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Grüne ChemieGrüne Chemie

Chemiker:in

Als Chemiker:in untersuchst du, wie Stoffe aufgebaut sind, wie sie reagieren und nutzt dieses Wissen, um neue Materialien, Produkte oder Lösungen für Wissenschaft und Industrie zu entwickeln.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre (2 Jahre Master)

Anforderung

Skills

Analytisches DenkenAufmerksamkeitBeobachtungsgabeDurchhaltevermögenEngagementKonzeptionelle KompetenzKritisches DenkenProblemlösungskompetenzSelbstständiges ArbeitenStrukturierte Arbeitsweise

Gehalt

Ø 55.842 €/Jahr, 4.654 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 02/2025)
Teller

Chemie hat oft ein schlechtes Image – dabei ist sie überall! Luft, Wasser und sogar dein Lieblings-Snack besteht aus Atomen und Molekülen, die auf ihre Umwelt reagieren. Als Chemiker:in kannst du nicht nur Flüssiges in Festes oder Gasförmiges verwandeln, sondern sogar Stoffe in ihre kleinsten Bausteine zerlegen und neu zusammensetzen. Irgendwie magic, oder? So entstehen z.B. Medikamente und nachhaltige Kunststoffe. Der Beruf ist nicht aufs Labor beschränkt – schon im Studium kannst du dich spezialisieren und danach aus vielen spannenden Bereichen wählen: Willst du in der Wissenschaft neue Stoffe und Verfahren erforschen, an der Uni dein Wissen weitergeben, für die Industrie innovative Produktionsverfahren entwickeln oder in Behörden Umweltschutzrichtlinien durchsetzen? Eins steht fest: Die grüne Transformation geht nur mit Chemikerinnen und Chemikern! Bist du neugierig, experimentierfreudig und liebst Science und diese Welt? Dann werde Teil der grünen Chemie!

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Katja
Sag mal, warum bist du eigentlich immer noch an der Uni? 🤔
Ich mach meinen Doktor in Chemie. Bleib freiwillig länger, weil’s mir wirklich Spaß macht 🧪
Katja
Cool… was interessiert dich da so?
Ich liebe es, rauszufinden, wie Sachen auf kleinster Ebene ticken. Im besten Fall kannst du damit Leben retten 😭
Katja
Wie denn genau?
Neue Medikamente, bessere Tests, nachhaltigere Verfahren – sowas. Klingt unscheinbar, hat aber richtig Impact 💚
Katja
Und danach? Industrie?
Mal sehen. Meine Kommiliton:innen sind überall gelandet: Umwelt, Pharma, sogar Wissenschaftsjournalismus 🤯
Katja
Und du?
Ich bleib in der Forschung. Irgendwann zeig ich Studis, dass Chemie ein echter Gamechanger ist 🔥

Voraussetzungen

Möchtest du dich Chemiker:in nennen, brauchst du ein abgeschlossenes Bachelorstudium im Fach Chemie. An Studiengängen steht dir nicht nur der allgemeine Chemie-Bachelor, sondern auch Bachelor mit bestimmten Schwerpunkten, z.B. in biotechnischer Chemie, angewandter Chemie, Werkstoffwissenschaft und einigen anderen zur Verfügung.

Du kannst dich nicht für ein Fach entscheiden? Dann studiere doch einen 2-Fach-Bachelor (oder Kombinations-Bachelor), bei dem du Chemie mit einem anderen Fach deiner Wahl kombinierst. Wenn du z. B. Chemielehrer:in werden möchtest, wählst du im Lehramtsstudium in der Regel noch ein zweites Studienfach dazu.

Fürs Studium an einer Uni oder einer Fachhochschule musst du die allgemeine Hochschulreife (Abitur) eine fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife vorweisen können. Wie die Studienplätze verteilt werden, wird an jeder Hochschule unterschiedlich gehandhabt. Infos zu den Zulassungsverfahren findest du auf den Hochschul-Homepages. 

Um im Studium und Beruf erfolgreich zu sein, solltest du natürlich Bock auf naturwissenschaftliche Themen haben und schon etwas Knowhow in Chemie, Mathe, Physik und Biologie mitbringen. Stabile English Skills erleichtern dir das Lesen der Fachliteratur. Bist du auch noch neugierig und experimentierfreudig, arbeitest strukturiert und geschickt und gibst auch nach ein paar missglückten Versuchen nicht auf? Dann steht der Chemiker:innen-Laufbahn nix mehr im Weg!


