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Typische Tätigkeit als Botaniker:in im Arbeitsalltag
BioökonomieBioökonomie

Botaniker:in

Als Botaniker:in erforschst du Pflanzen und ihre Lebensräume und trägst dazu bei, Natur, Biodiversität und nachhaltige Nutzung von Ressourcen zu erhalten.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsformen

Ausbildungsdauer

3 Jahre (+ ggf. 2 Jahre Master)

Anforderung

Skills

Analytisches DenkenAusdauerBeobachtungsgabeGewissenhafte ArbeitsweiseLernbereitschaftProblemlösungskompetenzSelbstständiges ArbeitenSorgfaltTechnisches VerständnisUmweltbewusstsein

Gehalt

Ø 54.601 €/Jahr, 4.550 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 01/2026)
Teller

Während andere nur Grünzeug sehen, siehst du das Betriebssystem unseres Planeten. Als Botaniker:in entschlüsselst du die Fragen, die über unser Klima, unsere Food-Security und das Überleben ganzer Ökosysteme entscheiden. Dein Lab ist überall: Heute im Gelände Pflanzen scannen, morgen im Labor Daten analysieren und am PC Lösungen entwickeln. Deine Forschung findet oft hinter den Kulissen statt, aber dein Impact ist gigantisch. Du lieferst die Blueprints, um unsere Umwelt nicht nur zu verstehen, sondern aktiv zu retten.

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Hannes
Gestern meintest du, du arbeitest manchmal im Labor und manchmal draußen. Wie kann ich mir das vorstellen? 👀
Ich bin Botanikerin, da wechselt mein Arbeitsort fast täglich.
Hannes
Oh spannend! Wie bist du da gelandet?
Ich hab nachm Abi Biologie studiert und mich dann im Master auf Pflanzenkunde, also Botanik, spezialisiert.
Hannes
Und wo arbeitest du heute?
In einem Forschungsinstitut. Da forschen wir gerade an Pflanzen, die mit wenig Wasser klarkommen.
Hannes
Wow, das klingt ziemlich cool 😌 Da würde ich gerne mal bei dir im Labor vorbeischauen!

Voraussetzungen

Wenn du Botaniker:in werden möchtest, brauchst du in der Regel ein Biologie-Studium an einer Hochschule, da die Botanik ein Teilgebiet der Biologie ist. Voraussetzung für das Studium ist eine Hochschulzugangsberechtigung, also meist das Abitur oder ein gleichwertiger Abschluss. 
Im Bachelorstudium beschäftigst du dich zunächst allgemein mit Biologie, darunter auch mit Botanik, Zoologie und Mikrobiologie. Richtig auf das Fachgebiet Botanik spezialisierst du dich meist erst im Masterstudium.  
Wichtig für den Job ist natürlich echtes Interesse an Natur und Pflanzen, denn du beschäftigst dich sehr intensiv mit allen möglichen Arten oder ganzen Ökosystemen. Darüber hinaus solltest du Spaß am wissenschaftlichen Arbeiten haben, also genau beobachten, Daten auswerten und Ergebnisse dokumentieren können. Ausdauer und Genauigkeit sind besonders wichtig, weil Forschung nicht immer schnelle Ergebnisse liefert und viele Arbeiten sehr detailreich sind. Je nach Schwerpunkt arbeitest du als Botanikerin oder Botaniker draußen im Gelände, im Labor und am Computer. Flexibilität und Geduld helfen dir dabei, bei deinen Forschungen nicht den Fokus zu verlieren.  


