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Chemielabor­jungwerk­er:in

Chemielaborjungwerker:innen arbeiten überwiegend im Labor und wirken dort an chemischen und physikalisch-chemischen Laboruntersuchungen und Versuchsreihen mit.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

2 Jahre

Anforderung

Skills

Analytisches DenkenBeobachtungsgabeDurchhaltevermögenGewissenhafte ArbeitsweiseQualitätsbewusstseinSchnelle AuffassungsgabeSelbstständiges ArbeitenSorgfaltTechnisches VerständnisVerantwortungsbewusst

Gehalt

Ø 42.739 €/Jahr, 3.562 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 07/2025)
Teller

Im Alltag begegnen wir der Chemie non-stop – oftmals ohne es wahrzunehmen. Von Lebensmitteln und Kleidung bis zu Waschmitteln und Kosmetikprodukten: Nahezu alles, was uns umgibt, besteht aus kleinsten Atomen und Molekülen.

Damit diese Produkte sicher sind und den strengen gesetzlichen Vorgaben entsprechen, werden die Substanzen im Labor gründlich überprüft. An der Stelle kommst du als Chemielaborjungwerker:in ins Spiel. Mit Pipetten, Mikroskopen, Destillationsapparaten und Co. führst du Routineuntersuchungen durch und sorgst für einen reibungslosen Ablauf. Die großen Versuchsreihen bereitest du sorgfältig vor, damit die Chemiker:innen und Chemielaborant:innen sofort mit der Untersuchung starten können. Ein Job, bei dem Sorgfalt und Teamwork gefragt sind!

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Toni
Du hast doch ne Ausbildung im Labor gemacht, oder?
Ja genau! Zum Chemielaborjungwerker. Ich arbeite jetzt also viel bei wichtigen Versuchsreihen mit.
Toni
Was heißt das konkret?
Ich bereite alles vor – Geräte, Lösungen, Chemikalien. Manchmal darf ich auch kleine Tests selbst durchführen, das macht mir am meisten Spaß!
Toni
Ohh, nice! Das klingt auch sehr spannend. Und wofür macht ihr das?
Ich arbeite jetzt in der Industrie für Wasch- und Putzmittel – dabei schauen wir vor allem, dass die Inhaltsstoffe den rechtlichen Vorgaben und Normwerten entsprechen. 😊  

Voraussetzungen

Rechtlich ist zwar keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben, Unternehmen bevorzugen jedoch Ausbildungsanfänger:innen mit mittlerem Bildungsabschluss.

Wenn du zum Ausbildungsstart noch nicht 18 Jahre alt bist, brauchst du eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung.

Die Arbeit im Labor erfordert gute Kenntnisse in Chemie, Physik und Mathe. Zahlen und Formeln sollten dich also nicht abschrecken. Im Umgang mit den vielen verschiedenen Geräten und Instrumenten brauchst du technisches Verständnis, Fingergeschick, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein. Die Experimente und Versuchsreihen verlangen außerdem Beobachtungsgenauigkeit und Durchhaltevermögen. Dabei wirst du manchmal selbstständig arbeiten, in der Regel jedoch für die Vorbereitung und Durchführung routinemäßiger Aufgaben zuständig sein.