Was man im Job macht

Produktionsabläufe steuern und im Blick behalten

Rohstoffe und fertige Produkte im Labor testen

Herstellungsprozesse verbessern, z. B. Anlagen optimieren 

Experimente planen und im Labor durchführen 

Neue Stoffe, Materialien oder Verfahren entwickeln 

Forschungsergebnisse veröffentlichen 

Studierende unterrichten und betreuen 

Regeln und Vorgaben für Umwelt & Sicherheit mitgestalten 

Zu Umweltfragen, Giftigkeit und Risiken von Stoffen beraten 

Gutachten schreiben, z. B. für Kriminalfälle oder archäologische Funde


Ein typischer Arbeitstag

08:00 Uhr
Erstmal Kaffee schnappen und einen Blick auf die laufenden Projekte werfen. Kurze Absprache mit den Kolleg:innen im Team.
08:30 Uhr
Ab ins Produktionslabor: Neu entwickelte Produktionsprozesse überwachen. Laufen die Reaktionen so wie geplant? Proben von Rohstoffen, Zwischen- und Endprodukten zur Analyse schicken.
10:30 Uhr
Zusammen mit den Verfahrensingenieur:innen brainstormen, wie die Produktion eines neuen Arzneimittels von der Laborphase in die Großproduktion überführt werden kann. Welche Reaktionsschritte sind mit der vorhandenen Technik möglich, was muss neu beschafft oder umgebaut werden? Dabei immer Kosten und Umweltschutz im Blick haben!
13:00 Uhr
Mittagsessen mit den Kolleg:innen. Bevor es weitergeht schnappst du noch ein bisschen frische Luft.
14:00 Uhr
Ab an den Schreibtisch. Für neue Produkte müssen Genehmigungen her – also checken, ob alle Vorschriften erfüllt sind. Außerdem müssen Zulassungsanträge vorbereitet werden.
15:30 Uhr
Nochmal ins Labor, um die neuesten Testergebnisse zu prüfen und zu notieren. Quick Check: Was steht morgen an?
16:30 Uhr
Feierabend!

Perspektiven & Weiterbildung

Du hast das Studium in der Tasche und willst fachlich auf dem neuesten Stand bleiben? Mit sogenannten Anpassungsweiterbildungen kannst du dein Wissen fresh halten. Wie wäre es z. B. mit diesen Weiterbildungen:

Analytische Chemie

Naturwissenschaftliches Labor

Chemische Technik

Prozessautomatisierung

Forschung und Entwicklung

Naheliegend ist auch ein Masterstudium. In vier Semestern kannst du dich hier in den Bereichen Chemie (weiterführend), Biochemie, Lebensmittelchemie, Wirtschaftschemie, Chemieingenieurwesen und einigen anderen spezialisieren. Auch ein Wechsel in verwandte Fächer wie Pharmazie ist möglich.

Um nach dem Master deine allgemeinen Karrierechancen zu verbessern und noch weiter in die Wissenschaft einzutauchen, kannst du deinen Doktor machen. Dabei arbeitest du über längere Zeit intensiv an einem Forschungsthema und übernimmst oft auch Lehrtätigkeiten. Dein Ziel ist eine langfristige Hochschulkarriere? Dann führen alle Wege in Richtung Habilitation, mit der du dir deinen Prof.-Titel sicherst. 

Alternativ kannst du nach dem Master auch andere Richtungen einschlagen und z.B. eine Aufstiegsweiterbildung als klinische:r Chemiker:in absolvieren. Damit kannst du dann wichtige Laboranalysen im medizinischen Bereich durchführen. 

Als Chemiker:in hast du gerade jetzt goldene Karrierechancen. Der Markt schreit förmlich nach deinem chemischen Know-how.



Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Chemiker:innen können direkt zu einer grüneren Zukunft beitragen. Ein Schwerpunkt ist die „Grüne Chemie“: Kohlenstoff wird nachhaltig genutzt, z. B. durch Bioplastik aus Pflanzenresten, Recycling oder das Einfangen von CO₂ aus der Luft. Ziel ist es, Abfälle zu vermeiden, schädliche Emissionen zu reduzieren und Prozesse umweltfreundlicher und sicherer zu gestalten. Kreative Köpfe können hier echte Lösungen für Mensch und Umwelt entwickeln.

Automatisierte Prozesse übernehmen vereinzelt Labortätigkeiten, aber das menschliche Fachwissen bleibt entscheidend. Chemiker:innen müssen sich zunehmend mit nachhaltigen Methoden, neuen Technologien und innovativen Materialien auseinandersetzen – der Beruf wird also noch abwechslungsreicher und lösungsorientierter.

Ja! Chemiker:innen sind in vielen Bereichen gefragt: in Forschung und Wissenschaft, in der Industrie oder in Behörden. Die Kombination aus Fachwissen und Kreativität bleibt unersetzbar, sodass die Arbeitsplätze auch langfristig sicher bleiben.

Nachhaltigkeit

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