MÜNZING Emulsions Chemie GmbH
Elsteraue, Sachsen-Anhalt
Chemie klingt nach staubigen Professoren in Laborkitteln? Okay, das Labor-Outfit gehört dazu, aber die Jobs sind alles andere als langweilig! Du brauchst auch kein Studium, um in dieser Branche durchzustarten. Nach der Ausbildung als chemisch-technische:r Assistent:in, kurz CTA, führst du spannende Tests und Experimente in chemischen oder pharmazeutischen Unternehmen, Fabriken, Forschungsinstituten oder Umweltbehörden durch. Also: Proben schnappen, Geräte auswählen und die Versuchsreihe zusammenbauen! Läuft das Experiment, behältst du alles im Blick und dokumentierst die Ergebnisse. Die Leitung übernehmen andere, aber auch du kümmerst dich ums Labor, checkst Vorräte und sorgst dafür, dass Chemikalien sicher gelagert und entsorgt werden. Und das Beste: Mit „Grüner Chemie“ kannst du an umweltfreundlicheren Herstellungsprozessen mitwirken. Chemie ist überall – und mit dem nötigen Know-How, einer genauen Arbeitsweise und Lust auf Technik sicherst du dir mit diesem Job deine Zukunft!
Für den Job brauchst du eine Ausbildung als Chemisch-technische:r Assistent:in, wofür ein mittlerer Bildungsabschluss nötig ist (erfolgreicher Abschluss der 10. Klassenstufe). Je nach Bundesland kann es zusätzliche Anforderungen geben, in Sachsen-Anhalt etwa ein Gesundheitszeugnis und ein Höchstalter von 24 Jahren.
Die zweijährige Ausbildung findet überwiegend in Berufsfachschulen statt. Neben den praktischen Übungen im Schullabor, lernst du auch in betrieblichen Praktika den Arbeitsalltag kennen. Wenn du in einem Rutsch auch noch die Fach- oder allgemeine Hochschulreife erreichen willst, verlängerst du die Ausbildung einfach auf 3-4 Jahre.
Wahrscheinlich ein No-Brainer: Im Bewerbungsverfahren sind gute Leistungen in Chemie, Mathe und Physik ein Plus. Auch Informatikkenntnisse erleichtern dir den Einstieg. Um im Beruf erfolgreich zu sein, ist außerdem ein ruhiges Händchen gefragt – schließlich ist das Labor voll mit zerbrechlichen Gläsern. Präzises Arbeiten ist außerdem wichtig, um die Rezepturen genau hinzukriegen. Wenn du zusätzlich strukturiert, tatkräftig, gut im Problemlösen und von Natur aus neugierig bist, passt der Job als CTA perfekt zu dir!
Um jobtechnisch auf dem neuesten Stand zu bleiben oder dich zu spezialisieren, kannst du dich gezielt weiterbilden, z.B. in den Bereichen chemische Technik, analytische Chemie, physikalische Messtechnik oder Qualitätsprüfung. Auch neue Entwicklungen in Sachen Digitalisierung, Automatisierung oder nachhaltige Produktion werden immer wichtiger.
Möchtest du im Labor mehr Verantwortung übernehmen oder hast Bock auf eine leitende Position, wäre die Aufstiegsweiterbildung als Techniker:in für Chemietechnik oder Biotechnik eine Option. Oder wie wär’s mit einem Studium, z.B. in den Fächern Chemie oder Chemieingenieurwesen? Danach kannst du dann als Chemiker:in oder Biochemiker:in arbeiten. Für so ein Studium ist in der Regel eine schulische Hochschulzugangsberechtigung nötig, diese kannst du aber z.B. während der Ausbildung zum Chemisch-technischen Assistent oder Chemisch-technischer Assistentin erlangen.
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
Chemisch-technische Assistent:innen tragen dazu bei, die Umweltbelastung zu reduzieren – etwa durch grüne Chemie, bei der alte Stoffe recycelt oder umweltfreundliche Alternativen genutzt werden. Aus Pflanzenabfällen kann z. B. Biokunststoff entstehen, der später kompostierbar ist. So entsteht echtes Potenzial für eine nachhaltigere Wirtschaft.
Im Labor unterstützen künftig immer mehr smarte Technologien: Oberflächen, die automatisch wiegen und abmessen, oder Datenbrillen, die Veränderungen erkennen und sofort Alarm schlagen. Diese Tools machen die Arbeit einfacher, aber menschliche Expertise bleibt unverzichtbar.
Ja – CTAs werden weiterhin in vielen Bereichen gebraucht: von Forschung und Entwicklung über die Produktion bis hin zur Qualitätsprüfung von Medikamenten, Lebensmitteln, Kosmetik und vielen weiteren Produkten. Die Berufsaussichten bleiben dadurch stabil und gut.