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Biomediziner:in
Als Biomediziner:in arbeitest du in der Forschung. Dort untersuchst du biologische Vorgänge oder entwickelst neue Analyseverfahren.
Das Wichtigste auf einen Blick
Ausbildungsformen
Ausbildungsdauer
Anforderung
Arbeitsumgebung
Skills
Gehalt
Du stehst im Labor und tauchst in die Materie der kleinsten Bestandteile unseres Körpers ein. DNA, RNA, Proteine – Moleküle, die wichtige Informationen bereithalten und Aufschluss über Krankheitsursachen geben. Ohne Vergrößerung läuft da gar nichts. Also: her mit den Mikroskopen! In deiner Rolle als Molekularmediziner:in geht es darum, umfassende medizinische Fragestellungen zu beantworten, Diagnosen zu stellen und Therapien zu entwickeln. Du setzt dich dafür ein, dass Krankheiten auf molekularer Ebene noch besser zu verstehen sind und Patient:innen optimal behandelt werden. Mit diesem Beruf bist du also ein Key-Factor in der innovativen Entwicklung der Medizin!
Voraussetzungen
Grundvoraussetzung, um als Molekularmediziner oder Molekularmedizinerin in der Forschung arbeiten zu können, ist das Studium der “Biomedizin, Molekulare Medizin” an der Uni oder Fachhochschule. Zugang dazu bietet dir das (Fach-)Abitur mit einem guten Durchschnitt. Die Studienplätze sind wegen der großen Nachfrage begrenzt, deshalb gibt es in der Regel einen Numerus Clausus (NC). Leichter umzusetzen ist wahrscheinlich dein persönlicher Impf- bzw. Immunitätsnachweis gegen Masern, d. h. du musst vor Studienbeginn deinen Masernimpfschutz (etwa über den Impfpass oder ein ärztliches Attest) + ggf. weitere Schutzimpfungen, z. B. Hepatitis A und B – bei der zuständigen Stelle in der Uni und/oder Klinik nachweisen.
Welche Fähigkeiten und Kenntnisse solltest du mitbringen? Spaß an Bio, Mathe, Physik und Chemie ist ein Muss. Vorkenntnisse in Latein sind hilfreich, aber keine Grundvoraussetzung. Wichtiger sind gute Englischkenntnisse, denn viele Forschungsarbeiten werden nur auf Englisch geführt.
Neben dem Fachlichen zählen deine Soft Skills: Präzision, Verantwortungsbewusstsein und volle Konzentration bei Versuchsreihen. Und da Forschung immer Teamwork ist, solltest du Lust haben, dich mit anderen auszutauschen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Was man im Job macht
Versuchsreihen konzipieren und durchführen
Immunchemische Testverfahren durchführen
Biomolekulare Strukturen des menschlichen Organismus untersuchen
Krankheiten oder krankhafte Veranlagungen mithilfe von DNA- oder Proteintests bestimmen
Forschungsberichte und Gutachten verfassen
Befunddokumentation
In der Lehre: Vorlesungen und Seminare vorbereiten und abhalten
Aus- und Weiterbildung des medizinischen Nachwuchses und des Nachwuchses in nichtärztlichen Gesundheitsberufen
Ein typischer Arbeitstag
Perspektiven & Weiterbildung
Hast du das Bachelor-Studium abgeschlossen, kannst du grundsätzlich schon an Forschungsprojekten teilhaben. Für die eigenständige Durchführung von Forschungsarbeiten ist in der Regel ein abgeschlossenes Masterstudium notwendig. Das weiterführende Studium ermöglicht dir, dich zu spezialisieren und der/die Expert:in im jeweiligen Fachgebiet zu werden. Bei der Wahl des Studiengangs kannst du nach deinem Interesse wählen. Neben dem gleichnamigen Master in “Biomedizin, Molekularmedizin” stehen dir spezielle Studiengänge offen, wie etwa:
Chemische Biologie
Toxikologie
Egal, welchem Weg du folgst, du wirst die Forschung voranbringen und Grundlagen für neue Innovationen der Medizin schaffen!
Nachhaltige Jobs als Biomediziner:in in Mitteldeutschland?
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Du hast noch Fragen?
Nachhaltigkeit & Zukunft
Mit Blick auf den Klimawandel und die damit einhergehenden gesundheitlichen Belastungen, müssen sich Forscher:innen zunehmend mit neuen Krankheitserregern auseinandersetzen. Diese erfordern entsprechende Präventions- bzw. Behandlungsmethoden, wonach du als Molekularmediziner:in forschst. Dabei geht es vorrangig darum, Therapien effizienter zu gestalten und unnötige Belastungen für Patient:innen und die Umwelt zu vermeiden – Tierversuche könnten zum Beispiel vermieden werden.
Smarte Technologien wie Bioprinting oder 3-D-Laserscanning erleichtern bei der Entwicklung neuer Methoden die Prozesse erheblich. Auch medizinische Nano- und Mikroroboter sind ein wertvoller Zugewinn für deine Arbeit, da sie dir bei der Durchführung wichtiger Testverfahren zur Hilfe bereitstehen.
Molekularmediziner:innen sind aufgrund ihrer vielfältigen Qualifikationen in zahlreichen Bereichen gefragt, die von der Pharmazie- und Biotechnologie-Industrie über Kliniken und Diagnostikzentren bis hin zu Universitäten und Forschungseinrichtungen reichen.