Zum Hauptinhalt springen
Menü einklappen
Grüne ChemieGrüne Chemie

Che­misch-technische:r Assi­stent:in (CTA)

Als chemisch-technische:r Assistent:in analysierst du Proben ultra genau, sorgst dafür, dass Lebensmittel, Medikamente oder Materialien sicher sind, und hältst den Laborbetrieb zuverlässig am Laufen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

2 Jahre

Anforderung

Skills

Analytisches DenkenEngagementGewissenhafte ArbeitsweiseKooperationsfähigkeitProblemlösungskompetenzQualitätsbewusstseinSorgfaltStrukturierte ArbeitsweiseTeamfähigkeitTechnisches Verständnis

Gehalt

Ø 36.038 €/Jahr, 3.003 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 01/2025)
Teller

Chemie klingt nach staubigen Professoren in Laborkitteln? Okay, das Labor-Outfit gehört dazu, aber die Jobs sind alles andere als langweilig! Du brauchst auch kein Studium, um in dieser Branche durchzustarten. Nach der Ausbildung als chemisch-technische:r Assistent:in, kurz CTA, führst du spannende Tests und Experimente in chemischen oder pharmazeutischen Unternehmen, Fabriken, Forschungsinstituten oder Umweltbehörden durch. Also: Proben schnappen, Geräte auswählen und die Versuchsreihe zusammenbauen! Läuft das Experiment, behältst du alles im Blick und dokumentierst die Ergebnisse. Die Leitung übernehmen andere, aber auch du kümmerst dich ums Labor, checkst Vorräte und sorgst dafür, dass Chemikalien sicher gelagert und entsorgt werden. Und das Beste: Mit „Grüner Chemie“ kannst du an umweltfreundlicheren Herstellungsprozessen mitwirken. Chemie ist überall – und mit dem nötigen Know-How, einer genauen Arbeitsweise und Lust auf Technik sicherst du dir mit diesem Job deine Zukunft!

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Karim
Du arbeitest doch im Labor oder?
Ja genau, ich bin CTA! Also chemisch-technische Assistentin
Karim
Ah okay, wie bist du da hingekommen?
Jeden Tag mit dem Fahrrad 😅 for real.. hab in der Schule schon gecheckt, dass Chemie bei mir voll fit geht, aber null Plan, welchen Job ich damit später machen soll. Habs mit nem Praktikum im Labor versucht und war direkt hooked!
Karim
Und jetzt rennst du den ganzen Tag im Kittel rum?
Safe 🤭 Ich check zum Beispiel, ob in Lebensmitteln wirklich das drin ist, was draufsteht. Ich kann dir zum Beispiel bis auf die vierte Nachkommastelle sagen, wie viel Salz in deinem Kartoffelpuffer steckt.
Karim
Das ist irgendwie cool und scary zugleich 😭
Jep. Wir finden manchmal echt wilde Sachen im Essen. Aber ich fühl den Job einfach komplett und mit der Ausbildung stehen mir safe alle Türen offen 💚

Voraussetzungen

Für den Job brauchst du eine Ausbildung als Chemisch-technische:r Assistent:in, wofür ein mittlerer Bildungsabschluss nötig ist (erfolgreicher Abschluss der 10. Klassenstufe). Je nach Bundesland kann es zusätzliche Anforderungen geben, in Sachsen-Anhalt etwa ein Gesundheitszeugnis und ein Höchstalter von 24 Jahren. 

Die zweijährige Ausbildung findet überwiegend in Berufsfachschulen statt. Neben den praktischen Übungen im Schullabor, lernst du auch in betrieblichen Praktika den Arbeitsalltag kennen. Wenn du in einem Rutsch auch noch die Fach- oder allgemeine Hochschulreife erreichen willst, verlängerst du die Ausbildung einfach auf 3-4 Jahre. 

Wahrscheinlich ein No-Brainer: Im Bewerbungsverfahren sind gute Leistungen in Chemie, Mathe und Physik ein Plus. Auch Informatikkenntnisse erleichtern dir den Einstieg. Um im Beruf erfolgreich zu sein, ist außerdem ein ruhiges Händchen gefragt – schließlich ist das Labor voll mit zerbrechlichen Gläsern. Präzises Arbeiten ist außerdem wichtig, um die Rezepturen genau hinzukriegen. Wenn du zusätzlich strukturiert, tatkräftig, gut im Problemlösen und von Natur aus neugierig bist, passt der Job als CTA perfekt zu dir!


