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BioökonomieBioökonomie

Biomedizin­er:in

Als Biomediziner:in arbeitest du in der Forschung. Dort untersuchst du biologische Vorgänge oder entwickelst neue Analyseverfahren.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ausbildungsdauer

3 Jahre (1-2 Jahre Master)

Anforderung

Skills

Analytisches DenkenBeobachtungsgabeDurchhaltevermögenKommunikationsstärkeLernbereitschaftOrganisationstalentSorgfaltTeamfähigkeitVerantwortungsbewusst

Gehalt

Ø 72.103 €/Jahr, 6.009 €/mtl., brutto, Mitteldeutschland (Stand: 09/2025)
Teller

Du stehst im Labor und tauchst in die Materie der kleinsten Bestandteile unseres Körpers ein. DNA, RNA, Proteine – Moleküle, die wichtige Informationen bereithalten und Aufschluss über Krankheitsursachen geben. Ohne Vergrößerung läuft da gar nichts. Also: her mit den Mikroskopen! In deiner Rolle als Molekularmediziner:in geht es darum, umfassende medizinische Fragestellungen zu beantworten, Diagnosen zu stellen und Therapien zu entwickeln. Du setzt dich dafür ein, dass Krankheiten auf molekularer Ebene noch besser zu verstehen sind und Patient:innen optimal behandelt werden. Mit diesem Beruf bist du also ein Key-Factor in der innovativen Entwicklung der Medizin! 

Abdeckung

Von der Idee zum Job
So hat's geklappt – ganz ohne Zauberformel.
Selma
Du arbeitest doch in der Klinik? Was machst du da genau?
Korrekt! Ich checke da täglich Proben im Labor und unterstütze die Ärzt:innen mit den Ergebnissen.
Selma
Ah okay… heißt das, du machst so Tests an Blut oder so?
yes, und ich leite auch Studien, erkläre den Proband:innen Risiken und gucke, welche Behandlung passt. Mega spannend!
Selma
Klingt heavy, aber interessant 😅
Ja, voll! Der Impact, den wir mit unserer Arbeit haben, ist mega – das motiviert total.

Voraussetzungen

Grundvoraussetzung, um als Molekularmediziner oder Molekularmedizinerin in der Forschung arbeiten zu können, ist das Studium der “Biomedizin, Molekulare Medizin” an der Uni oder Fachhochschule. Zugang dazu bietet dir das (Fach-)Abitur mit einem guten Durchschnitt. Die Studienplätze sind wegen der großen Nachfrage begrenzt, deshalb gibt es in der Regel einen Numerus Clausus (NC). Leichter umzusetzen ist wahrscheinlich dein persönlicher Impf- bzw. Immunitätsnachweis gegen Masern, d. h. du musst vor Studienbeginn deinen Masernimpfschutz (etwa über den Impfpass oder ein ärztliches Attest) + ggf. weitere Schutzimpfungen, z. B. Hepatitis A und B – bei der zuständigen Stelle in der Uni und/oder Klinik nachweisen.

Welche Fähigkeiten und Kenntnisse solltest du mitbringen? Spaß an Bio, Mathe, Physik und Chemie ist ein Muss. Vorkenntnisse in Latein sind hilfreich, aber keine Grundvoraussetzung. Wichtiger sind gute Englischkenntnisse, denn viele Forschungsarbeiten werden nur auf Englisch geführt.

Neben dem Fachlichen zählen deine Soft Skills: Präzision, Verantwortungsbewusstsein und volle Konzentration bei Versuchsreihen. Und da Forschung immer Teamwork ist, solltest du Lust haben, dich mit anderen auszutauschen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.


Was man im Job macht

Versuchsreihen konzipieren und durchführen 

Immunchemische Testverfahren durchführen 

Biomolekulare Strukturen des menschlichen Organismus untersuchen 

Krankheiten oder krankhafte Veranlagungen mithilfe von DNA- oder Proteintests bestimmen 

Forschungsberichte und Gutachten verfassen 

Befunddokumentation 

In der Lehre: Vorlesungen und Seminare vorbereiten und abhalten 

Aus- und Weiterbildung des medizinischen Nachwuchses und des Nachwuchses in nichtärztlichen Gesundheitsberufen 


Ein typischer Arbeitstag

08:00 Uhr
Du kommst im Labor an, schmeißt dir den Kittel über und bereitest alles für den Tag vor: Tagesplan checken, Geräte einschalten und überprüfen.
09:00 Uhr
Du schnappst dir die ersten Proben, präparierst diese und führst mehrere Versuchsreihen (bspw. PCA; Proteinanalytik) durch. Die Ergebnisse dokumentierst du sorgfältig.
12:00 Uhr
Mittagspause
13:00 Uhr
Du wertest die Ergebnisse deiner durchgeführten Tests aus. Am Computer erstellst du Tabellen und Graphen, vergleichst die Werte mit Kontrollproben und formulierst einen ausführlichen Bericht.
15:00 Uhr
Meeting mit Kollegen und Ärzt:innen aus der Klinik zu aktuellen Fällen und Studien.
16:00 Uhr
Du checkst dein Mail-Postfach, beantwortest Mails, checkst deinen Kalender für den nächsten Tag.
17:00 Uhr
Jetzt geht’s in den wohlverdienten Feierabend.

Perspektiven & Weiterbildung

Hast du das Bachelor-Studium abgeschlossen, kannst du grundsätzlich schon an Forschungsprojekten teilhaben. Für die eigenständige Durchführung von Forschungsarbeiten ist in der Regel ein abgeschlossenes Masterstudium notwendig. Das weiterführende Studium ermöglicht dir, dich zu spezialisieren und der/die Expert:in im jeweiligen Fachgebiet zu werden. Bei der Wahl des Studiengangs kannst du nach deinem Interesse wählen. Neben dem gleichnamigen Master in “Biomedizin, Molekularmedizin” stehen dir spezielle Studiengänge offen, wie etwa: 

Egal, welchem Weg du folgst, du wirst die Forschung voranbringen und Grundlagen für neue Innovationen der Medizin schaffen! 


Im Herzen von Mitteldeutschland
Regionale Relevanz

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Nachhaltigkeit & Zukunft

Mit Blick auf den Klimawandel und die damit einhergehenden gesundheitlichen Belastungen, müssen sich Forscher:innen zunehmend mit neuen Krankheitserregern auseinandersetzen. Diese erfordern entsprechende Präventions- bzw. Behandlungsmethoden, wonach du als Molekularmediziner:in forschst. Dabei geht es vorrangig darum, Therapien effizienter zu gestalten und unnötige Belastungen für Patient:innen und die Umwelt zu vermeiden – Tierversuche könnten zum Beispiel vermieden werden.

Smarte Technologien wie Bioprinting oder 3-D-Laserscanning erleichtern bei der Entwicklung neuer Methoden die Prozesse erheblich. Auch medizinische Nano- und Mikroroboter sind ein wertvoller Zugewinn für deine Arbeit, da sie dir bei der Durchführung wichtiger Testverfahren zur Hilfe bereitstehen.

Molekularmediziner:innen sind aufgrund ihrer vielfältigen Qualifikationen in zahlreichen Bereichen gefragt, die von der Pharmazie- und Biotechnologie-Industrie über Kliniken und Diagnostikzentren bis hin zu Universitäten und Forschungseinrichtungen reichen.

Nachhaltigkeit

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