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Fischwirt:in

Als Fischwirt:in züchtest du Fische und andere Wassertiere und kümmerst dich um deren Haltung, Vermehrung und Vermarktung.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Arbeitsumgebung

Skills

EngagementGewissenhafte ArbeitsweiseOrganisationstalentSelbstorganisationSelbstständiges ArbeitenSorgfaltTechnisches VerständnisUmweltbewusstsein

Gehalt

Ø 48.172 €/Jahr, 4.014 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 09/2025)
Teller

Die Bestände vieler Fischarten in den Weltmeeren gehen seit Jahren zurück. Überfischung ist ein weltweit großes Problem. Um dem entgegenzuwirken, wird die nachhaltige Fischzucht immer wichtiger. In Teichen, Seen oder modernen Aquakulturen sorgen Fischwirt:innen dafür, dass Fische artgerecht aufwachsen, das Wasser sauber bleibt und die Umwelt geschont wird. Dabei spielt nicht nur die richtige Fütterung eine Rolle, sondern auch der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen. So entsteht eine Alternative zum industriellen Fischfang, die regionale Versorgung sichert und gleichzeitig Natur und Artenvielfalt schützt. Traditionelle Methoden der Teichwirtschaft werden heute mit modernen Ansätzen, wie erneuerbaren Energien oder nachhaltigen Futtermitteln, verbunden. Als Fischwirt:in bist du ein wichtiger Player oder Playerin für nachhaltige und ressourcenschonende Fischzucht.  

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Niklas
Hey, du trägst am liebsten Gummistiefel, oder? 🫢
Jo, bin ja Fischwirt. Würde sonst immer nasse Füße haben 😅
Niklas
Stimmt, du hast doch nach der Schule direkt damit angefangen, oder?
Ja. Ich war früher schon ständig angeln und wollte gerne einen Job, bei dem ich draußen bin 🌿
Niklas
Und was machst du da so täglich? 🤔
Fische aufziehen, Wasserqualität prüfen, Teiche pflegen. Klingt simpel, ist aber ziemlich wichtig für die Natur!
Niklas
Ehrlich?
Voll! Wir arbeiten nachhaltig, nutzen Kreislaufsysteme und schützen die Artenvielfalt ♻️
Niklas
Klingt besser als jeder Bürojob tbh 😮

Voraussetzungen

Für den Job als Fischwirt:in musst du eine 3-jährige Ausbildung machen. Dafür brauchst du in den meisten Fällen einen mittleren Bildungsabschluss. Damit kannst du dich bei einem Fischhaltungsbetrieb oder einer Binnenfischerei bewerben.  
Wichtig sind körperliche Fitness und Belastbarkeit, da die Arbeit häufig draußen stattfindet und körperlich anstrengend sein kann. Technisches Verständnis ist hilfreich, um Pumpen, Filteranlagen und Teichtechnik zu bedienen und kleinere Reparaturen selbst durchzuführen. Ebenso solltest du dich natürlich für Biologie und Tierhaltung interessieren, um die Fische, Pflanzen und das Ökosystem richtig betreuen zu können. Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein sind essenziell, da die Wasserqualität, die Gesundheit der Fische und die Einhaltung von Hygienestandards täglich kontrolliert werden müssen. Handwerkliche Fähigkeiten, Teamfähigkeit und Selbstständigkeit, runden deine Voraussetzungen ab.