Was man im Job macht

Untersuchung von Pflanzenarten und ihrem Wachstum 

Analyse von Lebensräumen und Ökosystemen 

Durchführung von Feldforschung und Exkursionen 

Arbeit im Labor, z. B. mit Pflanzenproben 

Dokumentation und Auswertung von Forschungsdaten 

Bestimmung und Klassifizierung von Pflanzen 

Untersuchung von Umwelteinflüssen auf Pflanzen 

Mitarbeit an Naturschutz- und Umweltprojekten 

Erstellung von Berichten, Gutachten oder Studien 

Beratung von Institutionen oder Organisationen zu pflanzenbezogenen Themen 


Ein typischer Arbeitstag

08:00 Uhr
Check-in im Forschungsinstitut: Rechner hochfahren und den ersten Kaffee am Start haben. Während du deine Mails checkst und die neuesten Forschungsergebnisse sichtest, bereitest du alles für das heutige Experiment vor.
08:30 Uhr
Im Labor bereitest du Proben vor, beschriftest Gefäße und überprüfst Pflanzenmaterial, das zuvor im Gelände gesammelt wurde.
10:00 Uhr
Besprechung mit dem Forschungsteam. Ihr wertet Ergebnisse aus, plant neue Versuchsreihen und besprecht den nächsten Geländeeinsatz.
12:00 Uhr
Mittagspause.
12:30 Uhr
Zurück im Labor und Büro: Du analysierst Daten am Computer, vergleichst Proben und arbeitest mit Fachliteratur aus der Institutsbibliothek.
14:30 Uhr
Du dokumentierst deine Ergebnisse, schreibst Berichte oder bereitest Präsentationen für Projekte und Fördergeber vor. Zum Abschluss planst du die Aufgaben für den nächsten Arbeitstag.
16:00 Uhr
Dann geht’s für dich in den Feierabend!

Perspektiven & Weiterbildung

Als Botaniker:in kannst du in vielen unterschiedlichen Bereichen arbeiten, zum Beispiel in Forschungsinstitutenbotanischen GärtenNaturschutzorganisationenUmweltbehörden oder in Agrar-und Pharmaunternehmen. Je nach Schwerpunkt überschneiden sich die Tätigkeiten dabei oft mit dem Beruf Biolog:in, besonders in Forschung, Umweltanalyse oder Naturschutz.

Mit zusätzlicher Qualifikation und Berufserfahrung kannst du dich auf Teilbereiche wie Ökologie, Agrarwissenschaften oder Pflanzengenetik spezialisieren. Typische Karrierewege führen in die wissenschaftliche Forschung, in die Lehre oder in die Naturwissenschaftskommunikation. Viele Botaniker:innen arbeiten außerdem im Naturschutz, in der Umweltberatung oder in der nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft. Mit einem starken Netzwerk kannst du in Führungspositionen aufsteigen, Forschungsprojekte leiten oder dich selbstständig machen, zum Beispiel mit einer eigenen Beratung im Bereich Pflanzenwissenschaften oder Ökologie.


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Du hast noch Fragen?

Nachhaltigkeit & Zukunft

Als Botaniker:in arbeitest du direkt mit Pflanzen. Und die sind super wichtig für Klima, Böden und Biodiversität. Du hilfst dabei zu verstehen, wie Pflanzen CO₂ binden, Ressourcen schonen und als nachwachsende Rohstoffe fossile Materialien ersetzen können. Gerade in der nachhaltigen Energie- und Rohstoffnutzung spielen Pflanzen eine zentrale Rolle. Dein Job trägt also dazu bei, Natur langfristig zu schützen und sinnvoll zu nutzen. 

Der Job wird in Zukunft noch stärker von Klimawandel und Nachhaltigkeit geprägt sein. Es geht immer mehr darum, welche Pflanzen widerstandsfähig sind und wie sie in Zukunft genutzt werden können. Zum Beispiel für nachhaltige Energie, Landwirtschaft oder Bodenschutz. Gleichzeitig kommen mehr digitale Tools und Datenanalysen zum Einsatz. Botanik wird also moderner, vernetzter und noch relevanter. 

Ja, Pflanzenwissen wird immer wichtiger. Themen wie Klimaschutz, Artensterben und nachhaltige Nutzung von Ressourcen sorgen dafür, dass Botaniker:innen gebraucht werden. Einsatzorte gibt es viele: Forschung, Naturschutz, Behörden, Landwirtschaft oder Bioökonomie. Der Job ist zwar sehr spezialisiert, aber genau das macht ihn zukunftssicher.

Nachhaltigkeit

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