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BioökonomieBioökonomie
Ernährungswirtschaft

Destillateur:in

Als Destillateur:in stellst du durch das Gären, Brennen und Veredeln von Rohstoffen wie Getreide oder Früchten hochwertige Spirituosen her und sorgst dafür, dass Geschmack, Qualität und Charakter am Ende perfekt passen.
Sattler:in weitere Berufsbilder Winzermeister:in

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Skills

BelastbarkeitGewissenhafte ArbeitsweiseLeistungsbereitschaftQualitätsbewusstseinSchnelle AuffassungsgabeSelbstständiges ArbeitenSorgfaltTechnisches VerständnisVerantwortungsbewusstZuverlässigkeit

Gehalt

Ø 43.313 €/Jahr, 3.609 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 01/2026)
Teller

Du stehst in der Brennerei, es riecht nach frischen Kräutern und warmem Getreide und langsam beginnt der Brennvorgang. Was du herstellst, sind Spirituosen wie Gin, Whisky, Obstbrände oder Liköre. Und das vom ersten Ansatz bis zum fertigen Produkt. Was entsteht ist kein Massenprodukt, sondern etwas, das Zeit, Erfahrung und Gefühl braucht. Als Destillateur oder Destillateurin begleitest du jeden Schritt der Schnaps-Produktion. Du arbeitest mit Technik, beobachtest Prozesse und verlässt dich gleichzeitig auf deinen eigenen Geruchs- und Geschmackssinn. Jeder Durchlauf kann ein bisschen anders sein, was den Job so spannend macht. Denn am Ende hältst du als Destillateur:in eine Flasche in der Hand, hinter der dein Wissen, dein Handwerk und deine Kreativität stehen.

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Leon
 Boah, der Gin auf deiner Party war richtig guuut! Was war das für einer?
Ja, der ist von mir 😅 Ich bin Destillateur.
Leon
 Echt jetzt? Was macht man da genau?
Ich hab nach dem Realschulabschluss ne Ausbildung in ner kleinen Brennerei gemacht und bin dort für sämtliche Spirituosen und deren Qualität zuständig.
Leon
Also so von Rohstoff bis fertiger Flasche?
Genau. Gerade tüftel ich an nem Gin mit regionalen Kräutern, das ist mein Lieblingspart 🤙

Voraussetzungen

Voraussetzung für den Beruf ist, dass du eine abgeschlossene Ausbildung als Destillateur:in hast, die dual im Betrieb und in der Berufsschule stattfindet. Meist brauchst du dafür einen mittleren Schulabschluss, in manchen Fällen reicht auch ein Hauptschulabschluss mit guten Leistungen. Wichtig sind außerdem Grundkenntnisse in Chemie und Mathe, um dich in der Welt der richtigen Mischverhältnisse zurechtzufinden. Zudem musst du mit den gesetzlichen und hygienischen Vorgaben in der Branche vertraut sein und diese immer einhalten. 

Du solltest sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeiten können, da du mit Alkohol und technischen Anlagen umgehst. Die Mischung aus gutem Geruchs- und Geschmackssinn, technischem Verständnis, Geduld, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit helfen dir dabei, eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte sicherzustellen und gleichzeitig Spaß bei der Arbeit zu haben.  

Wenn du unter 18 bist, musst du vor Ausbildungsbeginn eine Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz machen und brauchst zusätzliche eine Einverständniserklärung deiner Eltern, da du im Rahmen der Ausbildung mit alkoholischen Produkten arbeitest und diese auch verkosten kannst.  


