AUGUST STORCK KG
Ohrdruf, Thüringen
Im Alltag begegnen wir der Chemie non-stop – oftmals ohne es wahrzunehmen. Von Lebensmitteln und Kleidung bis zu Waschmitteln und Kosmetikprodukten: Nahezu alles, was uns umgibt, besteht aus kleinsten Atomen und Molekülen.
Damit diese Produkte sicher sind und den strengen gesetzlichen Vorgaben entsprechen, werden die Substanzen im Labor gründlich überprüft. An der Stelle kommst du als Chemielaborjungwerker:in ins Spiel. Mit Pipetten, Mikroskopen, Destillationsapparaten und Co. führst du Routineuntersuchungen durch und sorgst für einen reibungslosen Ablauf. Die großen Versuchsreihen bereitest du sorgfältig vor, damit die Chemiker:innen und Chemielaborant:innen sofort mit der Untersuchung starten können. Ein Job, bei dem Sorgfalt und Teamwork gefragt sind!
Rechtlich ist zwar keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben, Unternehmen bevorzugen jedoch Ausbildungsanfänger:innen mit mittlerem Bildungsabschluss.
Wenn du zum Ausbildungsstart noch nicht 18 Jahre alt bist, brauchst du eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung.
Die Arbeit im Labor erfordert gute Kenntnisse in Chemie, Physik und Mathe. Zahlen und Formeln sollten dich also nicht abschrecken. Im Umgang mit den vielen verschiedenen Geräten und Instrumenten brauchst du technisches Verständnis, Fingergeschick, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein. Die Experimente und Versuchsreihen verlangen außerdem Beobachtungsgenauigkeit und Durchhaltevermögen. Dabei wirst du manchmal selbstständig arbeiten, in der Regel jedoch für die Vorbereitung und Durchführung routinemäßiger Aufgaben zuständig sein.
Die Ausbildung zum Chemielaborjungwerker oder zu Chemielaborjungwerkerin hast du abgeschlossen – jetzt kannst du beruflich durchstarten! In einem Betrieb sammelst du die ersten Berufserfahrungen. Während der Berufsausübung kannst du an Anpassungsweiterbildungen teilnehmen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. Gerade in den Bereichen der chemischen Technik, der analytischen Chemie oder der physikalischen Messtechnik ist es wichtig, die aktuellen Entwicklungen zu verfolgen und up to date zu sein.
Darüber hinaus kannst du mit der Prüfung zum/zur Industriemeister:in in der Fachrichtung Chemie oder zum/zur Techniker:in in der Chemietechnik deine Aufstiegschancen verbessern – ideal, wenn du mehr Verantwortung übernehmen möchtest.
Mit dem (Fach-)Abitur ist auch ein Studium an der Hochschule möglich. Besonders passend sind Studiengänge wie Chemie, Chemieingenieurwesen oder Wirtschaftsingenieurwesen. Mit dem Bachelorabschluss kann es im Masterstudium weitergehen.
Egal, welchen Weg du einschlägst – mit einer fundierten Ausbildung und der Bereitschaft zur Weiterbildung stehen dir viele Türen offen.
Du hast es vielleicht schonmal gehört, aber in Mitteldeutschland geht echt mehr als du denkst. Und diese Unternehmen leben’s vor. Check die mal aus!
Denkt man an Chemie, wird man sie wohl selten als nachhaltige Branche einordnen. Die Realität zeigt leider auch, dass Umweltschädigungen durch chemische Einflüsse verursacht werden. Gerade deshalb ist es so wichtig, einen Unterschied in der Branche zu machen. Wo die Chemie auf der einen Seite verantwortlich für Umweltschäden ist, kann sie auf der anderen Seite einen großen und essenziellen Part zum Umweltschutz beitragen!
Als führender Chemiestandort ist Deutschland gefordert, neue Wege zu gehen. Viele Unternehmen investieren daher seit einigen Jahren gezielt in nachhaltige Konzepte.
Auch der gesamte Lebenszyklus von Chemikalien kann nachhaltiger gestaltet werden. Als Chemielaborjungwerk:in bist du die helfende Hand in der Umsetzung. Von der Auswahl der Chemikalien über die Herstellung und Nutzung bis zur Entsorgung. Du unterstützt die Chemielaborant:innen tatkräftig und bringst deine Expertise mit ein. Gemeinsam könnt ihr euch für eine umweltschonendere Vorgehensweise einsetzen.
Die Chemie hat das Potenzial, „grüner“ zu werden. Nachhaltige Produktionsverfahren, strengere Umweltauflagen sowie moderne Analytik verändern den Beruf deutlich. Du wirst zunehmend mit automatisierten Laborgeräten, digitalen Dokumentationssystemen und neuen Verfahren arbeiten, die Emissionen reduzieren und die Sicherheit erhöhen. Gleichzeitig steigt der Fokus auf Kreislaufwirtschaft und energieeffiziente Herstellungsprozesse. Kurz: Deine Aufgaben werden spannender, digitaler und stärker auf den Umweltschutz ausgerichtet.
Auf jeden Fall! Die Chemieindustrie ist einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige Deutschlands – und befindet sich mitten im Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit. Dafür braucht es Fachkräfte, die sicher mit chemischen Stoffen umgehen können und gleichzeitig umweltbewusst handeln. Gut ausgebildete Chemielaborjungwerker:innen sind daher weiterhin gefragt und haben hervorragende Zukunftschancen.