Was man im Job macht

Chemische Produkte prüfen

Versuchsanordnungen vorbereiten

Chemische Lösungen ansetzen

Versuchsabläufe überwachen

Auswertungen der Experimente für Chemiker:innen vorbereiten

Routineuntersuchen durchführen und auswerten

Laborgeräte- und Instrumente reinigen, pflegen und Instand halten


Ein typischer Arbeitstag

07:00 Uhr
Du kommst im Labor an, ziehst dir deinen Kittel über und machst dich direkt an die Arbeit. Bevor die Versuchsreihen durchgeführt werden können, bereitest du alles vor. Chemikalien werden rausgesucht, Lösungen vorbereitet und Geräte bereitgestellt.
08:00 Uhr
Bei der Durchführung der Versuchsreihen stehst du als helfende Hand parat. Parallel bereitest du Messreihen vor und dokumentierst die Ergebnisse.
10:00 Uhr
Als Nächstes machst du dich ans Probenmanagement. Du beschriftest die verschiedenen Proben, sortierst und archivierst sie. Aufgebrauchte Chemikalien müssen ausfindig gemacht werden. Du überprüfst die Lagerbestände.
12:00 Uhr
Mittagspause
12:30 Uhr
Nachdem die Versuchsreihe abgeschlossen wurde, reinigst du die Geräte und Instrumente. Rückstände und Reste von Chemikalien entsorgst du fachgerecht. 
13:30 Uhr
Die nächsten Experimente stehen an. Du bereitest alles vor und setzt die neuen Lösungen an.
15:30 Uhr
Bevor du nach Hause gehst, schreibst du noch die letzten Protokolle fertig und räumst auf, was noch liegengeblieben ist.
16:00 Uhr
Feierabend

Perspektiven & Weiterbildung

Die Ausbildung zum Chemielaborjungwerker oder zu Chemielaborjungwerkerin hast du abgeschlossen – jetzt kannst du beruflich durchstarten! In einem Betrieb sammelst du die ersten Berufserfahrungen. Während der Berufsausübung kannst du an Anpassungsweiterbildungen teilnehmen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. Gerade in den Bereichen der chemischen Technik, der analytischen Chemie oder der physikalischen Messtechnik ist es wichtig, die aktuellen Entwicklungen zu verfolgen und up to date zu sein.

Darüber hinaus kannst du mit der Prüfung zum/zur Industriemeister:in in der Fachrichtung Chemie oder zum/zur Techniker:in in der Chemietechnik deine Aufstiegschancen verbessern – ideal, wenn du mehr Verantwortung übernehmen möchtest.

Mit dem (Fach-)Abitur ist auch ein Studium an der Hochschule möglich. Besonders passend sind Studiengänge wie Chemie, Chemieingenieurwesen oder Wirtschaftsingenieurwesen. Mit dem Bachelorabschluss kann es im Masterstudium weitergehen.

Egal, welchen Weg du einschlägst – mit einer fundierten Ausbildung und der Bereitschaft zur Weiterbildung stehen dir viele Türen offen.


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

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Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Denkt man an Chemie, wird man sie wohl selten als nachhaltige Branche einordnen. Die Realität zeigt leider auch, dass Umweltschädigungen durch chemische Einflüsse verursacht werden. Gerade deshalb ist es so wichtig, einen Unterschied in der Branche zu machen. Wo die Chemie auf der einen Seite verantwortlich für Umweltschäden ist, kann sie auf der anderen Seite einen großen und essenziellen Part zum Umweltschutz beitragen!

Als führender Chemiestandort ist Deutschland gefordert, neue Wege zu gehen. Viele Unternehmen investieren daher seit einigen Jahren gezielt in nachhaltige Konzepte.

Auch der gesamte Lebenszyklus von Chemikalien kann nachhaltiger gestaltet werden. Als Chemielaborjungwerk:in bist du die helfende Hand in der Umsetzung. Von der Auswahl der Chemikalien über die Herstellung und Nutzung bis zur Entsorgung. Du unterstützt die Chemielaborant:innen tatkräftig und bringst deine Expertise mit ein. Gemeinsam könnt ihr euch für eine umweltschonendere Vorgehensweise einsetzen.

Die Chemie hat das Potenzial, „grüner“ zu werden. Nachhaltige Produktionsverfahren, strengere Umweltauflagen sowie moderne Analytik verändern den Beruf deutlich. Du wirst zunehmend mit automatisierten Laborgeräten, digitalen Dokumentationssystemen und neuen Verfahren arbeiten, die Emissionen reduzieren und die Sicherheit erhöhen. Gleichzeitig steigt der Fokus auf Kreislaufwirtschaft und energieeffiziente Herstellungsprozesse. Kurz: Deine Aufgaben werden spannender, digitaler und stärker auf den Umweltschutz ausgerichtet.

Auf jeden Fall! Die Chemieindustrie ist einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige Deutschlands – und befindet sich mitten im Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit. Dafür braucht es Fachkräfte, die sicher mit chemischen Stoffen umgehen können und gleichzeitig umweltbewusst handeln. Gut ausgebildete Chemielaborjungwerker:innen sind daher weiterhin gefragt und haben hervorragende Zukunftschancen.

Nachhaltigkeit

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