Was man im Job macht

Rohstoffe wie Getreide, Früchte oder Kräuter auswählen und vorbereiten

Maischen und Gäransätze herstellen

Gärprozesse überwachen und steuern

Destillationsanlagen bedienen und kontrollieren

Alkoholgehalt, Temperatur und Druck messen

Vor-, Mittel- und Nachlauf trennen

Proben nehmen und Geschmack sowie Geruch beurteilen

Destillate filtern, mischen oder veredeln

Abfüllen, Etikettieren und Lagern der Produkte

Anlagen reinigen und Produktionsschritte dokumentieren


Ein typischer Arbeitstag

07:00 Uhr
Du überprüfst die Destillationsanlagen auf Sauberkeit und Funktion und kontrollierst Temperatur- und Druckanzeigen. So stellst du sicher, dass alle Maschinen sicher und korrekt laufen.
07:30 Uhr
Du bereitest Getreide, Früchte oder Kräuter vor und wiegst alle Zutaten genau ab. Dabei hältst du dich strikt an Rezepturen und Hygieneregeln.
09:00 Uhr
Du legst eine kurze Pause ein. Danach gehst du konzentriert die nächsten Arbeitsschritte an.
09:15 Uhr
Du überwachst den Destillationsprozess und misst regelmäßig Alkoholgehalt und Temperatur. Durch Proben und sensorische Prüfungen sicherst du die Qualität des Destillats.
11:30 Uhr
Du dokumentierst alle Produktionsschritte sorgfältig für Qualitäts- und Kontrollzwecke. Anschließend reinigst du Arbeitsgeräte und Flächen.
12:00 Uhr
Mittagspause mit den Kollegen auf eurem gemütlichen Anwesen.
12:30 Uhr
Du filterst, mischst oder lagerst die Destillate zur Reifung ein. Fertige Produkte füllst du ab und bereitest sie für Lagerung oder Verkauf vor.
14:30 Uhr
Du reinigst die Anlagen gründlich und entsorgst Reststoffe fachgerecht. Zum Schluss planst du die Aufgaben für den nächsten Arbeitstag.
15:00 Uhr
Feierabend!

Perspektiven & Weiterbildung

Als Destillateur:in hast du richtig gute Aufstiegsmöglichkeiten, wenn du mehr Verantwortung übernehmen willst. Der klassische Weg ist die Weiterbildung als Destillateurmeister:in. Damit leitest du ein Team und darfst selbst ausbilden. Auch Abschlüsse wie Getränkebetriebsmeister:in oder Industriemeister:in für Fruchtsaft und Getränke bringen dich in Führungspositionen im Betrieb.  

Wenn du eher technisch tickst, kannst du dich als Techniker:in für Lebensmitteltechnik weiterbilden, zum Beispiel mit Fokus auf Produktentwicklung, Qualitätsmanagement oder Verarbeitung. Auch der Abschluss als Brau- und Getränketechnolog:in ist eine Option.  

Willst du stärker in Organisation und Planung rein, passt eine Weiterbildung als Technische:r Fachwirt:in gut. Zusätzlich kannst du dich hier auch als Ausbilder:in qualifizieren und so dein Wissen weitergeben. Mit Hochschulzugang stehen dir sogar Studiengänge offen. Wie wär’s mit:

Lebensmitteltechnologie

Brau- und Getränketechnologie

Wirtschaftsingenieurwesen

So kannst du dich vom Handwerk bis in leitende oder strategische Rollen weiterentwickeln.


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

Nachhaltige Jobs in Mitteldeutschland? Das crazy!

Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!


Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Der Job als Destillateur:in ist nachhaltig, weil du mit regionalen und natürlichen Rohstoffen arbeitest und deren Wertschöpfung vor Ort hältst. Viele Betriebe setzen auf energieeffiziente Anlagen, kurze Lieferketten und die Weiterverwertung von Reststoffen, zum Beispiel als Tierfutter oder für Biogas. So verbindest der Beruf handwerkliche Produktion mit verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen.

In Zukunft wird der Beruf stärker von Nachhaltigkeit, Qualität und Transparenz geprägt sein. Neue Technologien helfen dabei, Energie zu sparen und Produktionsprozesse noch genauer zu steuern. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach innovativen, regionalen und nachhaltig produzierten Getränken, was Produktentwicklung und Kreativität der Destillateur:innen immer wichtiger macht. 

Der Job ist gefragt! Vor allem bei kleinen und mittelständischen Brennereien sowie Getränkeherstellern. Gut ausgebildete Fachkräfte werden gebraucht, weil handwerkliches Know-How und Qualitätsbewusstsein nicht automatisiert werden können. Besonders Betriebe mit nachhaltigem Fokus suchen Nachwuchs, der Technik, Verantwortung und Innovation verbindet. Da bist du in der Metropolregion Mitteldeutschland genau richtig!

Nachhaltigkeit

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