Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI
Leipzig, Sachsen
Chemie hat oft ein schlechtes Image – dabei ist sie überall! Luft, Wasser und sogar dein Lieblings-Snack besteht aus Atomen und Molekülen, die auf ihre Umwelt reagieren. Als Chemiker:in kannst du nicht nur Flüssiges in Festes oder Gasförmiges verwandeln, sondern sogar Stoffe in ihre kleinsten Bausteine zerlegen und neu zusammensetzen. Irgendwie magic, oder? So entstehen z.B. Medikamente und nachhaltige Kunststoffe. Der Beruf ist nicht aufs Labor beschränkt – schon im Studium kannst du dich spezialisieren und danach aus vielen spannenden Bereichen wählen: Willst du in der Wissenschaft neue Stoffe und Verfahren erforschen, an der Uni dein Wissen weitergeben, für die Industrie innovative Produktionsverfahren entwickeln oder in Behörden Umweltschutzrichtlinien durchsetzen? Eins steht fest: Die grüne Transformation geht nur mit Chemikerinnen und Chemikern! Bist du neugierig, experimentierfreudig und liebst Science und diese Welt? Dann werde Teil der grünen Chemie!
Möchtest du dich Chemiker:in nennen, brauchst du ein abgeschlossenes Bachelorstudium im Fach Chemie. An Studiengängen steht dir nicht nur der allgemeine Chemie-Bachelor, sondern auch Bachelor mit bestimmten Schwerpunkten, z.B. in biotechnischer Chemie, angewandter Chemie, Werkstoffwissenschaft und einigen anderen zur Verfügung.
Du kannst dich nicht für ein Fach entscheiden? Dann studiere doch einen 2-Fach-Bachelor (oder Kombinations-Bachelor), bei dem du Chemie mit einem anderen Fach deiner Wahl kombinierst. Wenn du z. B. Chemielehrer:in werden möchtest, wählst du im Lehramtsstudium in der Regel noch ein zweites Studienfach dazu.
Fürs Studium an einer Uni oder einer Fachhochschule musst du die allgemeine Hochschulreife (Abitur) eine fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife vorweisen können. Wie die Studienplätze verteilt werden, wird an jeder Hochschule unterschiedlich gehandhabt. Infos zu den Zulassungsverfahren findest du auf den Hochschul-Homepages.
Um im Studium und Beruf erfolgreich zu sein, solltest du natürlich Bock auf naturwissenschaftliche Themen haben und schon etwas Knowhow in Chemie, Mathe, Physik und Biologie mitbringen. Stabile English Skills erleichtern dir das Lesen der Fachliteratur. Bist du auch noch neugierig und experimentierfreudig, arbeitest strukturiert und geschickt und gibst auch nach ein paar missglückten Versuchen nicht auf? Dann steht der Chemiker:innen-Laufbahn nix mehr im Weg!
Du hast das Studium in der Tasche und willst fachlich auf dem neuesten Stand bleiben? Mit sogenannten Anpassungsweiterbildungen kannst du dein Wissen fresh halten. Wie wäre es z. B. mit diesen Weiterbildungen:
Naheliegend ist auch ein Masterstudium. In vier Semestern kannst du dich hier in den Bereichen Chemie (weiterführend), Biochemie, Lebensmittelchemie, Wirtschaftschemie, Chemieingenieurwesen und einigen anderen spezialisieren. Auch ein Wechsel in verwandte Fächer wie Pharmazie ist möglich.
Um nach dem Master deine allgemeinen Karrierechancen zu verbessern und noch weiter in die Wissenschaft einzutauchen, kannst du deinen Doktor machen. Dabei arbeitest du über längere Zeit intensiv an einem Forschungsthema und übernimmst oft auch Lehrtätigkeiten. Dein Ziel ist eine langfristige Hochschulkarriere? Dann führen alle Wege in Richtung Habilitation, mit der du dir deinen Prof.-Titel sicherst.
Alternativ kannst du nach dem Master auch andere Richtungen einschlagen und z.B. eine Aufstiegsweiterbildung als klinische:r Chemiker:in absolvieren. Damit kannst du dann wichtige Laboranalysen im medizinischen Bereich durchführen.
Als Chemiker:in hast du gerade jetzt goldene Karrierechancen. Der Markt schreit förmlich nach deinem chemischen Know-how.
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
Chemiker:innen können direkt zu einer grüneren Zukunft beitragen. Ein Schwerpunkt ist die „Grüne Chemie“: Kohlenstoff wird nachhaltig genutzt, z. B. durch Bioplastik aus Pflanzenresten, Recycling oder das Einfangen von CO₂ aus der Luft. Ziel ist es, Abfälle zu vermeiden, schädliche Emissionen zu reduzieren und Prozesse umweltfreundlicher und sicherer zu gestalten. Kreative Köpfe können hier echte Lösungen für Mensch und Umwelt entwickeln.
Automatisierte Prozesse übernehmen vereinzelt Labortätigkeiten, aber das menschliche Fachwissen bleibt entscheidend. Chemiker:innen müssen sich zunehmend mit nachhaltigen Methoden, neuen Technologien und innovativen Materialien auseinandersetzen – der Beruf wird also noch abwechslungsreicher und lösungsorientierter.
Ja! Chemiker:innen sind in vielen Bereichen gefragt: in Forschung und Wissenschaft, in der Industrie oder in Behörden. Die Kombination aus Fachwissen und Kreativität bleibt unersetzbar, sodass die Arbeitsplätze auch langfristig sicher bleiben.