Was man im Job macht

Neue Fischarten oder Zuchtlinien auswählen und einführen

Wasserqualität prüfen 

Futterpläne erstellen und anpassen 

Teiche und Becken reinigen

Technik und Geräte für Wasseraufbereitung einbauen

Laich- und Brutpflege durchführen

Kontrolle und Einhaltung von Umwelt- und Hygienevorschriften

Mitarbeit bei wissenschaftlichen Studien zur Fischzucht

Vorbereitung von Transport oder Versand der Fische

Beratung von Kund:innen oder Besucher:innen


Ein typischer Arbeitstag

06:00 Uhr
Dein Tag startet mit einer Teichkontrolle. Du prüfst die Wasserstände, Wasserqualität und Fütterungsanlagen.
06:30 Uhr
Danach geht’s ans Eingemachte bzw. Fische füttern. Bei der Fütterung achtest du auf Krankheiten oder Stressanzeichen bei den Tieren.
08:00 Uhr
Nach der Fütterung musst du die Pumpen, Netze und Filter kontrollieren. Ein Filter muss ausgetauscht werden, danach läuft alles wieder rund.
09:30 Uhr
Pause
10:00 Uhr
Ein weiteres To-Do ist das Zuchtmanagement. Dafür sortierst du Jungfische in neue Becken. Außerdem prüfst du Eier und Brut.
11:30 Uhr
Die Zuchtfortschritte protokollierst du in deinen Unterlagen. Dann planst du Futtermengen und gibst Bestellungen bei Lieferant:innen auf.
13:00 Uhr
Bevor du Feierabend machst, gehst du noch eine Kontrollrunde an allen Teichanlagen vorbei. Danach übergibst du die Schicht an deinen Kollegen.
13:30 Uhr
Feierabend!

Perspektiven & Weiterbildung

Nach deiner Ausbildung als Fischwirt:in und mit etwas Berufserfahrung hast du einige Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln und – wenn du magst – mehr Verantwortung zu übernehmen, z. B. mit einer Weiterbildung als Fischwirtschaftsmeister:in

Oder du spezialisierst dich, etwa im Bereich Zuchtmanagement, Fischverarbeitung oder Aquakulturtechnik. Wenn du Lust auf noch mehr Bildung hast, kannst du zusätzlich Qualifikationen in Fischereitechnik, Umweltmanagement oder ein Studium in Aquakultur oder Biologie anstreben – sofern du eine Hochschulzugangsberechtigung hast. So stehen dir langfristig auch Positionen in Forschung, Beratung oder in größeren Aquakulturunternehmen offen. Wer motiviert ist und sich weiterbildet, kann vom praktischen Einstieg bis hin zu leitenden Positionen aufsteigen.


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

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Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Als Fischwirt:in schützt du aktiv die Natur, während du hochwertige Lebensmittel erzeugst. Statt Wildbestände weiter zu belasten, werden Fische in Teichen oder Aquakulturen kontrolliert gezüchtet. Das entlastet natürliche Gewässer. Moderne Betriebe setzen außerdem auf geschlossene Wasserkreisläufe, die das Wasser reinigen und wiederverwenden, sowie auf nachhaltigeres Futter wie Insektenprotein oder pflanzliche Mischungen. Gleichzeitig schützen Teiche und Feuchtgebiete die Artenvielfalt, weil sie Lebensraum für Amphibien, Vögel und viele andere Tiere bieten.

Die Fischwirtschaft wird immer digitaler. Sensoren messen automatisch Sauerstoffgehalt und Temperatur, Drohnen überwachen Teiche aus der Luft und Apps zeigen in Echtzeit, wie es den Fischen geht. Dazu kommen immer modernere, ressourcenschonendere Systeme in der Wasseraufbereitung und Fütterung zum Einsatz. Der Beruf verbindet zunehmend klassische Naturarbeit mit Hightech.

Ja, denn nachhaltige und regionale Lebensmittel werden immer wichtiger. Fischzuchten müssen moderner, effizienter und ökologischer werden – und dafür braucht es qualifizierte Fachkräfte. Besonders spannend: Viele Betriebe steigen bereits auf erneuerbare Energien um. Wer heute in der Fischwirtschaft arbeitet, hat also gute Zukunftschancen und gestaltet aktiv eine innovative, nachhaltige Branche mit.

Fun Fact: In Deutschland gibt es Teichwirtschaften, die schon seit dem Mittelalter betrieben werden. Manche Karpfenteiche, zum Beispiel in der Oberlausitz, sind über 750 Jahre alt und werden bis heute von Fischwirt:innen bewirtschaftet. 

Nachhaltigkeit

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