Beiersdorf Manufacturing Leipzig GmbH
Leipzig, Sachsen
Naturwissenschaften findest du spannend, aber Uni muss nicht sein? Dann ist Chemikant:in vielleicht dein Job! Hier stellst du im großen Stil chemische Produkte her, die wir alle brauchen – ob Waschmittel, Farben oder Kunststoffe. Das Ganze läuft über große Maschinen, die du über den PC steuerst – wie Kuchen backen mit technischem Feinschliff. Bei der Waschmittelproduktion z.B. wirfst du die Rohstoffe im richtigen Mengenverhältnis in einen riesigen Mixer: mit dabei sind Schmutzlöser (alias Tenside), Duftstoffe und sogenannte Enzyme, die Fett und Eiweiß abbauen. Damit die Quali immer stimmt, überwachst du die Produktion und nimmst Proben, die von dir oder deinen Kolleg:innen im Labor analysiert werden. Außerdem wartest du die Maschinen und checkst, ob bei der betriebseigenen Abwasserreinigung alles läuft. Wenn‘s einen Defekt gibt, greifen Chemikanten und Chemikantinnen übrigens selbst zur Werkzeugkiste. Hast du Lust anzupacken und kannst mit Schichtarbeit, Dämpfen und Lärm gut leben? Dann wird dir in diesem Job bestimmt nicht langweilig!
Voraussetzung, um in diesem Job arbeiten zu können, ist eine abgeschlossene Ausbildung zur Chemikantin oder zum Chemikanten. Diese dauert 3,5 Jahre und findet parallel im Betrieb und in der Berufsschule statt. Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss für den Start der Ausbildung vorgegeben. Die meisten Auszubildenden haben einen mittleren Bildungsabschluss (10. Klasse) oder eine Hochschulreife (Fachabi oder Abitur), aber auch mit einem Hauptschulabschluss kann sich die Bewerbung lohnen.
Von Vorteil sind auf jeden Fall Kenntnisse in Chemie, Physik, Mathe oder im technischen Bereich. Wichtig ist auch, dass du gerne aktiv mit anpackst und beim Arbeiten gründlich und zuverlässig bist. Bringst du auch noch Interesse an Technik und ein gewisses handwerkliches Talent mit, passt alles!
Als Chemikant:in kannst du in vielen Bereichen dazulernen. Durch Anpassungsweiterbildungen frischst du dein Wissen auf, z.B. in den Bereichen Qualitätsprüfung, Verfahrenstechnik oder elektrischer Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik.
Wenn du Lust auf mehr Verantwortung hast, bietet dir eine Aufstiegsweiterbildung die Chance, Führungspositionen zu übernehmen – z.B. als Industriemeister:in in der Fachrichtung Chemie oder als Techniker:in für Chemietechnik oder Umweltschutztechnik.
Du hast eine Hochschulzugangsberechtigung? Dann steht dir auch ein Studium offen – etwa in den Studiengängen (Bio-)Chemie oder Chemieingenieurwesen. Oder wie wärs mit einem Bachelor in Produktions-, Verpackungs-, oder Kunststofftechnik?
Das Hantieren mit chemischen Stoffen ist das Richtige, aber dich reizt eher der weiße Kittel und die Arbeit im Labor? Dann check doch mal die Ausbildung als Chemielaborant:in aus! Während Chemikant:innen vor allem die groben Arbeiten an Maschinen und Anlagen verrichten, arbeiten Chemielaborant:innen mit Reagenzgläsern und kleineren Geräten im “sauberen Labor”.
Pharmakant:innen hingegen machen eine ganz ähnliche Arbeit wie Chemikant:innen, nur werden sie meistens in der Herstellung von Medikamenten eingesetzt. Auch als Chemikant:in kannst du diese Jobs in der Pharmaindustrie manchmal übernehmen – oder du machst direkt die Ausbildung als Pharmakant:in.
Eine andere Alternative ist die Ausbildung zur Produktionsfachkraft Chemie. Auch hier lernst du die chemischen Grundlagen und den Umgang mit Anlagen in der chemischen Industrie. Dadurch, dass die Ausbildung “nur” zwei Jahre dauert, kannst du schneller in den Beruf einsteigen, hast aber ein weniger vertieftes technisches Fachwissen und bekommst in der Regel ein etwas niedrigeres Gehalt als Chemikant:innen.
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
Chemie muss kein Umweltkiller sein – als Chemikant:in arbeitest du heute immer häufiger in Bereichen, in denen Recycling, grüne Chemie und emissionsarme Produktion im Mittelpunkt stehen. Ob biologisch abbaubare Kunststoffe, nachhaltiger Flugzeugtreibstoff oder Technologien wie Carbon Capture and Utilization, bei denen CO₂ aus Abgasen weiterverwendet wird – du kannst aktiv dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und klimaschädliche Emissionen zu reduzieren.
Die chemische Produktion wird zunehmend automatisiert, sodass smarte Technologien deinen Arbeitsalltag erweitern. Datenbrillen (Augmented Reality) unterstützen dich z. B. dabei, Störungen schneller zu finden und Reparaturen durchzuführen, und auch Roboter übernehmen einzelne Routinetätigkeiten. Wer offen für technische Innovationen ist und sich weiterbildet, hat klare Vorteile.
Total – gut ausgebildete Chemikant:innen werden weiterhin stark nachgefragt, besonders weil die Branche sich in Richtung nachhaltige Prozesse und moderne Produktionstechnik entwickelt. Qualifizierte Fachkräfte, die beides beherrschen, sind entsprechend sehr gefragt.