern.

Um dein Wissen aktuell zu halten, stehen dir Anpassungsweiterbildungen zur Verfügung, zum Beispiel:

Schädlingsbekämpfung

Pflanzenschutz

Arbeitssicherheit

Umgang mit modernen Maschinen und Drohnen

Wenn du mehr Verantwortung übernehmen möchtest, kannst du eine Aufstiegsweiterbildung machen und dich etwa zur Fachkraft in der Baumpflege, Forst- und Landschaftspflege, Forsttechnik oder als Forstmaschinenführer:in qualifizieren. Eine besonders attraktive Option ist die Weiterbildung als Forstwirtschaftsmeister:in, mit der du ein eigenes Team leiten oder sogar einen eigenen Betrieb führen kannst.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kannst du außerdem Forstwirtschaft oder Forstwissenschaft studieren und damit den Weg in die Förster:innen-Laufbahn einschlagen – ideal, wenn du neben der praktischen Arbeit auch gerne planst, organisierst und berätst.


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Nachhaltigkeit & Zukunft

Als Forstwirt:in arbeitest du direkt daran, Wälder für die Zukunft zu stärken. Du pflanzt widerstandsfähige Mischwälder, schützt junge Bäume vor Schädlingen und sorgst dafür, dass nur so viel Holz geerntet wird, wie nachwachsen kann. Damit sicherst du langfristig wichtige Ressourcen, erhältst Lebensräume für Tiere und Pflanzen und hilfst dabei, dass Wälder weiterhin CO₂ binden, Wasser im Boden speichern und das Klima kühlen.

Der Klimawandel bringt extreme Wetterlagen, mehr Schädlinge und größere Herausforderungen für den Wald mit sich. Dadurch entwickeln Forstwirt:innen neue Strategien und arbeiten eng mit der Klimaforschung zusammen, um zu wissen, welche Baumarten an welchen Standorten die besten Chancen haben. Gleichzeitig hält moderne Technik Einzug in den Wald: 3-D-Laserscanning, Drohnen, 5G und Sensortechnik liefern Echtzeitdaten über Schäden und erleichtern viele Aufgaben. Der Beruf wird dadurch digitaler, wissenschaftlicher und safe nachhaltiger.

Ja – und zwar mehr denn je. Viele erfahrene Forstwirt:innen gehen in den nächsten Jahren in Rente und suchen dringend Nachfolger:innen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Fachleuten, die Wälder an den Klimawandel anpassen und Verantwortung für nachhaltige Ressourcen übernehmen. Wer jetzt in die Ausbildung startet, hat beste Chancen und viele Perspektiven, sich weiterzuentwickeln oder sogar ein eigenes Forstbusiness aufzubauen.

Nachhaltigkeit

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