Was man im Job macht

Chemische Versuche planen

Geräte und Apparaturen wie Mikroskop, Reagenzgläser und Feinwaagen bereitstellen

Untersuchungsapparaturen und Messgeräte steuern

Ergebnisse am PC dokumentieren und auswerten

Zusammensetzung von Stoffen untersuchen

Qualitätskontrolle: z.B. überprüfen, ob Produkt bestimmte Normen erfüllt

Stoffgemische herstellen und verbessern 

Labororganisation: Wartung der Geräte und Überwachung der Vorräte 

Sicherheitsstandards zur Lagerung und Entsorgung von Chemikalien befolgen 

Über aktuelle Entwicklungen informieren, z.B. durch Lesen von Fachzeitschriften 


Ein typischer Arbeitstag

07:00 Uhr
Kurze Teamrunde, die Chefin verteilt die Aufgaben: Heute testest du wiederverwendbare Trinkhalme und eine beschichtete Pfanne auf ihre Lebensmittelsicherheit.
07:30 Uhr
Kittel an, Schutzbrille auf und los. Erstmal bereitest du alles vor: Geräte, Utensilien, Chemikalien.
08:00 Uhr
Pfannentest! Du brätst Zucchinistücke in der neuen und in einer bewährten Pfanne an. Danach warten die Zucchinis für 1 ½ Stunden in der Pfanne, damit du später testen kannst, ob Geruch oder Geschmack beeinflusst wurden.
08:45 Uhr
Nächster Test: Du schneidest Trinkhalme in Stücke und legst sie in Essigsäure (für saure Drinks) und Ethanol (für fetthaltige Getränke) ein. Dann ab damit in den Trockenschrank. Den Timer auf 1 ½ Stunden stellen.
10:15 Uhr
Nach der Frühstückspause zurück zur Pfanne: dein geschulter Kollege testet die Zucchinistücke “blind” auf Geruch und Geschmack. Die Pfanne besteht den Test! Du dokumentierst alles und lässt der Chefin ein entsprechendes Feedback zukommen.
11:15 Uhr
Der Trinkhalm-Wecker klingelt: Die Flüssigkeiten kommen ohne die Trinkhalmstücke in Metallschalen und werden verdampft. Ohoooh: von der Essigsäure bleibt ein weißer Belag zurück – die Halme haben also Stoffe abgegeben und übersteigen dabei den Grenzwert.
12:30 Uhr
Ergebnisse notieren und mit der Chefin besprechen. Die Probe geht an ein Speziallabor zur Identifikation der genauen Stoffe.
13:30 Uhr
Für dich heißt es dann noch Aufräumen und dann ab in den Feierabend!

Perspektiven & Weiterbildung

Um jobtechnisch auf dem neuesten Stand zu bleiben oder dich zu spezialisieren, kannst du dich gezielt weiterbilden, z.B. in den Bereichen chemische Technik, analytische Chemie, physikalische Messtechnik oder Qualitätsprüfung. Auch neue Entwicklungen in Sachen Digitalisierung, Automatisierung oder nachhaltige Produktion werden immer wichtiger. 

Möchtest du im Labor mehr Verantwortung übernehmen oder hast Bock auf eine leitende Position, wäre die Aufstiegsweiterbildung als Techniker:in für Chemietechnik oder Biotechnik eine Option. Oder wie wär’s mit einem Studium, z.B. in den Fächern Chemie oder Chemieingenieurwesen? Danach kannst du dann als Chemiker:in oder Biochemiker:in arbeiten. Für so ein Studium ist in der Regel eine schulische Hochschulzugangsberechtigung nötig, diese kannst du aber z.B. während der Ausbildung zum Chemisch-technischen Assistent oder Chemisch-technischer Assistentin erlangen. 


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

Nachhaltige Jobs in Mitteldeutschland? Das crazy!

Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!


Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Chemisch-technische Assistent:innen tragen dazu bei, die Umweltbelastung zu reduzieren – etwa durch grüne Chemie, bei der alte Stoffe recycelt oder umweltfreundliche Alternativen genutzt werden. Aus Pflanzenabfällen kann z. B. Biokunststoff entstehen, der später kompostierbar ist. So entsteht echtes Potenzial für eine nachhaltigere Wirtschaft.

Im Labor unterstützen künftig immer mehr smarte Technologien: Oberflächen, die automatisch wiegen und abmessen, oder Datenbrillen, die Veränderungen erkennen und sofort Alarm schlagen. Diese Tools machen die Arbeit einfacher, aber menschliche Expertise bleibt unverzichtbar.

Ja – CTAs werden weiterhin in vielen Bereichen gebraucht: von Forschung und Entwicklung über die Produktion bis hin zur Qualitätsprüfung von Medikamenten, Lebensmitteln, Kosmetik und vielen weiteren Produkten. Die Berufsaussichten bleiben dadurch stabil und gut.

Nachhaltigkeit

Stellenanzeigen zum Beruf

0 offene Stellen

Die Anwendung befindet sich noch in Entwicklung – bald findest du hier passende Stellenanzeigen zu jedem Beruf.